Tag des Baumes 2026 – die Zitterpappel als wichtiger Pionierbaum für Wiederbewaldung
24.04.2026, 15:53 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Sachsens Umwelt- und Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch erinnert anlässlich des »Tages des Baumes« am 25. April an die bedeutende Rolle, die Bäume und Wälder für Menschen und Umwelt haben. »Der diesjährige Baum des Jahres, die Zitterpappel, ist dafür ein besonders gutes Beispiel. Als klassischer Pionierbaum besiedelt sie ganz ohne unser Zutun rasch kahle Flächen. Damit unterstützt diese genügsame Baumart wirkungsvoll die erforderliche Wiederbewaldung.«
Gemeinsam mit anderen Sukzessionsbaumarten wie Birke, Eberesche oder Salweide bildet die Zitterpappel oft einen sogenannten Vorwald. In dessen Schutz können später Baumarten wie Tanne, Eiche oder Buche angepflanzt werden. Damit entsteht ein arten- und strukturreicher Mischwald. Im Schatten der Pionierpflanzen sind die jungen Bäumchen vor Frost geschützt und können sich im Laufe der Zeit gegenüber den konkurrenzschwächeren, weniger langlebigen Pionierbäumen durchsetzen. »So entwickelt sich schlussendlich der Wald der Zukunft, und die Zitterpappel stellt dabei häufig eine erste, gerade aus Sicht der Waldbesitzer ganz unentgeltliche Komponente dar«, so Staatsminister von Breitenbuch.
Die Lichtbaumart Zitterpappel verfügt über ein breites ökologisches Spektrum. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Westeuropa bis nach Ostasien. Sie gehört zu den auffälligsten heimischen Laubbäumen. Doch nicht nur ihre Erscheinung macht sie besonders – sie ist auch für viele Tiere und Pflanzen von großer Bedeutung. Für mehr als 200 Schmetterlingsarten dienen ihre Blätter als Futterquelle, Spechte und andere Tierarten nutzen die Höhlen in ihrem weichen Holz, vielen Singvögeln bietet sie ein reiches Nahrungsangebot. Damit ist die Zitterpappel eine wichtige Baumart für den Erhalt der Artenvielfalt in den heimischen Wäldern.
Hintergrund:
Der Tag des Baumes wurde am 27. November 1952 von den Vereinten Nationen beschlossen. In Deutschland führte die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) den Aktionstag ein, um auf die Übernutzung der Wälder nach dem Krieg aufmerksam zu machen. Heute ist der Tag vielerorts Anlass für Mitmachaktionen für den Baum- und Waldschutz, um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken.