Neuerscheinung »Denkmalpflege in Sachsen – Jahrbuch 2022«

01.04.2026, 15:26 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Titel des Jahrbuchs 2022 mit Pirna-Sonnenstein, Blick ins Treppenhaus des Speisehauses des ehemaligen VEB Entwicklungsbau Pirna mit den Wandbildern von Bruno Dolinski und Bruno Groth (© Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Sven Pank)

Titel des Jahrbuchs 2022 mit Pirna-Sonnenstein, Blick ins Treppenhaus des Speisehauses des ehemaligen VEB Entwicklungsbau Pirna mit den Wandbildern von Bruno Dolinski und Bruno Groth (© Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Sven Pank)

Das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen (LfD) setzt mit dem Jahrbuch seine 30-jährige Publikationstradition fort. Die aufgrund personeller Engpässe erst jetzt erschienene Ausgabe bietet auf rund 200 reich bebilderten Seiten einen umfassenden Einblick in aktuelle Projekte, neueste Forschungsergebnisse und Entwicklungen der sächsischen Denkmalpflege.

Vorgestellt werden unter anderem Erkenntnisse zur Baugeschichte der Dorfkirche Wasewitz und von Schloss Dahlen sowie bedeutende Restaurierungsprojekte, darunter ein um 1500 entstandenes Altarretabel aus Großbardau (heute im GRASSI Museum in Leipzig), der Göding-Altar in der Kirche zu Lohmen sowie chinoise Seidentapeten in Schloss Wildenfels.
Die Bedeutung der Provenienzforschung zeigt die Untersuchung einer Renaissance-Skulptur, die heute im Bestand des Metropolitan Museums of Art in New York ist und dem Augsburger Bildhauer Hans Daucher zugeschrieben wurde. In Veröffentlichungen findet sich fälschlicherweise die Vermutung, dass sie ursprünglich im Meißner Dom aufgestellt gewesen sei, was widerlegt werden konnte. Weitere Beiträge widmen sich den restaurierten Altakten der Topografischen Registratur und der Geschichte der Dokumentationssammlung des LfD als zentralem Fundament der Denkmalpflege im Freistaat Sachsen.
Auch aktuelle Herausforderungen werden thematisiert: So werden der Umgang mit baulichen Hinterlassenschaften aus der Zeit des Nationalsozialismus am Beispiel des Konzentrationslagers Sachsenburg vorgestellt und Wege für eine kritische Auseinandersetzung mit diesem schwierigen Erbe aufgezeigt. Darüber hinaus verdeutlicht ein Aufsatz die Bauleistungen der Kirchen in der DDR am Beispiel des Bistums Dresden-Meißen für den Zeitraum 1969 bis 1986. Auch über die erfolgreiche Rettung von vier Wandreliefs aus dem ehemaligen Robotron-Gebäude in Leipzig wird berichtet. Abgerundet wird der erste Teil des Jahrbuchs durch Beiträge zur denkmalpflegerischen Rahmenzielplanung für den Promenadenring Leipzig sowie zu Fragen der Langzeitklimamessung in historischen Gebäuden.
Der zweite Teil dokumentiert ausführlich den nach der Corona-Pandemie wieder aufgenommenen Veranstaltungskalender des LfD. Besonders hervorzuheben ist hier die bundesweite Eröffnung des Tages des offenen Denkmals® 2022 in Leipzig. Daneben wird über die Gründung des Denkmalnetz Sachsen als ein Beratungsnetzwerk für Denkmalbesitzer und -interessierte im Freistaat Sachsen informiert.

Mit dem Jahrbuch hat sich das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen ein überregional beachtetes Referenzmedium geschaffen, das das Selbstverständnis der Denkmalpflege im Freistaat widerspiegelt und zugleich aktuelle Forschungsergebnisse und fachliche Entscheidungen dokumentiert. Diese erfolgreiche Publikationstradition wird mit dem Jahrbuch 2023 fortgeführt.

Das Jahrbuch ist erhältlich über den Buchhandel und zu bestellen beim Verlag:

Landesamt für Denkmalpflege (Hg.):
Denkmalpflege in Sachsen. Jahrbuch 2022. Mitteilungen des
Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen. Dresden 2026
ISBN 978-3-95498-914-0, Preis: 15,00 €,
200 Seiten mit 259 meist farbigen Abbildungen
Sandstein Kultur GmbH, Goetheallee 6, 01309 Dresden
Tel. 0351 44078-26, Fax 0351 44078-12,
E-Mail: verlag@sandstein-kultur.de


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