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Radebeul-Fürstenhain sicher vor Hochwasser der Elbe

08.04.2019, 14:15 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Freistaat Sachsen investierte 4,5 Millionen Euro

In Radebeul ist der Ortsteil Fürstenhain künftig sicherer vor einem Hochwasser der Elbe. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit wurde die fertig gestellte Hochwasserschutzanlage heute (8. April 2019) im Beisein von Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler und Oberbürgermeister Bert Wendsche in Betrieb genommen. Die Anlage besteht aus einem rund 320 Meter langen und bis zu 4,5 Meter hohen Deich sowie aus einer 40 Meter langen Hochwasserschutzmauer.

„Der Freistaat Sachsen hat in diese Anlage rund 4,5 Millionen Euro investiert, finanziert aus Landesmitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes und aus Mitteln der Europäischen Union“, so Umweltminister Schmidt. „Damit ist nun in Radebeul der zweite von insgesamt drei Bauabschnitten fertiggestellt. Er wird den Ortsteil Fürstenhain vor einem Hochwasser schützen, wie es an der Elbe statistisch einmal in einhundert Jahren eintritt“. Dass dieser Schutz nun bestehe, sei nicht zuletzt der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten, insbesondere mit den direkten Anwohnern zu verdanken, für die gerade die Arbeiten in den extrem heißen und trockenen Sommermonaten des vergangenen Jahres zu Belastungen geführt hätten.

Leider wird die Umsetzung des noch ausstehenden dritten Bauabschnittes im Bereich Altkötzschenbroda noch auf sich warten lassen. Derzeit liegt die Planung der Landesdirektion Sachsen zur Planfeststellung vor. Wegen zahlreicher Einwendungen musste sie bereits mehrfach angepasst werden. Ein konkreter Termin, wann auch für diesen Ortsteil der Hochwasserschutz hergestellt werden kann, steht daher noch aus.

Seit dem Jahr 2002 hat der Freistaat Sachsen rund 2,9 Milliarden Euro in den öffentlichen Hochwasserschutz und die nachhaltige Schadensbeseitigung an Gewässern investiert. Weitere 540 Millionen Euro sind bis zum Jahr 2022 dafür vorgesehen. „Dennoch wird es keinen absoluten Schutz vor jeder nur denkbaren Naturkatastrophe geben können“, so Schmidt weiter. „Daher bleiben ein ausreichender Versicherungsschutz und bauliche Eigenvorsorge auch weiter wichtig. Eine Gelegenheit, sich dazu zu informieren, wird am 15. Juni 2019 sein, und zwar beim 2. Sächsischen Hochwasserschutztag auf der Landesgartenschau in Frankenberg.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Pressesprecher Robert Schimke

Telefon: +49 351 564 20040

Telefax: +49 351 564 20065

E-Mail: robert.schimke@smul.sachsen.de

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