Masterplan Region Chemnitz/Südwestsachsen: Lenkungskreis nimmt Arbeit auf
17.12.2025, 16:01 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Staatsministerin Kraushaar: "Der Lenkungskreis ist eine wichtige Struktur für die enge Zusammenarbeit zwischen Region und Staatsregierung"
Der Lenkungskreis der Sächsischen Staatsregierung für den Masterplan Südwestsachsen ist heute (17. Dezember 2025) zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Mit dem Treffen auf Ebene der Staatssekretärinnen und Staatssekretäre nimmt damit ein zentrales Begleitgremium für die Erstellung der regionalen Zukunftsstrategie in Südwestsachsen seine Arbeit auf, nachdem in der vergangenen Woche in der Region der offizielle Startschuss für den Masterplan gefallen ist. Aufgabe des Lenkungskreises ist es, den Prozess strategisch zu begleiten, die Arbeit des Regionalkonvents eng mit der Staatsregierung zu verzahnen sowie die Umsetzbarkeit der entwickelten Maßnahmen und Projektideen hinsichtlich ihrer fachlichen Tragfähigkeit und strategischen Relevanz sicherzustellen.
Staatsministerin Regina Kraushaar: »Mit dem Lenkungskreis sichern wir die enge Zusammenarbeit zwischen Region und Staatsregierung. Südwestsachsen ist mit einem tiefgreifenden Wandel konfrontiert – deshalb ist es entscheidend, dass regionalpolitische Strategien und die Expertise der regionalen Akteure mit den Erfahrungen und Kompetenzen der Staatsregierung von Anfang an zusammengeführt werden. Der Masterplan Südwestsachsen soll neue Wachstumsperspektiven eröffnen, Arbeitsplätze sichern und die Region langfristig stärken. Für die anstehende Arbeit wünsche ich allen Beteiligten viel Erfolg. Ich selbst werde mich weiterhin aktiv in die Arbeit einbringen und verstehe mich als Bindeglied zwischen Kabinett und Region.«
Der Masterplan Südwestsachsen wurde mit Kabinettsbeschluss vom 15. April 2025 auf den Weg gebracht. Mit ihm wird auf tiefgreifende strukturelle Veränderungen, insbesondere in der Automobil- und Zulieferindustrie reagiert, die die Region vor große wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen stellen. Jetzt startet ein koordinierter partizipativer »Bottom-up«-Prozess – von der Region für die Region. Workshops, Zukunftswerkstätten und verschiedene Beteiligungsformate in den vier Landkreisen Zwickau, Erzgebirge, Mittelsachsen und Vogtland sowie der Stadt Chemnitz – unter der Leitung des Regionalkonvents – sollen sicherstellen, dass die Akteure der Region sich einbringen können und Ideen aus der gesamten Region einfließen. Ziel ist es, die Herausforderungen und Potenziale der Region zu analysieren und umsetzungsreife Maßnahmen zu entwickeln. Der Prozess soll die Grundlage schaffen, um den Wandel in der Region Südwestsachsen aktiv zu gestalten. Bis Ende 2026 wird der Masterplan vorliegen.
Der Freistaat Sachsen begleitet den Prozess über eine Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) sowie den nun konstituierten Lenkungskreis. Während die IMAG auf Abteilungsleitungsebene ressortübergreifend berät und Maßnahmenvorschläge auf Umsetzbarkeit und Finanzierbarkeit prüft, bringt der Lenkungskreis die strategischen und politischen Perspektiven der Staatsregierung ein und tritt in den Dialog mit den Repräsentanten der Region.