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22.11.2018, 12:00 Uhr

Kunstministerin ruft zur Teilnahme am Jahr der Industriekultur 2020 auf

Dr. Eva-Maria Stange: „Themenjahr wird reiche industriekulturelle Tradition Sach-sens erlebbar machen“

„Werden Sie aktiv! Nur wenn alle – Liebhaber, Kenner und Macher der Sächsischen Industriekultur – ihre Vorstellungen einbringen, wird es gelingen, Industriekultur mit dem Themenjahr 2020 auf anschauliche und lebendige Weise erlebbar zu machen. Wir wollen die reiche industrielle Geschichte, ihren Einfluss auf die im Freistaat lebenden Menschen und die Potentiale für die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, sagte Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange heute auf einer Auftaktveranstaltung zur Vorbereitung des Jahres der Industriekultur 2020 und ermunterte alle mit dem Thema befassten Akteure zur Teilnahme. Mit der Auftaktveranstaltung starten die Vorbereitungen zum Jahr der Industriekultur 2020. Unter diesem Dach werden sachsenweit Aktivitäten zusammengefasst und kommuniziert. Das Themenjahr soll auch die touristische Vermarktung des sächsischen industriekulturellen Erbes unterstützen. Organisiert wird das Themenjahr von der seit 2015 bei der Kulturstiftung des Freistaats angesiedelten Koordinierungsstelle Sächsische Industriekultur.

„Wir wollen mit dem Themenjahr verdeutlichen: Sachsen hat eine 500-jährige Industriekultur. Diese Geschichte sucht ihresgleichen“, unterstreicht Kunstministerin Dr. Stange. Sie ergänzt: „ Von Sachsen gingen wichtige Impulse der Industrialisierung nach Europa aus. Dass das Industriezeitalter die Lebensverhältnisse der Menschen in Sachsen vielfältig und nachhaltig beeinflusst hat, ist vielen grundsätzlich bekannt. Das spezifische Geflecht von Werten und Normen, von Handlungs- und Verhaltensmustern, die sich im Zuge Industrialisierung entwickelt haben und das Leben der in Sachsen lebenden Menschen prägen, wirkt bis in die Gegenwart vieler sächsischer Unternehmen. Deshalb sind die Zeugen der Industriekultur mehr als museale Gegenstände.“

Dr. Dirk Schaal, Koordinator Industriekultur, betont: „Mit dem Jahr der Industriekultur haben wir die einmalige Chance, dem Thema mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen und die handelnden Akteure besser miteinander zu vernetzen.“

Tobias Kobe, Kulturdezernat der Stadt Leipzig bemerkt: „Industriekultur spiegelt die Vielfalt der Stadt wieder. Für Leipzig spielen die Verknüpfungen des Themas zu Messe, Architektur, Kunst, Kultur, Unternehmertum, den Zeitzeugen mit ihren Geschichten eine zentrale Rolle. Mit der Einbindung von unterschiedlichen Partnern aus der Stadtgesellschaft soll es gelingen, bei den Menschen generationsübergreifend Entdeckerfreude für die Industriekultur zu wecken. Wir wollen mit den Unternehmern vor Ort auch die Frage diskutieren, welche Anforderungen Industrie an eine wachsende Stadt wie Leipzig mit ihren Herausforderungen hat. Und natürlich sind Gäste aus nahe und fern eingeladen, Industriekultur in Leipzig zu entdecken.“

Janine Endler, Kulturraumsekretärin des Kulturraums Vogtland-Zwickau, betont: „Das Sächsische Jahr der Industriekultur wird für unseren Kulturraum ein wichtiges Jahr. Hier kann man an zahlreichen Orten Industriekultur entdecken und erleben. Die Kulturraummitglieder haben bereits im Juni 2017 beschlossen, dass die Akteure im Bereich Industriekultur sowohl fachlich als auch finanziell unterstützt werden sollen. Neben der Einstellung einer Koordinatorin für den Bereich Industriekultur wurde eine gesonderte Förderrichtlinie beschlossen. In Kooperation mit der Tourismusregion Zwickau sollen die Angebote der Kulturraumregion national und international beworben werden. Ziel ist es sowohl den Einwohnern der Kulturraumregion als auch Touristen und dem Fachpublikum im Jahr 2020 ein anspruchsvolles, qualitativ hochwertiges Angebot zur Industriekultur anbieten zu können.“

Höhepunkt des Jahres wird die 4. Sächsische Landesausstellung mit ihrer zentralen Schau in Zwickau und den sechs Begleitausstellungen an authentischen Orten in Südwestsachsen. Im Jahr der Industriekultur 2020 wird in Museen, auf Veranstaltungen und an industriekulturell besonders geprägten Orten sachsenweit diese Besonderheit der sächsischen Geschichte präsentiert. Das Themenjahr wird die bestehende Vielfalt aller industriekulturellen Aktivitäten, ihre Bandbreite und die regionalen Besonderheiten sicht-bar machen. Diese werden auf dem Webportal www.industriekultur-in-sachsen.de veröffentlicht und verlinkt. Für die gemeinsame Vermarktung der industriekulturellen Projekte wurde als Dachmarke die Word-Bild-Marke „Jahr der Industriekultur 2020“ entwickelt. Unter dieser Dachmarke können industriekulturelle Angebote vermarktet werden. Vor wenigen Monaten hat die Koordinierungsstelle Sächsische Industriekultur bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen die Federführung für das Themenjahr übernommen. Die Koordinierungsstelle wird Information, Beratung, Förderung, Vernetzung und Koordinierung intensivieren und durch gezielte Maßnahmen zur Beteiligung von Akteuren, Öffentlichkeitsarbeit und Vermarktung ergänzen. Ab 2019 ist darüber hinaus für zwei Jahre eine Aufstockung des Förderprogramms für industriekulturelle Projekte bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen vorgesehen. Im Regierungsentwurf zum Doppelhaushalt 2019/2020 wurden statt der bisherigen 150.000 Euro pro Jahr nun jeweils 300.000 Euro eingeplant. Zudem werden Veranstaltungsformate, Programme und Preise für 2020 gezielt auf das Thema Industriekultur ausgerichtet.

  • Ansprechpartner:

Koordinierungsstelle Sächsische Industriekultur bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Dr. Dirk Schaal
Karl-Liebknecht-Straße 56, 01109 Dresden
Telefon: +49 (0)351 8848-35, Telefax: +49 (0)351 8848-016
E-Mail: industriekultur@kdfs.de

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