Kulturministerin Barbara Klepsch: »Ostern steht in Sachsen für lebendige und vielfältige Traditionen und kulturelle Identität.«
02.04.2026, 09:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch weist auf die Bedeutung des Osterfestes als Ausdruck kultureller Identität und lebendiger Traditionen in Sachsen hin: »Ostern mit seinen zahlreichen Traditionen und Bräuchen spielt im Freistaat eine wichtige kulturelle Rolle. Besonders bekannt sind die sorbischen Osterbräuche wie das kunstvolle Verzieren von Ostereiern und das Osterreiten. Das Osterfest zieht jedes Jahr tausende Gäste nach Sachsen, die die besondere Atmosphäre der Traditionen miterleben möchten. Ich wünsche allen frohe und gesegnete Ostern! Žohnowane jutry!«
Neben den sorbischen Osterbräuchen existieren im gesamten Freistaat viele weitere zahlreiche österliche Bräuche und Traditionen wie die erzgebirgische Holzkunst sowie festliche Gottesdienste und Konzerte.
Zu den Osterbräuchen der Sorben zählen unter anderem das Ostersingen/ Passionssingen, das Osterfeuer, das Osterwasser holen, das Eierschieben in Bautzen und das Ostereierverzieren sowie das traditionelle Osterreiten, das seit vielen Jahrhunderten ein bedeutender sorbischer und religiöser Brauch ist. Rund 1.500 Reiter sind in der Region zwischen Kamenz/ Kamjenc, Hoyerswerda/ Wojerecy und Bautzen/ Budyšin unterwegs, um die österliche Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi zu verkünden.
Die Osterreiter (sorb.: křižerjo, d.h. Kreuzreiter) tragen auf festlich geschmückten Pferden die Osterbotschaft mit Chorälen und Gebeten vorwiegend in sorbischer Sprache in die jeweilige Nachbarkirchgemeinde. Insgesamt sind in der sorbischen Oberlausitz neun Prozessionen aus acht katholischen Pfarrgemeinden und dem Kloster St. Marienstern unterwegs. Das Osterreiten zieht zahlreiche Gäste aus Nah und Fern in die sorbische Oberlausitz.
Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) ist innerhalb der Staatsverwaltung für die Angelegenheiten der Sorben zuständig und setzt die Verpflichtungen aus der Sächsischen Verfassung um. Darin enthalten ist das Recht auf Bewahrung der sorbischen Identität sowie auf Pflege und Entwicklung der angestammten Sprache, Kultur und Überlieferung der im Freistaat lebenden Bürgerinnen und Bürger sorbischer Volkszugehörigkeit. Das SMWK setzt diesen Verfassungsauftrag durch verschiedene Maßnahmen zur Förderung der sorbischen Sprache und Kultur um und nimmt, insbesondere in der Funktion der Beauftragten für die Angelegenheiten der Sorben, auch eine koordinierende Funktion zwischen allen weiteren Ressorts der Sächsischen Staatsverwaltung wahr.