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22.08.2018, 14:39 Uhr

3. Zukunftsforum simul+: SMUL setzt auf Innovationen

Staatsminister Schmidt will InnovationHub ins Leben rufen

Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt begrüßte heute (22. August 2018) in Radebeul über 250 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung zum 3. Zukunftsforum simul+. Das Forum ist die zentrale Veranstaltung der seit dem Jahr 2016 laufenden Zukunftsinitiative des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL). Die Initiative entwickelt zukunftsweisende Projekte und Konzepte aus Sachsen in den Bereichen Umwelt, Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft, zudem generiert sie Innovationen und bringt potenzielle Kooperationspartner zusammen.

Im Rahmen des Forums fiel der Startschuss für den simul+-Wettbewerb „Ideen für den ländlichen Raum“. Der neue Ideenwettbewerb ist Teil der Strategie „Vielfalt leben – Zukunft sichern“ der Sächsischen Staatsregierung. Das SMUL ruft dazu Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Unternehmen, Kommunen und Städte auf, sich mit ihren Ideen und innovativen Konzepten für den ländlichen Raum zu bewerben. Insgesamt sind zehn Millionen Euro im Entwurf des vom Sächsischen Landtag zu beschließenden Doppelhaushaltes 2019/2020 zur Prämierung eingeplant.

„Die Entwicklung des ländlichen Raums braucht neue Ideen für unsere Umwelt und eine moderne Landwirtschaft. Wir sind vor zwei Jahren mit der Initiative simul+ gestartet, um branchenübergreifende Zusammenarbeit zu fördern und innovative Potenziale im Freistaat Sachsen zu heben. Das sehe ich als zentrale Aufgabe einer Politik, die Zukunft gestalten will“, sagte Staatsminister Schmidt.

Um den Wissenstransfer in den Bereichen Umwelt und Landwirtschaft weiter zu befördern, kündigte Staatsminister Schmidt noch für dieses Jahr einen simul+- InnovationHub an. „Wir sind bereits kurz vor Abschluss der Planungen für einen Hub zwischen sächsischen Wissenschaftseinrichtungen, Unternehmen und Behörden des SMUL-Geschäftsbereiches mit Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Der simul+-InnovationHub soll hochaktuelle Entwicklungen und beispielhafte Anwendungen in den Bereichen Umwelt, Landwirtschaft und ländlicher Raum bündeln.“

Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte in seiner Rede, welche großen Chancen die Nutzung innovativer Technologien für den ländlichen Raum und die Landwirtschaft in Sachsen bietet: „Simul+ ist eine hervorragende Plattform, um technische Lösungen für neue Herausforderungen in Landwirtschaft und Umweltschutz kennenzulernen und sich dazu auszutauschen. Es geht beim Einsatz modernster Technologien doch immer um beides: Die Landwirtschaft einerseits umweltverträglicher zu machen und dabei andererseits trotz neuer Einflüsse ertragreich zu bleiben“, sagte der Ministerpräsident.

Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zeigte sich in ihrer Videobotschaft vom Innovationspotenzial der Landwirtschaft überzeugt. Durch Digitalisierung werden Voraussetzungen geschaffen, die Umwelt zu entlasten und das Tierwohl zu stärken. Sachsen gegenüber signalisierte sie bereits vorher Unterstützung bei der Einrichtung digitaler Test- und Experimentierfelder im ländlichen Raum.

Im Rahmen des Forums präsentieren sich innovative sächsische Akteure aus den Bereichen Umwelt und Landwirtschaft. So stellte Prof. Henning Zeidler von der Firma AMtopus Chemnitz ein Verfahren vor, mit dem biologische Reststoffe wie Holz- oder Kernmehl über 3D-Druckverfahren zu neuen, umweltfreundlichen und hochwertigen Sekundärprodukten verarbeitet werden können.

Die Nutzung von überflüssigem Dampf, der etwa in Wäschereien oder in der Papierindustrie anfällt, stand im Mittelpunkt der Präsentation von Klaus Büttner, Inhaber der isotech Gebäudetechnik e. K. Plauen. Durch speziell entwickelte Rückgewinnungssysteme kann die Energie dieses Dampfes sowohl für Heizungs- als auch für Kühlungszwecke verfügbar gemacht werden.

Wie spezielle Hefezellen als Biosensor zur Anzeige von Schadstoffen sowohl in Abwässern als auch in Oberflächengewässern genutzt werden können, zeigte Dr. Christine Schirmer vom Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik e. V. Meinsberg. Durch die Bildung fluoreszierender Proteine ist der optische Nachweis beispielsweise von Arzneimittelrückständen möglich.

Durch Jan Kalbitz, Vorstand der Obstland Dürrweitzschen AG, wurde ein innovatives Konzept zur Optimierung bisher weitgehend manueller Ernteabläufe im Obstbau vorgestellt. Eine Weiterentwicklung dieses Konzeptes mit künftigen Projektpartnern kann im Einsatz von Robotic-Elementen bei der Apfelernte münden.

Weitere Informationen:
Zukunftsinitiative simul+: www.simulplus.sachsen.de
Ideenwettbewerb: www.ideenwettbewerb.sachsen.de

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