Spitzenstämme aus Sachsen erzielen hohe Preise

23.01.2026, 09:02 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

/
Hochwertige Eichenstämme auf dem Submissionsplatz in der Dresdner Heide (© Thomas Rother, Staatsbetrieb Sachsenforst)

Hochwertige Eichenstämme auf dem Submissionsplatz in der Dresdner Heide (© Thomas Rother, Staatsbetrieb Sachsenforst)

Sachsenforst informiert über die Ergebnisse der 27. sächsischen Säge- und Wertholzsubmission 2026

Wertvolle Bäume aus privaten, kommunalen, kirchlichen und staatlichen Wäldern Sachsens erzielen hohe Preise auf dem Holzmarkt: Bei der 27. Säge- und Wertholzsubmission − eine Versteigerung nach schriftlich eingereichtem Gebot − wurden 397 hochwertige Stämme von insgesamt 40 sächsischen Betrieben aus dem privaten, kommunalen, kirchlichen und staatlichen Waldbesitz verkauft. Die Nachfrage ist sehr groß: Aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland kamen Interessenten auf den Submissionsplatz in die Dresdner Heide. Die Stämme werden nun zu hochwertigen und langlebigen Holzprodukten verarbeitet.

Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch: »Für die sächsischen Waldbesitzer ist die Submission eine hervorragende Möglichkeit, ihre wertvollen Stämme einem breiten Publikum anzubieten. Gerade für den Kleinprivatwald können so einzelne hochwertige Stämme einen besseren Absatz finden. Die hohe Qualität des Holzes ist bei Käufern äußerst geschätzt, und die Erlöse sind für die Waldbesitzer eine wichtige Einnahmequelle. Damit können sie Waldschäden beseitigen und betroffene Flächen wieder aufforsten. Hinzu kommt: das Spitzenholz aus Sachsen wird in hochwertigen Holzerzeugnissen wie edlen Möbeln, Furnieren oder Musikinstrumenten weiterleben. Das ist nachhaltige Forstwirtschaft und steht im besten Sinne für eine ökologische Wertschöpfung der Ressource Holz.«

Die wertvollen Stämme der Submission werden von der Holzbranche nach wie vor stark nachgefragt. So erzielte die diesjährige Submission einen Durchschnittserlös von 615 Euro pro Kubikmeter Holz. Thomas Rother, Abteilungsleiter Forstbetrieb bei Sachsenforst: »Bis die Bäume auf der Submission angeboten werden können, vergehen teilweise bis zu 150 Jahre. Dafür braucht es generationenübergreifende Geduld und Ausdauer beim jeweiligen Waldbesitzer. Die guten Preise sind die Wertschätzung für eine langjährige Pflege der Bäume, vor allem durch die Vorgängergenerationen.«

Sachsenforst unterstützt mit der Wertholzsubmission den privaten und körperschaftlichen Waldbesitz. »Mit der Wertholzsubmission bietet Sachsenforst eine Plattform, auf der die hochwertigsten Stämme gebündelt angeboten werden. Besonders für kleinere Waldbesitzer ist eine Vermarktung der wertvollen Hölzer sonst nicht möglich. Über die Submission finden spezialisierte Holzkunden und Waldbesitzer zusammen.« so Rother weiter.

Den höchsten Holzerlös je Kubikmeter erzielte dieses Jahr eine Stieleiche eines privaten Waldbesitzers aus dem Forstbezirk Leipzig. Für insgesamt 3.179 Euro (2.012 Euro je Kubikmeter) erwarb ein Furnierhersteller aus den Niederlanden den 71 Zentimeter starken und 4,0 Meter langen Stamm.

Ergebnisübersicht

Auf der diesjährigen Submission wurden Einzelstämme von 17 unterschiedlichen Baumarten angeboten. Vor allem Stiel- und Traubeneichen (435 Kubikmeter) sowie Roteichen (67 Kubikmeter) und Eschen (38 Kubikmeter) trugen zur insgesamt angebotenen Menge von über 700 Kubikmetern Wertholz maßgeblich bei. Fichte (56 Kubikmeter) und Lärche (44 Kubikmeter) dominierten das Nadelwertholz. Im Gegensatz zu den Vorjahren wurde mehr als die Hälfte der angebotenen Menge aus dem sächsischen Staatswald geliefert. Aus den Privatwald- (39 %), Kommunalwald- (5 %) und Kirchenwaldbetrieben (4 %) wurde die andere Hälfte der angebotenen Menge bereitgestellt. Hintergrund für die zurück gegangene Liefermenge aus dem Nichtstaatswald, besonders aus dem Privatwald, ist die Unsicherheit im Zusammenhang mit der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten. Diese sollte ab 30.12.2025 zur praktischen Anwendung kommen und verlangt von Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern, die ihr Holz verkaufen möchten, eine sogenannte Sorgfaltserklärung. Sachsenforst hat seine Sorgfaltserklärung im Herbst 2025 abgegeben.

Im Vergleich zum Vorjahr (508 Euro je Kubikmeter) stieg der durchschnittliche Erlös je Kubikmeter um circa 21 Prozent auf 615 Euro je Kubikmeter. Dies ist auf den deutlichen Preisanstieg bei Eichen (+14 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Die angebotenen Stämme des Bergahorns konnten für 338 Euro je Kubikmeter verkauft werden. Außerdem erzielten Roteichen mit 252 Euro je Kubikmeter ebenfalls einen guten Durchschnittspreis. Eschen erzielten einen Durchschnittspreis von 283 Euro je Kubikmeter. Für Fichtenholz höchster Qualität wurden 214 Euro je Kubikmeter gezahlt. Lärchenholz wurde für durchschnittlich 300 Euro je Kubikmeter verkauft. 57 Stämme fanden auf der Submission keinen Käufer.

Hintergrund

Die meisten der insgesamt rund 85.000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in Sachsen nennen aus forstwirtschaftlicher Sicht nur recht kleine Flächen ihr Eigen. Somit fehlt ihnen in der Regel der Marktzugang – also die Möglichkeit, besondere Stämme möglichst vielen Kaufinteressenten zu präsentieren. Mit der jährlichen Submission stellt Sachsenforst dafür die Plattform, um Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer aus Sachsen und Holzhändler aus ganz Deutschland und angrenzenden Ländern zusammen zu bringen.

Bei der Submission − einer Art der Versteigerung − erhält das höchste Gebot nach Auswertung aller Angebote den Zuschlag für einen Stamm. Potenzielle Kunden hatten seit Dezember vergangenen Jahres die Möglichkeit, die angebotenen Stämme in der Dresdner Heide zu begutachten und schriftliche Angebote in verschlossenem Umschlag bis zum 21. Januar 2026 einzureichen.

Weitere Informationen zur sächsischen Säge- und Wertholzsubmission erhalten Sie unter www.sbs.sachsen.de/submission-7803.html. Den Facebook-Auftritt von Sachsenforst erreichen Sie unter www.facebook.com/Sachsenforst. Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer finden umfangreiche Informationen im Waldbesitzer-Portal unter www.sachsenforst.de/waldbesitzer. Interessierte Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer können sich durch Sachsenforst, auch zu geeigneten Wertholzstämmen für die Submission, kostenlos beraten lassen.


zurück zum Seitenanfang