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"Risiko Erde" - Konferenz zu Möglichkeiten des Umgangs mit Naturkatastrophen in Leipzig eröffnet"Risiko Erde" - Konferenz zu Möglichkeiten des Umgangs mit Naturkatastrophen in Leipzig eröffnet

02.03.2009, 12:50 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Dr. Eva-Maria Stange: "Forschung und Ausbildung gerade auf diesem Gebiet wichtiges Thema"

Der Freistaat Sachsen will sich künftig an der Ausbildung von Katastrophenexperten beteiligen. Darüber informiert Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute im Anschluss an die Eröffnung der Konferenz "Risiko Erde? Vulnerabilität, Naturgefahren, integrierte Anpassungsstrategien" an der Universität Leipzig. "Forschung und Ausbildung gerade auf diesem Gebiet sind ein wichtiges Thema." Mit der Einführung modularisierter Studiengänge in Sachsen biete sich gerade jetzt die Gelegenheit, Master-Programme aufzubauen, die ihre Teilnehmer dafür qualifizierten, lokale Anpassungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Dies sei besonders angesichts der Auswirkungen des Klimawandels auf Extremwetterereignisse - auch in Sachsen - wichtig.

"Wissenschaft, Politik und Katastrophenschutz müssen dabei eng zusammenarbeiten", so Ministerin Dr. Stange. Die heute in Leipzig eröffnete Konferenz plane am Ende eine sogenannte "Leipziger Deklaration" zu verabschieden, die sich für ein modulares Ausbildungssystem zukünftiger Katastrophenexperten aussprechen soll. Sie begrüße und unterstütze diese Bemühungen nachdrücklich, sagte die Ministerin. Interdisziplinarität - auch über universitäre Grenzen hinaus - sei eine der zentralen Voraussetzungen für Erfolg.

"Sachsen hat Erfahrung mit Naturkatastrophen, insbesondere mit Hochwasser", erinnerte die Ministerin an das Jahrhunderthochwasser im Sommer 2002 mit einer Bilanz von 12 Todesfällen und einem materiellen Schaden von 6 Milliarden Euro. Diese Katastrophe habe den Sachsen deutlich vor Augen geführt wie wichtig es sei, Strategien für präventive Maßnahmen zur Anpassung an potentielle Naturgefahren zu entwickeln. Die Ministerin verwies dabei auf die Arbeit des Regionalen Klimabüros am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. Darüber hinaus widme sich die Universität Leipzig vor allem den sozialen und politischen Aspekten im Kontext von Katastrophen. In Dresden biete die Fakultät für Geo-, Forst- und Hydrowissenschaften Kurse zu Strategien im Risikomanagement angesichts der Erderwärmung an und forsche auch auf diesem Gebiet. Das Institut für Wasserbau und technische Hydromechanik führe Forschungsprojekte zu Flutschutzsystemen durch.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Pressesprecher Falk Lange

Telefon: +49 351 564 60200

E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de

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