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27 Millionen Euro für den Schutz von Heidenau

26.07.2019, 10:32 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Hochwasserschutzlinie an der Elbe fertiggestellt

Gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Marion Franz, sowie mit Vertretern der beteiligten Unternehmen und Behörden hat Umweltminister Thomas Schmidt heute (26. Juli 2019) die neu gebaute Hochwasserschutzanlage an der Elbe in Heidenau in Betrieb genommen. In den vergangenen vier Jahren ist zwischen der Mündung der Müglitz bis nach Pirna eine 2,5 Kilometer lange Schutzanlage entstanden, die Bürger und Unternehmen vor Hochwassern der Elbe schützen soll, wie sie statistisch einmal in hundert Jahren vorkommen. Bisher führten schon kleinere Hochwasser der Elbe, die einmal in zwanzig Jahren eintreten, zu Überflutungen.

Die neue Hochwasserschutzanlage ist an die bestehenden Deiche angeschlossen. Sie besteht hauptsächlich aus Spundwänden, die bis zu zehn Meter tief in den Untergrund hineinreichen. Die Anlage ist teilweise mit Sandstein verkleidet und an anderen Stellen mit Gestaltungselementen kombiniert, wie Pflanzstreifen, Glaselementen oder Gabionen, also mit Steinen gefüllten Metallkörben.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Anlage sind mehrere Pumpwerke. Sie sollen bei Hochwasser das auf der Landseite ansteigende Grundwasser in die Elbe befördern.

Insgesamt wurden für den Bau der Hochwasserschutzanlage rund 27 Millionen Euro aufgewendet, und zwar aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes aus Landesmitteln des Freistaates Sachsen.

„Ich freue mich, dass wir heute diese Anlage fertigstellen und übergeben können“, so Staatsminister Schmidt. „Der Hochwasserschutz ist ein wichtiger Beitrag für die Stadtentwicklung und Zukunftssicherung der Stadt Heidenau“.

„2,9 Milliarden Euro hat der Freistaat Sachsen seit der Flut im Jahr 2002 in den Hochwasserschutz sowie in die nachhaltige Schadensbeseitigung investiert. Weitere 630 Millionen haben wir bis zum Jahr 2022 dafür eingeplant“, so Schmidt weiter. „Das zeigt, welche hohe Priorität der Hochwasserschutz in Sachsen hat. Allerdings wird auch die beste Hochwasserschutzanlage keinen Schutz gegen jedes denkbare Extremereignis bieten können. Daher kommt es auch auf die Eigenvorsorge an, zum Beispiel durch bauliche Maßnahmen und durch Versicherungen.“

Mit dem Hochwasserschutztag, der nach dem Start im Jahr 2018 in Bad Schandau in diesem Jahr in Frankenberg zum zweiten Mal stattfand, mit dem Kompetenzzentrum Hochwassereigenvorsorge und dem Hochwasservorsorgeausweis hat Sachsen dafür Unterstützungsangebote für jedermann geschaffen.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Pressesprecher Robert Schimke

Telefon: +49 351 564 20040

Telefax: +49 351 564 20065

E-Mail: robert.schimke@smul.sachsen.de

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