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Wasserstofferzeugung und -verbrauch benötigen Anbindung an entstehende H2-Infrastruktur

06.05.2022, 09:38 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Die wesentliche Rolle von erneuerbaren Energien, grünem Wasserstoff und einer neu zu schaffenden Wasserstoffinfrastruktur standen am Freitag (6.5.) im Mittelpunkt eines Treffens von Energieminister Wolfram Günther und Wirtschaftsminister Martin Dulig mit Vertreterinnen und Vertretern der Energie- und Wasserstoffallianz im Industriebogen Meißen. Bei dem Austausch wurde deutlich, dass gerade die großen und energieintensiven Unternehmen der Region ihre Prozesse und Produkte klimaneutral gestalten wollen und dazu die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden müssen.

Energieminister Günther: »Grüner Wasserstoff ist eine Säule der Energiewende und kann als Grundstoff für eine klimaneutrale Wirtschaft eingesetzt werden. Zugleich brauchen wir Strom aus Wind und Sonne, damit grüner Wasserstoff erzeugt werden kann. Das heißt, wenn energieintensive Stahl- oder Chemieunternehmen in der Region klimaneutral und auf Wasserstoffbasis produzieren, brauchen wir in der Region einen deutlichen Schub beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Umso mehr freue ich mich, dass Unternehmen der Region gemeinsam mit dem Landkreis aktiv geworden sind, Erfahrungen austauschen, Konzepte erarbeiten und politisch sichtbar werden. Das erhöht auch die Akzeptanz der erneuerbaren Energien, die im Übrigen größer ausfällt, als manchmal angenommen. Mir liegt daran, die Initiative im Industriebogen nach Kräften zu unterstützen.«

Wirtschaftsminister Martin Dulig: »Wasserstoff ist eine Schlüsseltechnologie für die zukünftige Energieversorgung, insbesondere der Industrie. Ohne grünen Wasserstoff kann die Energiewende in Sachsen, Deutschland und der Europäischen Union nicht gelingen. Unsere Wasserstoffstrategie hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst die ganze Wertschöpfungskette dafür in Sachsen aufzubauen. Nur so können wir uns von einseitigen Abhängigkeiten lösen und eine bezahlbare sowie krisenfeste Energieversorgung sicherstellen. Wie nötig das ist, zeigt uns gerade der Krieg in der Ukraine.«

Die Initiative »Energie- und Wasserstoffallianz im Industriebogen Meißen« wurde im Februar dieses Jahres gegründet. Sie vernetzt den Landkreis Meißen, Kommunen, Verbände und Unternehmen zum Thema Energiewende. Von Seiten der Wirtschaft arbeiten acht große und energieintensive Betriebe aus dem Landkreis in der Initiative mit. Ziel der Allianz ist es, Interessen sowie Potenziale zu bündeln und neue Entwicklungen anzustoßen, um die Energiewende in der Region mitzugestalten.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft

Pressesprecher Robert Schimke
Telefon: +49 351 564 20040
Telefax: +49 351 564 20065
E-Mail: robert.schimke@smul.sachsen.de
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