Neue Forst-Fachkräfte für Sachsens Wälder
01.10.2026, 11:35 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Forstinspektoren schließen Laufbahnausbildung ab
Sachsens Wälder stehen vor großen Herausforderungen – Klimawandel, zunehmende Trockenperioden und der damit notwendige Waldumbau sind nur einige von ihnen. Darum ist es umso erfreulicher, dass der Wald Unterstützung bekommt. 8 Frauen und 17 Männer haben die Laufbahnausbildung als sogenannte Forstinspektor-Anwärterin oder -Anwärter bei Sachsenforst abgeschlossen. In insgesamt drei schriftlichen, sechs mündlichen und einer umfangreichen praktischen Prüfung im Wald, mussten sich die Absolventinnen und Absolventen beweisen.
Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch gratuliert den jungen Forstfachkräften: »Meinen herzlichen Glückwunsch den Absolventinnen und Absolventen. Wir brauchen die Fachkräfte, die den Wald verstehen, ihn nachhaltig bewirtschaften und zukunftsfähig entwickeln. Dafür wünsche ich den Absolventinnen und Absolventen ein gutes Händchen und Freude bei Ihrer Arbeit im und für den Wald«.
Mit dem erfolgreichen Abschluss haben die jungen Forstfachleute einen wichtigen Schritt in Ihre berufliche Zukunft gemacht. Utz Hempfling, Landesforstpräsident und Geschäftsführer von Sachsenforst: »Ich freue mich, dass wir bei Sachsenforst so gutes Personal ausbilden können und ihnen auch gleichzeitig eine Perspektive bieten können. Zwei unbefristete und 21 zunächst befristete Stellen konnten wir dem diesjährigen Jahrgang anbieten. Sie bringen das Fachwissen und Engagement mit, um die Wälder verantwortungsvoll mitzugestalten. Das brauchen wir dringend, denn die Herausforderungen sind groß und zugleich wird demographisch bedingt, ein hoher Teil der Forstfachkräfte altersbedingt ausscheiden.«
Die sehr praxisnahe Laufbahnausbildung in der sogenannten ersten Einstiegsebene (früher: gehobener Dienst) schließt sich an das Bachelorstudium der Forstwissenschaften an. In dieser Zeit durchlaufen die Forstinspektoranwärter mehrere Stationen: Staatswald, Privat- und Körperschaftswald und die Begleitung der unteren Forstbehörden in den Landkreisen und kreisfreien Städten. Dabei sind sie sachsenweit im Einsatz und lernen die vielfältigen naturräumlichen Gegebenheiten kennen. Außerdem knüpfen sie in dieser Zeit Kontakte zu zahlreichen forstlichen Akteuren. Aufgrund dieser Vielseitigkeit ermöglicht die Ausbildung eine breite berufliche Verwendung. Die Absolventinnen und Absolventen können in der Staatsverwaltung nunmehr unter anderem die Leitung eines Forstrevieres oder einer Verwaltungsstelle sowie forstliche Funktionalstellen in den Bereichen Forsttechnik, Naturschutz, Waldpädagogik oder Forstförderung übernehmen. Neben Sachsenforst sind die umfassend ausgebildeten Fachkräfte auch bei privaten Forstbetrieben und Dienstleistern, Forst- und Jagdbehörden oder in benachbarten Bundesländern stark nachgefragt.
Neuer Jahrgang beginnt
Nachdem der aktuelle Jahrgang seine Prüfungen bereits erfolgreich hinter sich gebracht hat, stehen dem neuen Jahrgang diese noch bevor. Bereits heute konnte der neue Jahrgang begrüßt werden. 25 junge Menschen (6 Frauen und 19 Männer) starten ihre forstliche Laufbahnausbildung in Sachsen. Wie in der Vergangenheit haben die meisten der neuen Anwärter ihren forstlichen Bachelor in Sachsen an der TU Dresden absolviert. Aber auch Absolventen aus Erfurt, Göttingen, München und Freiburg haben sich für eine Laufbahnausbildung in Sachsen entschieden. Sie beginnen zunächst mit einem Grundlagen- und Verwaltungslehrgang, bevor sie sich dann, verteilt auf die Forstbezirke und Großschutzgebiete, mit der Bewirtschaftung des Landeswaldes auseinandersetzen.
Neben Forstinspektoranwärtern/-innen werden auch Referendare/-innen und Forstwirt/-innen bei Sachsenforst ausgebildet. Weitere Informationen zur Laufbahnausbildung sowie zu anderen Ausbildungsmöglichkeiten bei Sachsenforst finden Sie im Internet unter www.sachsenforst.de.