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24.04.2013, 13:50 Uhr

Weiter Hilfe für Feldlerche, Kiebitz und Rebhuhn

Kupfer: „Schutz von Bodenbrütern bleibt wichtige Aufgabe“

Sachsens Umweltminister Frank Kupfer hat heute (24. April 2013) in der Nähe von Radeburg (Landkreis Meißen) eine positive Bilanz zum Bodenbrüterprojekt des Freistaates gezogen. Zum Abschluss des zum Jahresende auslaufenden Projektes besichtigte der Minister die Flächen des Landwirtschaftsbetriebes von Christian Damme. Dieser hat auf seinem Acker bereits im fünften Jahr hintereinander in einer vernässten Mulde sogenannte Kiebitzinseln angelegt.

„Sie und 55 weitere Betriebe haben auf 1 296 Hektar Fläche an diesem Projekt mitgewirkt“, lobte der Minister. „Durch ihre Mithilfe konnten nicht nur Maßnahmen erprobt werden. Sie haben damit auch ganz praktisch einen Beitrag zur Erhaltung von Feldlerche, Kiebitz, Rebhuhn & Co. geleistet“. Neben den Maßnahmen des Bodenbrüterprojekts gibt es jedoch auch weitere Leistungen der Landwirte, die den Bodenbrütern zugutekommen. Allein an der Maßnahme „Brachestreifen auf Ackerland“ aus der Förderrichtlinie „Agrarumweltmaßnahmen und Waldschutz“ (AuW/2007), haben sich im Jahr 2012 279 Landwirte mit 2 258 Hektar beteiligt.

Der Freistaat hat das Bodenbrüterprojekt, mit dem der Schutz von Vogelarten wie Feldlerche, Kiebitz und Rebhuhn verstärkt werden soll, auf Beschluss des Landtags im Jahr 2009 gestartet. Es wird in enger Zusammenarbeit durch den Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e. V. und dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) umgesetzt. In mehreren Erprobungsgebieten, die zugleich wichtige Rückzugsgebiete von Kiebitzen und Rebhühnern sind, wurden Maßnahmen wie Kiebitzinseln, Rebhuhnstreifen oder Feldlerchenfenster initiiert und begleitet. Für den damit verbundenen Ertragsausfall und Mehraufwand erhielten die Landwirte eine Vergütung. Informationstafeln am Rand der Flächen machen auf die Leistungen der Betriebe für den Artenschutz aufmerksam.

„Das Bodenbrüterprojekt hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Kupfer. „Die Erkenntnisse werden uns helfen, künftige Naturschutzmaßnahmen gezielt auszugestalten“. Vor allem Arten wie Rebhuhn und Kiebitz kommen in Sachsen nur noch in wenigen Rückzugsgebieten vor. „Wir wollen für den Erhalt dieser Arten sowohl künftige EU-Förderprogramme als auch andere Instrumente nutzen, wie produktionsintegrierte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen“. Bis dahin wird das Bodenbrüterprojekt weitergeführt.

Weitere Informationen unter www.natur.sachsen.de und www.vogelschutzwarte-neschwitz.de

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