Arbeitsminister Martin Dulig zum Weltfrauentag am 8. März: „Einführung eines gesetzlichen Rückkehrrechts aus Teilzeit ist wichtiger Schritt nach vorn“

07.03.2018, 12:51 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Anlässlich des Internationalen Weltfrauentages am 8. März, zeigt sich Sachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig (SPD) unzufrieden mit der Gleichstellung von Männern und Frauen im Freistaat. „Frauen bilden mit knapp 51 Prozent die Mehrheit der erwachsenen Bevölkerung in Sachsen. Dennoch sind sie in vielen Bereichen nach wie vor deutlich schlechter gestellt als Männer, wie ein Blick in die Arbeitsmarktstatistik zeigt“, so Martin Dulig.

Laut statistischem Landesamt sind aktuell 76 Prozent aller Frauen zwischen 18 und unter 65 Jahren erwerbstätig, 61 Prozent von ihnen arbeiten Vollzeit. „In keinem Bundesland sind es mehr“, sagte Minister Martin Dulig. Jedoch sind 76 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten in Sachsen Frauen. Etwa jede vierte Frau in einer Teilzeittätigkeit würde gern mehr Arbeitsstunden leisten. „Die Arbeitszeitpolitik muss gerechter für beide Geschlechter werden und sich stärker an individuellen Lebenslagen orientieren“, erklärt Minister Dulig. „Daher ist die im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung erstmalig geplante Einführung eines gesetzlichen Rückkehrrechts aus Teilzeit ein sehr wichtiger Schritt hin zu Chancengleichheit und Gerechtigkeit.“

Minister Dulig ruft zu einer schnellen Umsetzung der Koalitionsvereinbarung zur Weiterentwicklung des Teilzeitrechts nach der Bildung der Bundesregierung auf. Die Tarifpartner in der Metall- und Elektroindustrie haben in ihrem jüngsten Tarifabschluss gezeigt, wie eine moderne, familiengerechte Regelung aussehen kann. Eine gesetzliche Regelung würde zu einer weiteren wesentlichen Verbesserung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen. „Damit können wir die Teilzeitfalle – welche vor allem Frauen betrifft - endlich entschärfen. Eine langjährige Forderung der Frauenbewegung wäre damit erfüllt.“

Die Regelung wird auch dazu beitragen, die Einkommenslücke von Frauen wesentlich zu verringern. Teilzeitbeschäftigung und die damit verbundenen Karrierenachteile bilden eine wesentliche Ursache für die nach wie vor bestehende schlechtere Bezahlung im Vergleich zu Männern. „Egal ob Mann oder Frau – In einer modernen Arbeitswelt und vor allem in der heutigen Zeit darf dieser Unterschied keine Rolle mehr spielen“, so Dulig weiter. „Eine Verbesserung liegt sowohl im Interesse der Frauen, ist aber auch ein wesentlicher Hebel zur Fachkräftesicherung insgesamt. Gerade hier im Osten sind unsere Frauen traditionell hervorragend qualifiziert und weitergebildet.“


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