»Der Austausch über Wald und Forstwirtschaft wird immer wichtiger«

02.05.2023, 21:14 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Landesforstpräsident Utz Hempfling im Dialog mit Bürgerinnen und Bürger zum Wandel der Wälder in Sachsen (© R. Coordes, Sachsenforst)

Landesforstpräsident Utz Hempfling im Dialog mit Bürgerinnen und Bürger zum Wandel der Wälder in Sachsen (© R. Coordes, Sachsenforst)

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Logo Sachsenforst im Dialog (© Sachsenforst)

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Landesforstpräsident startet Dialogformat mit Bürgerinnen und Bürgern / Website informiert über zahlreiche Veranstaltungen zum Wald in Sachsen

Was bedeutet der Klimawandel für den Wald in Sachsen? Welche Schäden sind zu ver-zeichnen und was wird dagegen getan? Welche Baumarten sind besonders wider-standsfähig? Wie geht es in Sachsen und speziell im Forstbezirk Neustadt mit dem Waldumbau voran? Diesen und anderen Fragen ging das Gesprächsformat »Der Lan-desforstpräsident im Bürgergespräch« am Dienstagabend (2. Mai) in der Pirnaer Stadt-bibliothek nach, zu dem Sachsenforst eingeladen hatte.

Themen, die die Bürgerinnen und Bürger besonders interessierten, waren vor allem die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald. Es wurde deutlich, wie groß die Sorge um den Zustand der Wälder ist. Den Teilnehmenden ist bewusst, welche negativen Auswirkungen Waldschäden für den Menschen haben können. Darum war auch die Wiederbewaldung nach den Schäden ein Thema, das intensiv nachgefragt wurde. Da-neben wurden viele Fragen gestellt, die immer wieder auftreten − wie der Zustand von Waldwegen, die Nutzung von Holz oder Müll im Wald.

Utz Hempfling, Geschäftsführer von Sachsenforst und Landesforstpräsident: »Wir sind als Forstverwaltung permanent mit sehr vielen Partner im Austausch. Darüber hinaus interessiert uns aber auch, was die Bürgerinnen und Bürger über unsere Arbeit denken, wie sie den Wald nutzen und ob ihnen die vielen unverzichtbaren Waldfunktionen be-wusst sind. Natürlich treffen wir viele Menschen direkt im Wald, aber für ausgiebige Gespräche ist bei der vielen Arbeit nicht immer Zeit. Deshalb haben wir dieses zusätzli-che Gesprächsangebot unterbreitet. Und ich freue mich, dass es gut angenommen wurde.«

Zuvor hatte Hempfling verdeutlicht, dass sich die Forstwirtschaft den sich verändernden klimatischen und gesellschaftlichen Anforderungen an den Wald stelle und darin auch Chancen sehe. So sei ein schnellerer Aufbau belastbarer Wälder unter Nutzung aller waldbaulichen Möglichkeiten ebenso notwendig und möglich wie eine vermehrte In-tegration des Naturschutzes in den bewirtschafteten Staatswald. Sascha Schlehahn, Leiter des Staatsforstbetriebes im Forstbezirk Neustadt, ging unter anderem darauf ein, dass der aktive Waldumbau weg von reinen Fichtenbeständen hin zu strukturierten und gemischten Beständen seit 30 Jahren vorangetrieben wird und sich die so genannten Verjüngungsflächen in den letzten 15 Jahren in seinem Forstbezirk verdreifacht haben. Der Forstbezirk fungiere als Teil der Region und habe unter anderem eine Erholungs- und Besucherkonzeption mit den Partnern aus Kommunen und Gewerbe vor Ort erar-beitet.

Unter dem Motto »Sachsenforst im Dialog« bietet der Staatsbetrieb zahlreiche Veranstal-tungen in den verschiedenen Forstbezirken und Schutzgebietsverwaltungen in Sachsen an − für Bürgerinnen und Bürger, Fachleute oder Waldbesitzende. Um diese Angebote noch besser sicht- und nutzbar zu machen, wurden sie auf einer Unterseite von sach-senforst.de zusammengefasst: Unter www.sbs.sachsen.de/sachsenforst-im-dialog.html finden sich zahlreiche Veranstaltungen, bei denen ein Austausch über forstliche Themen stattfindet.


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