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13.06.2019, 08:30 Uhr

Deutschlands Archäologiemuseen tauschen Online-Kanäle | 17. Juni 2019 | smac

smac - Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz

Der #ArchaeoSwap zum Klimawandel

Am Montag, 17. Juni 2019, findet zum dritten Mal in Folge der jährliche ArchaeoSwap statt. Archäologische Museen in ganz Deutschland tauschen an diesem Tag ihre Online-Kanäle und posten über ihre Inhalte zum Thema Klimawandel. Das smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz – bespielt an diesem Tag die Kanäle des Neanderthal Museums Mettmann. Die freundliche Übernahme der smac-Kanäle wiederum erfolgt durch das Museum in der Kaiserpfalz Paderborn.

Termin: 17. Juni 2019
Hashtag: #ArchaeoSwap
Social-Media-Wall: https://walls.io/7CAxisK3m

Mit den Hashtags #ArchaeoSwap #ArchaeoSwap2019 #MuseumsSwap #KultSwap #Museum #Archäologiemuseum und der Social-Media-Wall lassen sich alle Posts und Nachrichten verfolgen.

Dass Deutschlands Archäologiemuseen nicht nur auf die Vergangenheit blicken, sondern sich auch an der Diskussion um gesellschaftspolitisch relevante Themen der Gegenwart und Zukunft beteiligen, wird in diesem Jahr besonders deutlich. Erstmals wenden sich die teilnehmenden Häuser einem zentralen Thema zu und stellen es in den Mittelpunkt ihrer Beiträge: den Klimawandel.
Insgesamt wirken 13 Museen mit– so viele wie nie zuvor. Über Facebook, Twitter, Instagram und Co. schicken sie ihre Beiträge zu Objekten, Ausstellungen und vor allen Dingen zu Themen rund um den Klimawandel in die Welt hinaus. Wer dem Swap folgen oder sich direkt beteiligen möchte, kann dies unter dem Hashtag #ArchaeoSwap tun.

TEILNEHMDENDE MUSEEN UND IHRE ROTATION
1 postet auf den Kanälen von Museum 2: Museum 1 -> Museum 2
Staatliches Museum Ägyptischer Kunst München → Museum in der Kaiserpfalz Paderborn → Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz → Stiftung Neanderthal Museum Mettmann → Varusschlacht-Museum und Park Kalkriese → LVR-LandesMuseum Bonn → Archäologisches Museum Hamburg → Badisches Landesmuseum Karlsruhe → Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz → LWL-Museum für Archäologie Herne → Archäologisches Museum Frankfurt → Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg Konstanz → Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen → Staatliches Museum Ägyptischer Kunst München

ONLINE-KANÄLE DES SMAC
Facebook @smac.Staatliches.Museum.fuer.Archaeologie
Twitter smac Museum @smac_sachsen
Instagram smac_museum
Blog blog.smac.museum

THEMA: KLIMAWANDEL
Das Thema Klimawandel steht nicht erst seit Greta Thunberg und der Bewegung „Fridays for Future“ im Mittelpunkt globaler Diskussionen. Auch die archäologischen Wissenschaften setzen sich seit mehreren Jahrzehnten mit der Frage um klimatischen Wandel bedingt durch menschliche Handlungen in einem chronologisch weiten Rahmen auseinander.
Verschiedene Beispiele aus der Vergangenheit zeigen einerseits, wie das Klima das Leben der menschlichen Gesellschaften beeinflusste und sie herausforderte. So steht die Entwicklung und Ausbreitung skythenzeitlicher Reiternomaden im eurasischen Steppengürtel naturwissenschaftlichen Untersuchungen zufolge ebenso mit klimatischen Veränderungen in Verbindung wie die Ausbreitung der Pest von Asien aus zur justinianischen Zeit. Selbst im ausgehenden Mittelalter sorgte die sogenannte Kleine Eiszeit für eine Phase eines kühlen Klimas, dokumentiert u.a. durch Gemälde wie die von Pieter Brueghel oder auch durch schriftliche Aufzeichnungen von Zeitgenossen.
Andererseits wissen wir, dass der Mensch bereits in der Kupferzeit, also im 3. Jahrtausend v. Chr. die Wälder stark rodete, um Holzkohle für die Bronzeherstellung und -verarbeitung gewinnen zu können. In griechischer und römischer Zeit wiederum wurden mehrere Hektar große und hundert Meter tiefe Löcher in die Welt gegraben, um an begehrte Rohstoffe wie Gold oder Marmor zu gelangen. Und die Entwicklung der Natur- hin zur Kulturlandschaft nahm im Grunde mit der Sesshaftwerdung ihren Lauf. Keine Gesellschaft veränderte die menschliche Umwelt aber so nachhaltig wie die moderne Industriegesellschaft. Der Klimawandel der heutigen Zeit wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus, u. a. auch in Form von Gletscherrückgängen. Paradox der Geschichte ist, dass die Archäologie von diesen Prozessen bisweilen profitiert – so beispielsweise, als 1991 der Mann aus dem Eis entdeckt wurde, der in die Geschichte als Ötzi eingegangen ist.
Diese und weitere Geschichten werden im Rahmen des #ArchaeoSwap von den 13 Museen beleuchtet: Von welchen Beispielen können die jeweiligen Häuser berichten? Was bedeutete der Wandel des Klimas für die prähistorischen Gesellschaften? Welche Auswirkungen hatte das auf die materielle Kultur? Wie nahm der Mensch bereits in frühen Gesellschaften Einfluss auf seine Umwelt und gestaltete bzw. zerstörte diese. Ging es immer gut aus? Was können wir hieraus für die Gegenwart, und wichtiger, für die Zukunft lernen? Welchen Beitrag kann an dieser Stelle die Archäologie leisten, wenn das heiß diskutierte Thema Klimawandel thematisiert wird?
Das Team #ArchaeoSwap freut sich auf spannende und unaufgeregte Diskussionen mit zahlreichen Followern, Fans und Archäologieinteressierten.

HINTERGRUND
Das Event findet nun schon zum dritten Mal statt. 2018 konnten die damals elf Museen unter dem Hashtag #ArchaeoSwap bereits eine Reichweite von 180.000 an nur einem Tag erzielen.
Und auch dieses Jahr können digitale Besucherinnen und Besucher mit wenigen Klicks einen Spaziergang durch Museen von Hamburg bis nach Konstanz und von Chemnitz bis nach Herne antreten und sich außerdem selbst in die Debatte einbringen. Auf diese Weise vermitteln die 13 Museen interessantes, aber vor allem unterhaltsames Wissen über zum Teil ferne Museumshäuser und inspirieren so vielleicht den ein oder anderen zur nächsten Reise.

ADRESSE | KONTAKT
smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz
Stefan-Heym-Platz 1
09111 Chemnitz
mail: info@smac.sachsen.de
tel: 0371. 911 999 0
web: www.smac.sachsen.de

PRESSEKONTAKT
Jutta Boehme
mail: presse@smac.sachsen.de
tel: 0371. 911 999 65

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Landesamt für Archäologie
Themen
Archäologie, Kunst & Kultur, Medien, Umwelt, Veranstaltung
Kontakt
Pressesprecher Dr. Christoph Heiermann
Telefon +49 351 8926 603
Telefax +49 351 8926 604
 
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