Sachsen gibt Startschuss für das Jahr der Industriekultur 2020

23.01.2020, 09:16 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Mit einem feierlichen Festakt wurde heute (23. Januar 2020) das Jahr der Industriekultur 2020 in Sachsen eröffnet. Als Veranstaltungsort diente das Zentralwerk, ein ehemaliges Industriegelände in Dresden Pieschen, das heute von Kultur- und Kreativschaffenden als Kulturfabrik bewohnt und bespielt wird.

Dort läuteten der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, Kulturstaatsministerin Barbara Klepsch und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gemeinsam mit rund 250 geladenen Gästen das Themenjahr ein.

Die Bedeutung der jahrhundertealten Industriegeschichte Sachsens wurde dabei vom Ministerpräsidenten besonders hervorgehoben: »Die Entwicklung der Industrie und das Aufblühen der Kultur sind im Freistaat eng miteinander verbunden. Die Landesausstellung »Boom« wird das eindrucksvoll belegen, indem 500 Jahre sächsischer Geschichte und Industriegeschichte dargestellt werden. Im Mittelpunkt dieser Erzählung stehen immer die Menschen. Mit der Bergbau- und Industriegeschichte in der Montanregion Erzgebirge / Krusné hory sind wir jetzt Welterbe geworden. Das macht uns stolz und zeigt die weltweite Bedeutung unseres Erbes. Wenn wir in diesem Jahr das Jahr der Industriekultur feiern, dann lenken wir den Blick nicht nur auf eine reiche Geschichte mit einzigar-tigen Zeugnissen, sondern auch auf die industrielle Gegenwart und Zukunft.«

Die neue Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch skizzierte außerdem die Zielsetzungen für das Jahr der Industriekultur und prognostizierte ausdrücklich dessen gesellschaftliche Wirkungs- und Strahlkraft: »Mir ist es wichtig, sächsische Industriekultur als eine Gemeinschaftsleistung von vielen engagierten Menschen sichtbar zu machen. Mit dem Themenjahr wollen wir eine stärkere öffentliche Wahrnehmung erreichen und den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren intensivieren. Damit möchten wir noch mehr Menschen in Sachsen für die historischen Zeugnisse sächsischer Industriekultur begeistern, die sich bei ihnen vor Ort befinden. Gleichzeitig wollen wir Verständnis und Interesse für deren ideellen, aber auch materiellen Nutzen in Gegenwart und Zukunft wecken«.

Abschließend stellte Dr. Christoph Dittrich, Präsident des Sächsischen Kultursenats und Mitglied des Vorstands der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die herausragende Relevanz von Industriekultur für die Identität Sachsens her-aus sowie den damit verbundenen Förderauftrag der Kulturstiftung. »Industriekultur trifft Gefühle und Stimmungslagen, in vielen Regionen Sachsens und weit darüber hinaus. Sie baut eine Brücke vom Gestern zum Heute und kann positive Identifikation stiften. Deshalb ist die Industriekultur für die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen mehr als nur eine neue Fördersparte. Wir verstehen sie als einen starken Motor einer neuen Bürgergesellschaft im Zeitalter der Digitalisierung. Und genau dafür machen wir uns stark.«

Akzentuiert wurde die Veranstaltung durch die Tanz-Performance »shift change – SCHICHTWECHSEL« der Leipziger Choreografin Irina Pauls, deren Inszenierung die Auswirkungen von Arbeitsprozessen auf den menschlichen Körper thematisiert. Spannende Erkenntnisse bot außerdem die Lecture Performance des Münchner Soziologen Prof. Dr. Armin Nassehi zur Industriekultur im Zeitalter der Digitalisierung.

Sachsen Fernsehen und der online-Radiosender detektor.fm werden als Medienpartner der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen das Themenjahr medial begleiten. Im Rahmen der Partnerschaften wird u.a. die Eröffnungsveranstaltung am 25. Januar um 20.00 Uhr auf Sachsen Fernsehen ausgestrahlt.

Pressekontakt
Alexandra Schmidt
Referentin Programme und Kommunikation
Tel.: 0351. 884 80-15
Fax. 0351. 884 80-16
Mail: Alexandra.Schmidt@kdfs.de

Über das Jahr der Industriekultur 2020

2020 feiert Sachsen seine 500-jährige Industriegeschichte mit einem Themenjahr. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert im Rahmen des Themenjahres sachsenweit zahlreiche Projekte zum Thema, richtet Netzwerktreffen der Akteure aus und führt Kooperationsveranstaltungen durch. Ziel des Themenjahres ist die Vermittlung des reichhaltigen industriekulturellen Erbes sowie dessen Wirkungskraft auf die gegenwärtige und zukünftige Entwicklung der sächsischen Industrie, denn: Industriekultur prägt, lebt und weist in die Zukunft! Nähere Informationen zum Themenjahr, zu Erlebnisorten der Industriekultur sowie zu Veranstaltungen finden Sie unter www.industriekultur-in-sachsen.de


Kontakt

Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus

Pressesprecher Jörg Förster
Telefon: +49 351 564 60620
E-Mail: presse.kt@smwk.sachsen.de
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