WFS-Unternehmerreise: Wachsendes Interesse sächsischer Maschinenbaufirmen am schweizerischen Markt

01.09.2021, 11:01 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Markterkundung und Unterstützung beim Aufbau von Kontakten auf dem schweizerischen Markt stehen auf der Agenda der Unternehmerreise, die die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) in dieser Woche gemeinsam mit acht sächsischen Unternehmensvertretern aus dem Maschinen- und Anlagenbau anlässlich der Delegationsreise von Ministerpräsident Michael Kretschmer in der Schweiz durchführt.

Höhepunkt der Reise ist der heutige Besuch der SINDEX in Bern, die als wegweisend für industrielle Automatisierung in der Schweiz gilt. Schwerpunkte der Messe sind in diesem Jahr Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz sowie die automatische Zustandsüberwachung von Maschinen und Anlagen oder auch Predictive Maintenance.

»Gerade von der SINDEX versprechen wir uns wichtige Impulse durch aktuelle Trends beim Zukunftsthema Automatisierung und Robotik. Denn für die Wirtschaft im Freistaat ist Automation mittlerweile ein wichtiger Wertschöpfungs- und Standortfaktor und eine Schlüsseltechnologie, die es mit dem notwendigen Know-How und kompetenten Partnern weiter auszubauen gilt«, erklärt Thomas Horn, Geschäftsführer der WFS.

Gestern fanden Expertengespräche mit Vertretern der Handelskammer Deutschland-Schweiz und dem renommierten Branchenverband Swissmem, der die schweizerische Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie repräsentiert, statt.

»Trotz vieler virtueller Möglichkeiten ist das Interesse der Unternehmen groß, wieder persönliche Kontakte zu knüpfen. Dafür sind Unternehmerreisen nach wie vor wichtige Türöffner. Die Schweiz als naher und teilweise deutschsprachiger Markt hat großes Potenzial für sächsische Produkte und Dienstleistungen und der Markteinstieg kann mit etwas Ausdauer sehr gut gelingen. Dies spiegelt sich auch im wachsenden Interesse der Unternehmen wider«, so Horn.

Hintergrund:
Im Jahr 2020 wurden sächsische Waren im Wert von 1,11 Mrd. Euro in die Schweiz exportiert, hauptsächlich Erzeugnisse des Kraftfahrzeug- und Maschinenbaus sowie Uhren. Im Gegenzug importierte Sachsen aus der Schweiz Waren im Wert von 711,6 Mio. Euro. Dabei lag der Schwerpunkt auf medizinischen Geräten und orthopädischen Vorrichtungen, Erzeugnissen des Maschinenbaus und Elektrotechnischen Erzeugnissen. Im Länderranking Sachsens belegt die Schweiz damit Platz 12 beim Export und Platz 11 beim Import.

Gegenwärtig sind der WFS über 300 sächsische Unternehmen mit mehr als 10.000 Arbeitsplätzen bekannt, die Schweizer Anteilseigner haben. Besonders im Bereich der mittelständischen Unternehmen sind die schweizerischen Investitionen breit gefächert, z.B. Uhrenindustrie, Maschinenbau, Logistik, Mikroelektronik, KFZ-Zulieferindustrie und Textilindustrie. Damit gehört die Schweiz zu den wichtigsten ausländischen Investoren in Sachsen.


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