Ministerpräsident würdigt Rolle der Katholischen Kirche für friedliches Zusammenleben

24.09.2026, 15:01 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Kretschmer trifft Papst Leo XIV. – Weiterer Schwerpunkt der Reise war Zusammenarbeit mit der italienischen Partnerregion Latium

Rom (24. September 2026) - Ministerpräsident Michael Kretschmer hat das Engagement der Katholischen Kirche für ein friedliches Zusammenleben in der Welt hervorgehoben.

Die Kirche habe auch einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass die Friedliche Revolution und die Deutsche Einheit möglich geworden seien, sagte Kretschmer nach einem Besuch im Vatikan und einer Privataudienz bei Papst Leo XIV..

Zugleich würdigte er das Wirken der Katholischen Kirche in den vergangenen Jahrzehnten im Freistaat. Er verwies dabei auch auf die wieder- oder neugegründeten Schulen und auf die vielen Angebote im sozialen Bereich. »Ohne das Engagement der Katholischen Kirche wäre unser Freistaat nicht so reich und nicht so stark«, sagte der Regierungschef und erinnerte daran, dass mit dem Staatskirchenvertrag vor 30 Jahren die Grundlage für das Miteinander von Staat und Kirche gelegt worden war.

Während der Audienz überreichte der Ministerpräsident dem Papst einen original sächsischen Stollen. Das traditionelle Gebäck wurde eigens für den Besuch von der Konditorei Neubert im Erzgebirge gefertigt. Ein weiteres Geschenk aus Sachsen war ein Herrnhuter Stern, der vom 8. Dezember an die Adventskrippe des Heiligen Stuhls auf dem Petersplatz schmücken wird.

An der Delegationsreise in die italienische Hauptstadt Rom und den Vatikan nahmen neben dem Ministerpräsidenten auch die Staatsministerinnen Barbara Klepsch, Regina Kraushaar und Constanze Geiert teil.

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise war die Zusammenarbeit mit der italienischen Partnerregion Latium. Nach einem Treffen mit dem Präsidenten der Region, Francesco Rocca, lobte Kretschmer die über viele Jahre gewachsene »sehr fruchtbare und sehr lebendige Partnerschaft«. »Uns verbindet die Überzeugung, dass wir ein Europa der Regionen brauchen und dass in diesem Europa der Regionen ganz viele Chancen liegen.« Er freue sich, dass die gemeinsame Zusammenarbeit fortgeführt werde. Dazu wurde eine entsprechende Erklärung unterzeichnet. Demnach soll die bisherige enge Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst, Kultur, Tourismus und Denkmalpflege weiter ausgebaut werden. Weitere wichtige Themen sind nachhaltige Landwirtschaft, Justiz und Gesundheit. Sachsen und die italienische Hauptstadt-Region hatten ihre Regionalpartnerschaft vor fast genau zehn Jahren am 18. Oktober 2016 begründet.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Staatskirchenvertrags nahm der Ministerpräsident am Mittwochabend an einem Gottesdienst sowie an einem anschließenden Empfang im Päpstlichen Institut Santa Maria dell’Anima teil. Der Staatskirchenvertrag war 1996 unterzeichnet worden. Der Freistaat gewährleistet damit unter anderem die Freiheit des Bekenntnisses und der öffentlichen Ausübung des katholischen Glaubens und stellt die Religionsausübung unter gesetzlichen Schutz. Darüber hinaus regelt das Dokument auch die Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat und dem Heiligen Stuhl.


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