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Gehölzpflege an der Flöha - Förderung der natürlichen Entwicklung

18.01.2021, 10:43 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

In Blumenau, Reukersdorf und Niederneuschönberg (alle Erzgebirgskreis) finden in den nächsten Wochen an der Flöha Gehölzpflegearbeiten statt. In den letzten Jahren waren die Ufer naturnah umgestaltet und mit standorttypischen Gehölzen bepflanzt worden. Um die natürliche Entwicklung zu unterstützen werden nun punktuell Altgehölze ausgelichtet oder entfernt. Dort, wo sich unter den alten Bäumen keine Jungbäume entwickelt haben, werden diese nachgepflanzt. Je nach Standort können das Weiden, Erlen, Eichen, Ulmen oder Eschen sein. Die Arbeiten werden von der Flussmeisterei Annaberg in Eigenleistung durchgeführt.

Ziel der Pflegemaßnahmen ist es, den Strukturreichtum der Ufervegetation weiter zu fördern. Dadurch werden die Ufer auf natürliche Weise stabilisiert. Zudem verbessert sich die Gewässerökologie und die Artenvielfalt. Umso schonend wie möglich vorzugehen, werden die Pflegearbeiten nicht gleichzeitig im gesamten Abschnitt durchgeführt und sollen spätestens Ende Februar abgeschlossen sein.

Die Arbeiten sind mit den zuständigen Umwelt- und Fischereibehörden sowie mit dem Fischereipächter abgestimmt.

Hintergrundinformation:
In den 1930er Jahren wurde die Flöha begradigt und technisch ausgebaut. Nach dem Augusthochwasser 2002 wurde sie schrittweise ökologisch aufgewertet. So wurden nicht mehr benötige Staustufen und Wehre entfernt. Dort, wo ausreichend Platz vorhanden war, wurden Uferschäden belassen bzw. mit Naturmaterialien stabilisiert.
Seitdem hat sich der Fluss bemerkenswert verändert. Es haben sich zahlreiche seltene und besonders geschützte Arten angesiedelt, wie beispielsweise die Wasseramsel, der Eisvogel und Gebirgsstelzen. Zudem finden sich seltene Insekten wie heimische Libellenarten, Wildbienen und Hornissen. Auch der Fischotter und Biberspuren wurden bereits nachgewiesen.

Auch das Gewässer selbst hat sich zu einem attraktiven Lebensraum für Fische und andere Wasserlebewesen entwickelt. Im Fluss leben Bachflohkrebse, Bachneunaugen, Forellen, Äschen, Hechte und weitere Fischarten.


Kontakt

Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen

Pressesprecherin Katrin Schöne

Telefon: +49 3501 796 378

Telefax: +49 3501 796 116

E-Mail: presse@ltv.sachsen.de

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