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Erfolgreiche zweite Sachsenwaldkonferenz

25.10.2019, 14:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Erfolgreiche zweite Sachsenwaldkonferenz

Staatsminister Thomas Schmidt hat heute (25. Oktober 2019) über 80 Experten auf der zweiten Sachsenwaldkonferenz in Dresden-Pillnitz begrüßt. Im Rahmen der eintägigen Konferenz haben die Vertreter der Waldbesitzer und Naturschutzverbände, Holzwirtschaft und Verwaltung, Forstleute und -unternehmer gemeinsam den Entwurf des kurz- und mittelfristigen Programms für den sächsischen Wald beraten. Das Programm soll die Bewältigung der für Wälder und Waldbesitzer beispiellosen Krise, die in Folge von Dürre, Stürmen und Borkenkäfer entstanden ist, im Freistaat Sachsen nachhaltig unterstützen und wichtige forstpolitische Weichen für die Zukunft stellen. Die heutige Konferenz knüpfte an die erste Sachsenwaldkonferenz am 16. August 2019 in Rabenstein (Stadt Chemnitz) an. Mit der Expertise der Fachleute wurde damals der erste Entwurf des »Programms der Staatsregierung für den sächsischen Wald« diskutiert.

»Wir haben seit Beschluss der ‚Moritzburger Erklärung‘ und der ersten Sachsenwaldkonferenz im August wichtige Schritte gehen können: Der Bund ist unserer Forderung nach Unterstützung gefolgt und stellt rund 518 Millionen Euro für die Borkenkäferbekämpfung sowie für ein Wiederaufforstungs- und Waldumbauprogramm mit standortangepassten Bäumen für robuste Mischwälder zur Verfügung. Die ‚Interministerielle Koordinierungsstelle Wald‘ hat eine Reihe von Regelungen erreicht, die die Borkenkäferbekämpfung erleichtern«, sagte Staatsminister Schmidt. »Obwohl sich der Borkenkäfer mit sinkenden Temperaturen in die Winterruhe begibt, geht der Kampf gegen ihn weiter! Das befallene Holz wird weiterhin mit aller Kraft aus den Wäldern gebracht! Heute ging es darum, die zukünftigen Maßnahmen mit den Experten zu konkretisieren. Wir bekommen nunmehr einen guten und umfassenden Katalog, für den alle sächsischen Forstexperten gemeinsam nach Lösungen gesucht haben, an einem Strang ziehen und mit dem wir unseren Wald fit für die Zukunft machen können. Wir wollen das Krisenmanagement im sächsischen Wald weiter verbessern und die forstlichen Zusammenschlüsse stärken. Die Wiederbewaldung und der Waldumbau muss mit klimaangepassten Bäumen vorangebracht werden. Darüber hinaus wird die nachhaltige Waldbewirtschaftung weiter gestärkt – denn durch die Holznutzung kann langfristig CO2 gebunden werden. Einen besseren Klimaschutz kann es kaum geben.«

Nach drei lmpulsreferaten erarbeiteten die Waldexperten in fünf Workshops Maßnahmen in den Bereichen (1) Wiederbewaldung und Waldumbau, (2) forstliche Praxisforschung, (3) Zusammenarbeit der Waldbesitzer, (4) Öffentlichkeitsarbeit, Waldpädagogik und Naturschutz sowie (5) Weiterentwicklung Krisenmanagement. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden in den Programmentwurf vom 16. August einfließen. Als fachpolitisches Programm soll es dann durch die Sächsische Staatsregierung umgesetzt werden.


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