Ein Frühlingstag in der Natur – Erlebnis Streuobstwiese
23.04.2026, 14:28 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Streuobstwiese Freital mit einem Insektenkundler entdecken
Jedes Jahr am letzten Aprilwochenende rücken europaweit unter dem Motto #streuobstueberall Streuobstwiesen ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) lädt aus diesem Anlass alle Interessierten am
25. April zu einer Entdeckertour nach Freital-Weißig ein. Gemeinsam mit dem Insektenexperten Dr. Jörg Lorenz lernen diese auf der stiftungseigenen Streuobstwiese die hier lebenden Insektenarten kennen. Ein Blick durch das Stereomikroskop liefert unerwartete und auch völlig neue Perspektiven. Ebenso erfahren sie an dem Tag viel Neues und Unbekanntes über das Ökosystem Streuobstwiese. Auch ein typisches Produkt dieses Lebensraums können sie hier genießen - ein leckeres Gläschen Streuobstwiesensaft.
Ob zur Blütezeit im Frühjahr oder zur Erntezeit im Herbst – eine Streuobstwiese bietet zu jeder Jahreszeit etwas Besonderes. Die bizarren, vereisten Äste im Winter, die faszinierende Obstbaumblüte, die schattenspendenden Kronen im Sommer und die prächtigen farbenfrohen Früchte im Herbst. Die ökologisch wie kulturell wertvollen Flächen sind aber bedroht: Ihre Überbleibsel zählen zu den gefährdetsten Lebensräumen Europas. In Sachsen stehen Streuobstwiesen daher unter besonderem gesetzlichen Schutz – denn sie sind nicht nur Teil unserer Kulturlandschaft, sondern auch unverzichtbar für die Artenvielfalt.
Hintergrundinfos
Obstbäume prägen seit vielen Jahrhunderten unsere Kulturlandschaft. Sie sind Begleiter des Menschen. Wo es sich anbot, wurden hochstämmige Obstbäume gepflanzt: in Gruppen, Reihen oder verstreut in der Landschaft stehend. Ebenso fanden sie ihren Platz an Bauernhöfen, in Gärten, an Straßen oder Wegen, auf Wiesen.
Viele alte Obstsorten sind heute kaum noch bekannt. Weit über 1.000 Apfelsorten gab es in Deutschland. Höchstens zehn von ihnen findet man heute in den Regalen der Supermärkte. Diese kommen in der Regel aus großen Plantagen mit niederstämmigen Monokulturen.
Die Fläche der Streuobstbestände in Deutschland ist seit 1950 stark zurückgegangen, auch die letzten Reste sind gefährdet, unter anderem durch fehlende Pflege.
Streuobstbestände gehörten einst zu den vielfältigsten und – mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten – artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Sie haben enorme Bedeutung für die Erhaltung der Sortenvielfalt, den Klima-, Boden- und Wasserschutz, für das Bild und den Erholungswert der Landschaft.
Ort: Streuobstwiese Freital-Weißig, Bushaltestelle Schulstraße
Tag, Zeit: 25.04.2026, 14.00 - 16.30 Uhr
Kontakt: Dorit Reppe; Tel 0351/ 81416 753
Anlaufstelle: Bushaltestelle Freital-Weißig Schulstraße in unmittelbarer Nähe
zur Streuobstwiese.
Anfahrt: Streuobstwiese nicht per Auto erreichbar, es stehen nur sehr
wenige Parkplätze im Ort zur Verfügung. Vorzugsweise per ÖPNV
(HS Freital Weißig Schulstraße) anreisen:
Bus Li. 164 (Stadtbus 164 Ri. Kleinopitz) über Freital S-Bf. / Busbhf.
Deuben