Presseinladung Moorevitalisierung im Vogtland
04.06.2026, 08:39 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Pressetermin zu den Wiederherstellungsarbeiten am "Moor am Roten Fluss"
Um Ihnen die Arbeiten und die Verwandlung dieser Landschaft vor Ort vorzustellen, lädt Sie der Forstbezirk Eibenstock herzlich zu einem exklusiven Vor-Ort-Termin ein.
Datum: Dienstag, 09.06.2026
Uhrzeit: 10:00 Uhr
Treffpunkt: Wanderparkplatz Klingenthaler Straße / Floßbahn
(Link zu Google Maps:
https://maps.app.goo.gl/T9ShmYArPq2Jf2FU6)
Westlich des Vogtlandsees startet der Forstbezirk Eibenstock die Wiedervernässung einer zehn Hektar großen Fläche. Das Ziel: Die Renaturierung, sprich Wiederherstellung, des »Moors am Roten Fluss«. Intakte Moore sind im Kampf gegen den Klimawandel unersetzlich. Sie binden hocheffizient CO2, fungieren als gigantische Wasserspeicher für die umliegenden Wälder und bieten als einzigartige Biotope seltenen Pflanzen- und Tierarten einen geschützten Lebensraum. Dieses Projekt wird durch das Bundesministerium für Umwelt,
Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit nach der Förderrichtlinie 1.000 Moore zu 90 % der Kosten gefördert. 10 % der Finanzierung trägt der Staatsbetrieb Sachsenforst.
Es schließt sich an die Projekte an, die in den vergangenen Jahren im Forstbezirk Eibenstock erfolgreich umgesetzt werden konnten.
Das betroffene Areal im Quellgebiet des Vogtlandsees gleicht schon heute einer skandinavischen Landschaft. Nur noch vereinzelte Bäume ragen aus dem Boden, der von dichten Moosteppichen und Heidekraut bedeckt ist. Seit Anfang Mai arbeiten hier Bagger und Radlader, um Maßnahmen aus der Vergangenheit zu korrigieren. Im 19. Jahrhundert wurde
das Gebiet systematisch über Gräben entwässert, um es forstwirtschaftlich zu nutzen. Dabei wurden ca. 5 km Entwässerungsgräben angelegt. Nun wird die Landschaft in ihren Ursprungszustand zurückversetzt.
Auf Basis digitaler Geländemodelle und hydrologischer Analysen wurden etwa 100 Standorte für Stauwerke festgelegt. Die alten Entwässerungsgräben werden mit Lehm- und Torfplomben sowie Holz- und Stahlspundwänden blockiert; 43 Torfstaue, 46 Holzstaue (»Holz von hier«), 6 Lehmstaue, 5 Staue aus Stahlspund für Erosionsminimierung in einem besonders tiefen Graben.
Auf einer Länge von 1,1 km werden Gräben mit einem »Ersatztorf« aus Sägemehl-Hackschnitzelgemisch verfüllt. Dafür werden rund 3.000 m³ des Sägemehl-Hackschnitzelgemisch benötigt. Die Arbeiten und Materiallieferungen werden durch regional ansässige Auftragnehmer realisiert.
Zur Erfolgskontrolle wird ein Monitoring mit 5 Grundwasserpegeln und das vollautomatisierte Monitoring der Gewässergüte am Moorabfluss durchgeführt.
Wir freuen uns sehr über Ihre Teilnahme und bitten um eine kurze Anmeldung per E-Mail eibenstock.poststelle@sachsenforst.sachsen.de oder telefonisch unter 03775255290
Für Rückfragen und Interviewwünsche vorab stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur
Verfügung.