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Nachhaltigkeit im Dialog

29.11.2017, 09:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Über 100 Teilnehmer beim Verbändegespräch zur Fortschreibung der sächsischen Nachhaltigkeitsstrategie

Auf Einladung von Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt trafen sich heute (29. November 2017) über 100 Fachleute und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung zu einem Austausch über die nachhaltige Entwicklung in Sachsen. In acht Workshops wurden Themen wie Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, Energie und Klima, Gesundheit, Städte und Ländlicher Raum sowie Wirtschaft und Innovationen diskutiert.

„Sachsen ist die Wiege der Nachhaltigkeit, denn vor über 300 Jahren wurde durch den sächsischen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz zum ersten Mal dieser Begriff geprägt. Sein Erbe ist für den Freistaat nicht nur Ehre, sondern vor allem Verpflichtung. Wenn wir für unsere Kinder und die zukünftigen Generationen die Grundlagen für eine lebenswerte Heimat erhalten wollen, müssen wir damit rücksichtsvoll und sorgsam umgehen. Die sächsische Nachhaltigkeitsstrategie soll uns auch zukünftig als Kompass dienen“ sagte Staatsminister Thomas Schmidt mit Verweis auf die notwendige Verankerung von Nachhaltigkeitsprinzipien in Politik und Gesellschaft.

Im Jahr 2013 hat der Freistaat die Nachhaltigkeitsstrategie „Sachsen hat Zukunft“ verabschiedet, die als politisches Leitbild für eine zukunftssichernde Entwicklung im Freistaat Sachsen dient. Die Sächsische Staatsregierung hat sich im letzten Jahr mit Veröffentlichung des ersten Nachhaltigkeitsberichts entschieden, die Nachhaltigkeitsstrategie für den Freistaat Sachsen fortzuschreiben. Die Strategie wird unter Federführung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschat überarbeitet.

Mit dem heutigen Verbändegespräch zur Fortschreibung der Strategie haben die Teilnehmer eine erste Möglichkeit, ihre Anregungen und Empfehlungen für eine Fortschreibung der Strategie direkt an die Sächsische Staatsregierung zu übermitteln. Minister Schmidt dankte den Teilnehmern des Verbändegesprächs, die sich für eine nachhaltige Entwicklung engagieren. „Alle Akteure sind in ihrem Verantwortungsbereich gleichermaßen gefordert, den Nachhaltigkeitsprozess für die Zukunft Sachsens zu unterstützen. Nachhaltigkeit muss auf allen gesellschaftlichen Ebenen stattfinden. Sie betrifft den Einzelnen genauso wie Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft.“

Das Gespräch ist der Auftakt eines dreiteiligen Beteiligungsverfahrens. Es soll dabei helfen, die Nachhaltigkeitsstrategie an die aktuelle Ausgangslage in Sachsen und globale Entwicklungen wie der Agenda 2030 der Vereinten Nationen anzupassen. Für das nächste Jahr sind eine Online-Konsultation und eine Dialogkonferenz geplant. Organisationen, Verbände, Vereine, überregionale und kommunale Netzwerke sowie zivilgesellschaftliche Akteure erhalten so mehrfach die Möglichkeit, sich in den Fortschreibungsprozess der Strategie einzubringen.

Hintergrund:

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wurde in Sachsen vor mehr als 300 Jahren geprägt. Der Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz plädierte in seinem im Jahr 1713 erschienenen Buch „Sylvicultura oeconomica oder Haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur Wilden Baum-Zucht“ erstmals für eine pflegliche Waldnutzung. Holzzuwachs und Holznutzung sollten sich die Waage halten. In diesem Zusammenhang tauchte erstmals der Begriff der „nachhaltenden“ Nutzung auf. Zunächst noch auf die Forstwirtschaft begrenzt, wurde das Prinzip der Nachhaltigkeit bald von anderen Disziplinen übernommen und trat seinen Siegeszug von Sachsen aus in die ganze Welt an. Wirtschaftliche Prosperität, ökologisches Gleichgewicht und soziale Gerechtigkeit müssen sich heute an der Nachhaltigkeit messen und in Einklang bringen lassen.

Der Freistaat orientiert sich bereits seit dem Jahr 2013 an einer Nachhaltigkeitsstrategie als Leitfaden für die zukünftige Entwicklung Sachsens. Sie wird aktuell von der Sächsischen Staatsregierung unter Federführung und Koordinierung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft fortgeschrieben.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Pressesprecher Robert Schimke

Telefon: +49 351 564 20040

Telefax: +49 351 564 20065

E-Mail: robert.schimke@smul.sachsen.de

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