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20.11.2017, 11:20 Uhr

Chinareise Minister Dulig - Station Nanjing

Gefragte Umwelttechnik und Werbung für das Reiseziel Sachsen

Von Yichang und Wuhan, den ersten beiden Stationen der Chinareise, ging es am Sonntag mit der Bahn weiter in die ehemalige Kaiserstadt Nanjing (einst Hauptstadt). Die sehr grüne Stadt zählt inzwischen über 8,8 Millionen Einwohner - noch vor 10 Jahren waren es nur knapp 3 Millionen. Nanjing gilt als schnellst wachsende Stadt Chinas.
Auf dem Programm von Wirtschaftsminister Martin Dulig und der mitgereisten Delegation standen heute (20. November 2017) Termine zur Vermarktung Sachsens als anziehendes touristisches Reiseziel und als attraktiver Kooperationspartner in Sachen Wirtschaft. „Tourismuswerbung ist auch Standortwerbung. Es ist wichtig, dass viele Menschen unser Land kennenlernen, davon zu Hause berichten und so auch weiter bekannt machen“, so Minister Dulig.
Mit der 36 Kilometer langen, begehbaren Stadtmauer aus der Ming-Zeit – auch „kleine Schwester der großen Chinesischen Mauer“ genannt, konnte der Bogen zu touristischen Highlights in Sachsen gespannt werden. Nanjing besitzt die längste Stadtmauer der Welt. Besucher in Königstein konnten sich in diesem Jahr in einer Sonderausstellung davon überzeugen. „Eine Ausstellung über dieses architektonische Meisterwerk gab es jüngst auf der Festung Königstein. Ich bin stolz darauf, dass die Festung ihrerseits eine Ausstellung im neuen Mauermuseum von Nanjing zeigen darf. Wohlgemerkt als Eröffnungsausstellung! Wir nutzen so die Chance, Sachsen als attraktiven und kulturell spannenden Ort in China zu präsentieren. Das ist eine große Chance für den Austausch und natürlich für den Tourismusstandort“, erklärte Minister Dulig an der Stadtmauer in Nanjing.
In Begleitung von Rudolf Scharping, Bundesminister a.D. (nun als Berater für Investoren in China tätig), besuchte die Delegation um Minister Dulig das John-Rabe-Haus. Der deutsche Kaufmann, auch als „Oskar Schindler Chinas“ bekannt, hatte eine Schutzzone für Chinesen während des Einmarschs der Japaner 1937 errichtet. Mehr als 200.000 Nanjinger konnten so dem Massaker und den Massenvergewaltigungen entgehen.
Im Zuge der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Öffnung Chinas wurde Nanjing wieder für ausländische Investoren zugänglich. Heute sind in den Industrieparks von Nanjing hunderte große und mittlere Produktionsbetriebe aus Europa niedergelassen. Unter anderem sind zahlreiche europäische Automobilhersteller und Zulieferer ansässig - sei produziert VW den Passat hier für den asiatischen Markt. Momentan werden in Nanjing die Weichen der Wirtschaft weg von der Abhängigkeit der Schwerindustrie, hin zu Zukunftsbranchen und Dienstleistungen gestellt. Benötig werden vor allem Experten für Umwelt-, Abwasserlösungen und Medizintechnik.

Im Beisein von Minister Dulig unterzeichnete am späten Nachmittag die Bergmann AG aus Penig einen Vertrag mit der „Nanjing International Water Hub2“. Bisher hat die Bergmann AG drei Pilotanlagen in China errichtet und eine Reihe von Engineeringprojekten durchgeführt. Dr. André Gerth, Vorstand der Bergmann AG, erklärte: „China ist ein wichtiger Zukunftsmarkt für uns. Mit der für Sommer 2018 geplanten Ansiedlung im Nanjing International Water Hub können wir die Bergmann Technologie weiterentwickeln und weiter für den chinesischen Markt anpassen. Der Nanjing Water Hub ist eines der faszinierendsten Projekte, welches ich in den vergangenen Jahren in China gesehen habe. Es hat einen interessanten Fokus auf Umweltentwicklung und Technologie. Hier hatten wir den Ehrgeiz, die ersten Deutschen zu sein, die in diesem Park investieren.“
Beim Nanjing International Water Hub handelt es sich um ein Technologiepark mit Laborausstattung auf 2.200 Quadratmeter und „Wet-Lab-Testflächen“, der von singapurischen und chinesischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen gemeinsam betrieben wird.
Dulig: „Ich bin froh, dass wir heute diese Unterzeichnung feiern können. Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen ist beispielgebend für andere und ein Vorbild, das Mut macht. Die Bergmann AG geht hier mit mutigen Schritten voran, was nicht selbstverständlich ist - aber für Sachsen typisch.“

Morgen reist die Delegation weiter nach Shanghai.

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