Zeugnisse für angehende Forstwirtinnen und Forstwirte
10.07.2026, 13:47 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
61 Absolventinnen und Absolventen bestehen erfolgreich Ihre Abschlussprüfung
Der sächsische Wald ist auch ein Ort der Ausbildung junger Fachkräfte: Am heutigen 10. Juli konnte Landesforstpräsident und Geschäftsführer von Sachsenforst, Utz Hempfling 61 Absolventinnen und Absolventen der Forstwirtausbildung des Jahrgangs 2023/2026 am Forstlichen Bildungszentrum in Bad Reiboldsgrün (Vogtlandkreis) gratulieren und ihnen die Zeugnisse überreichen. Bereits ab dem 1. September beginnt der neue Jahrgang seine Ausbildung im Wald. Probleme, die Ausbildungsstellen zu besetzen, gibt es nicht: Auf eine Ausbildungsstelle bei Sachsenforst entfielen über 6 Bewerberinnen und Bewerber.
Landesforstpräsident Utz Hempfling zeigte sich erfreut über die vielen wichtigen Nachwuchskräfte: »Ich wünsche den Absolventinnen und Absolventen des Jahres 2026 auf ihrem weiteren beruflichen Weg viel Erfolg bei ihrer Arbeit im und für den Wald. Als gut ausgebildete Fachkräfte sind sie unverzichtbar für die Herausforderungen der Waldbewirtschaftung heute und in Zukunft. Zunehmende Trockenperioden, Schadereignisse und die vielfältigen gesellschaftlichen Erwartungen an den Wald erfordern den Einsatz professioneller Forstleute mit einem Blick für das Ganze. Die 3-jährige und thematisch breit angelegte Ausbildung bildet für die angehenden Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter eine sehr gute Grundlage.«
Gesuchte Fachkräfte für den Arbeitsmarkt
Den besten diesjährigen Abschluss erreichte Niklas Meier aus dem Forstbezirk Chemnitz. Mit einer Durchschnittsnote von 1,3 erzielte er das Spitzenergebnis seines Jahrganges, der sich in Prüfungen zu den Themengebieten Holzernte und Forsttechnik, Waldwirtschaft und Landschaftspflege sowie Naturschutz bis hin zu Wirtschafts- und Sozialkunde beweisen musste. Die Anstrengungen haben sich gelohnt, denn die Berufsaussichten sind gut. Nicht nur in der Forstwirtschaft, sondern unter anderem auch in der Garten- und Landschaftspflege werden die gut qualifizierten Fachleute gesucht. Auch in der staatlichen Forstverwaltung bei Sachsenforst scheiden jährlich ca. 20 Forstwirtinnen und Forstwirte aus: »Wir können dem aktuellen Jahrgang 25 befristete und 8 unbefristete Stellen zur Verfügung stellen und würden uns über jede neue Kollegin und jeden neuen Kollegen im Dienste des sächsischen Staatswaldes freuen.«, berichtet Landesforstpräsident Utz Hempfling.
Interesse an Grünen Berufen ungebrochen groß
Anders als in vielen anderen Berufsfeldern kann bei der Ausbildung zur Forstwirtin bzw. zum Forstwirt zurzeit nicht von einem Bewerbermangel gesprochen werden. Trotz bereits hoher Ausbildungszahlen bewerben sich auf jede Stelle rund 6 junge Menschen. Das attraktive und oft heimatnahe Arbeitsumfeld, die vielfältigen Themenbereiche und die Möglichkeit, den sächsischen Wald für die Zukunft aktiv mitzugestalten, scheinen dabei wichtige Motivationen zu sein. Das Forstliche Bildungszentrum Bad Reiboldsgrün, welches im Jahr 2023 als überbetriebliche und berufsschulische Ausbildungsstätte eröffnet wurde, bietet moderne und zeitgemäße Rahmenbedingungen für eine hochwertige Ausbildung in Sachsen.
Hintergründe
Die Ausbildung der Forstwirtinnen und Forstwirte erfolgt in einem dualen System und dauert in der Regel drei Jahre. Die Auszubildenden absolvieren den praktischen Teil der Lehre überwiegend in Ausbildungsbetrieben in ganz Sachsen − davon etwa 30 Prozent bei forstlichen Dienstleistungsunternehmen, in Kirchenwald- und Privatwaldbetrieben oder in körperschaftlichen Ausbildungsbetrieben und 70 Prozent bei den insgesamt acht Ausbildungsforstbezirken von Sachsenforst. Die überbetriebliche Ausbildung, die Berufsschule sowie die zuständige Stelle für den Ausbildungsberuf Forstwirt/-in sind am Standort in Bad Reiboldsgrün gebündelt.
Alle Informationen zur Forstwirtausbildung finden Sie im Internet unter:
www.sachsenforst.de
www.gruene-berufe.sachsen.de