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Sachsen Vorbild bei Wasserversorgung und Hochwasserschutz

22.09.2014, 14:17 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Chinesische Vizeministerin besucht Freistaat

Sachsen ist ab heute (22. September 2014) Gastgeber für hohen Besuch aus dem Reich der Mitte. Die Vizeministerin für Wasserressourcen, Frau Cai Qihua, ist mit einer fünfköpfigen Delegation im Freistaat zu Gast, um sich bei einem zweitätigen Besuch über Fragen der Wasserversorgung und des Hochwasserschutzes, vor allem aber über die Zusammenarbeit mit Tschechien und Polen auf diesen Gebieten zu informieren. Auf dem Programm stehen Gespräche mit Vertretern des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft sowie Wissenschaftlern des „Center for Advanced Water Research“ des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und der Technischen Universität Dresden. Geplant ist außerdem die Besichtigung der Kläranlage der Stadtentwässerung Dresden. Zu dem anschließenden Empfang haben rund 35 Gäste aus mittelständischen Unternehmen und 15 Persönlichkeiten aus der Wissenschaft ihr Kommen zugesagt.

„Ich freue mich, dass die Vizeministerin nach Sachsen kommt und Rat bei unseren Fachleuten sucht“, sagte Umweltminister Frank Kupfer. „Der Freistaat hat auf dem Gebiet der grenzüberschreitenden Kooperation sehr viel Erfahrung, ob durch die Arbeit in der deutsch-polnischen und der deutsch-tschechischen Grenzgewässerkommission oder in den Gremien für die Flussgebietseinheiten von Oder und Elbe. Dieses Vertrauensverhältnis zu den Nachbarstaaten hat sich nicht zuletzt bei den Hochwasserereignissen ausgezahlt und Sachsen vor noch größeren Schäden bewahrt. Ich bin mir sicher, dass unseren Gästen aus China das Wissen und die Erfahrungen unserer Fachleute bei der Lösung ihrer Probleme weiterhelfen können. Es wäre erfreulich, wenn der Besuch der Auftakt zu einer längerfristigen Kooperation ist.“

Der Aufenthalt der chinesischen Delegation in Sachsen geht zurück auf die Reise von Umweltminister Frank Kupfer nach China im Oktober 2013. Der Minister war damals unter anderem im Ministerium für Wasserressourcen der Volksrepublik China zu Gast. Vertreter des Ministeriums hatten dabei nach den Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit in den Bereichen Wasserversorgung und Hochwasserschutz gefragt. China gehört zu den Staaten mit großem Wasserstress. Das Wasserdargebot beträgt nur ein Viertel des globalen Durchschnitts. Die stark wachsenden Ballungsräume sind jedoch auf eine gesicherte Wasserversorgung angewiesen. Darum muss sich China mit seinen Nachbarstaaten abstimmen, denn die Quellen der wichtigsten Flüsse befinden sich in den Grenzregionen. Von herausragender Bedeutung für die Wasserversorgung zahlreicher chinesischer Städte ist der Himalaya, der zu großen Teilen zu den Nachbarstaaten Nepal und Indien gehört.

Pressevertreter sind eingeladen, die chinesische Delegation am morgigen Dienstag (23. September) bei ihrem Besuch in Dresden zu begleiten. Treffpunkt für die Fachgespräche ist um 09.00 Uhr im Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Archivstraße 1. Presseoffen ist auch der Empfang zu Ehren der Delegation im Tagungszentrum Siebscheibenhalle der Stadtentwässerung Dresden von 18.00 bis 20.00 Uhr. Bitte melden Sie sich für Ihre Teilnahme bei der Pressestelle des SMUL an (presse@smul.sachsen.de, Tel. 0351 564 2053).


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Pressesprecher Robert Schimke
Telefon: +49 351 564 20040
Telefax: +49 351 564 20007
E-Mail: robert.schimke@smekul.sachsen.de
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