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15.05.2017, 10:33 Uhr

Impfungen retten Leben!

3. Tagung des Sächsischen Impftisches

»Wir müssen gemeinsam der Impfskepsis begegnen. Denn nur so können wir unsere Impfquoten in Sachsen dauerhaft verbessern. Die zunehmende Verunsicherung haben auch wir bei unserer sächsischen Umfrage zum Thema Impfen im letzten Jahr deutlich gespürt. Deshalb müssen wir gemeinsam immer wieder über die Notwendigkeit von Impfungen aufklären«, sagte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch bei der Eröffnung des 3. Sächsischen Impftisches in Dresden.

Am Sächsischen Impftisch tauschen sich Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Apotheker, Hebammen, Vertreter der Krankenkassen und des Öffentlichen Gesundheitswesens über Impffragen aus und verabreden gemeinsame Aktivitäten zur Verbesserung des Impfschutzes.

Auch die Masernausbrüche im Frühjahr in Sachsen brachten die bestehenden Impf- und Aufklärungslücken wieder zum Vorschein.

»Trotz des Engagements Vieler auf dem Weg zur Elimination der Masern haben wir das Ziel noch nicht erreicht«, so die Ministerin.

Deshalb sollen Impflücken noch gezielter bekämpft und Personengruppen mit besonderem Handlungsbedarf noch stärker in den Fokus genommen werden.

Ein erster Schritt wurde in diesem Jahr bereits mit der Änderung der sächsischen Impfempfehlung vollzogen. Die zweite Impfung gegen Mumps/Masern/Röteln wird nun schon ab dem 4. Lebensjahr empfohlen.

»Wir müssen die Kinder und deren Eltern erreichen, wenn sie noch zahlreich an den Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt teilnehmen. Die Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersuchungen lässt aber leider mit zunehmendem Alter nach«, erklärt der Kinderarzt Stefan Mertens. Spätestens zur Schulaufnahmeuntersuchung sollte ein vollständiger Impfschutz bei Jedem vorhanden sein.

Unwissenheit gibt es auch immer wieder bei der Abfrage des Impfstatus des pädagogischen Personals in Kitas und Schulen. Trotz wiederholter Ausbrüche in den letzten Jahren in Sachsen wissen viele Pädagogen nicht, ob sie ausreichend gegen Masern geschützt sind. Im Falle eines Ausbruchs und zur Vermeidung weiterer Ansteckung darf dann aber nur Personal mit ausreichendem Schutz weiter arbeiten. Das wird dem ungestörten Kita- oder Schulbetrieb hin und wieder zum Verhängnis. Dies wurde mit den Vertretern der Betriebsmedizin diskutiert.

Der Impftisch begrüßte die Entscheidung, noch in diesem Jahr sächsisches Unterrichtsmaterial zum Thema Infektionsschutz und Impfen einzuführen. Zudem wurden weitere Aktivitäten priorisiert.

Ein Hauptaugenmerk bei Impfaufklärung und Impfung wird dabei neben den Kindern vor allem auf den jungen Erwachsenen liegen.

»Gemeinsam muss es uns durch eine ehrliche und umfassende Aufklärungsarbeit gelingen, junge Erwachsene in die Lage zu versetzen, eine selbstständige Entscheidung fürs Impfen zu treffen. Damit sie für ihre Gesundheit und die ihrer (zukünftigen) Familie Verantwortung übernehmen können«, betonte Ministerin Barbara Klepsch zum Abschluss des Impftisches.

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