Neuer Rekord: 63 Kommunen beteiligen sich am sächsischen Innenstadt-Wettbewerb »Ab in die Mitte!«
20.09.2026, 09:15 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Von Eilenburg bis Eibenstock und Werdau bis Weißwasser: 77 Vorhaben zum Jahresmotto »Cooler Kern statt grauer Stein« eingereicht | Alle Projekte erstmals öffentlich einsehbar | Preisverleihung durch Wirtschaftsminister Dirk Panter am 6. November in Leipzig
Der 23. Innenstadtwettbewerb »Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen« verzeichnet eine neue Rekordbeteiligung. Nach dem bisherigen Allzeithoch im vergangenen Jahr (61 Projekte aus 53 Kommunen) haben sich im laufenden Wettbewerb, der unter dem Motto »Cooler Kern statt grauer Stein« steht, 63 Kommunen mit insgesamt 77 Vorhaben beworben. Allein 18 Bewerber kommen aus dem Erzgebirgskreis; neun Kommunen beteiligen sich zum ersten Mal. Der Freistaat stellt auch in diesem Jahr mehr als 300.000 Euro für die Preisgelder bereit. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter wird die überzeugendsten Vorhaben am 6. November auf der Messe »denkmal 2026« in Leipzig auszeichnen.
Passend zum Jahresmotto beschäftigen sich die eingereichten Projekte überwiegend mit der Belebung innerstädtischer Plätze durch mehr Grün, Schatten, Wasserspiele, Treffpunkte und Sitzgelegenheiten sowie weiterer »cooler« Gestaltungselemente. Erstmals sind alle Projektskizzen vor der Juryentscheidung und Bekanntgabe der Preisträger auf der Homepage des Wettbewerbs (www.abindiemitte-sachsen.de) einsehbar.
Die Schirmherrschaft, die jährlich zwischen den Staatsministerien für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (SMWA) und Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL) wechselt, liegt 2026 beim SMWA. Wirtschaftsminister Dirk Panter zeigt sich vom Engagement der Kommunen beeindruckt: »Sachsens Städte und Gemeinden wissen um den Wert ihrer Ortszentren und wollen sie aktiv gestalten. Das verdient Anerkennung und Unterstützung. Unser Innenstadtwettbewerb beflügelt den Gestaltungswillen vor Ort und macht die vielen nachahmenswerten Ideen sichtbar. Die Jury wird es wieder einmal schwer haben, die besten Projekte auszuwählen. Ich drücke allen Bewerbern die Daumen und freue mich auf die Preisvergabe im November.«
Die für Stadtentwicklung zuständige Staatsministerin Regina Kraushaar ergänzt: »Wer junge Menschen an der Gestaltung ihrer Stadtmitte beteiligt, gewinnt auf ganzer Linie: Man bekommt neue, frische Ideen, und die Verbundenheit der jungen Menschen mit der Heimat wird gestärkt. Die Rekordbeteiligung zeigt, dass es den Verantwortlichen in unseren Kommunen sehr wichtig ist, dass die Mitte unserer Städte Orte der Begegnung und des Alltags bleiben – aber mit deutlich mehr Grün, Schatten und Raum zum Verweilen.«
Diese Städte und Gemeinden sind 2026 im Rennen:
- Landkreis Bautzen (2 Teilnehmer): Bautzen, Kamenz
- Erzgebirgskreis (18): Annaberg-Buchholz, Aue-Bad Schlema, Ehrenfriedersdorf, Eibenstock, Elterlein, Grünhain-Beierfeld, Marienberg, Oberwiesenthal, Oelsnitz, Pockau-Lengefeld, Schneeberg, Schwarzenberg, Stollberg, Stützengrün, Thalheim, Waldkirchen, Verwaltungsverband Wildenstein, Zschopau
- Landkreis Görlitz (6): Görlitz, Löbau, Niesky, Ostritz, Weißwasser, Zittau
- Landkreis Leipzig (8): Bad Lausick, Borna, Colditz, Frohburg, Grimma, Markranstädt, Naunhof, Wurzen
- Landkreis Meißen (4): Großenhain, Meißen, Radebeul, Strehla
- Landkreis Mittelsachsen (9): Augustusburg, Burgstädt, Döbeln, Flöha, Hainichen, Leisnig, Mittweida, Oederan, Roßwein
- Landkreis Nordsachsen (4): Delitzsch, Eilenburg, Mügeln, Taucha
- Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (4): Freital, Liebstadt, Pirna, Sebnitz
- Vogtlandkreis (1): Lengenfeld
- Landkreis Zwickau (6): Glauchau, Hohenstein-Ernstthal, Limbach-Oberfrohna, Meerane, Werdau, Wildenfels
- Kreisfreie Städte (1): Chemnitz
Hintergrund
Der Wettbewerb »Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen« ist im Freistaat ein erfolgreiches Instrument zur kreativen und nachhaltigen Innenstadtbelebung. Bei dem 2004 ins Leben gerufenen Wettbewerb handelt es sich um eine »Public Private Partnership« – eine von der privaten Wirtschaft (Industrie- und Handelskammern und weitere Sponsoren) gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen getragene Initiative. Alle Kosten, die über die Preisgelder hinausgehen, trägt die Wirtschaft.
Der erste Preis ist mit 60.000 Euro dotiert, die beiden zweiten Preise mit jeweils 40.000 Euro und die drei dritten Preise mit jeweils 20.000 Euro. Darüber hinaus werden Sonder- und Anerkennungspreise verliehen. Das SMWA lobt wieder den Sonderpreis »Einzelhandel« und das SMIL den Sonderpreis »Innovative Jugend« aus. Diese beiden Sonderpreise der Ministerien sind mit jeweils 15.000 Euro dotiert.