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27.02.2018, 13:06 Uhr

Kabinett verabschiedet Ausbildungsoffensive für den Freistaat Sachsen

Dresden (27. Februar 2018) – Das Kabinett hat in seiner heutigen Sitzung die Konzeption der Ausbildungsoffensive für den Freistaat Sachsen verabschiedet. Durch unterschiedliche Maßnahmen sollen die Fachkräfte von morgen frühzeitig gewonnen und gebunden werden.

„Kluge, motivierte und innovative Köpfe sind nicht nur in der Wirtschaft die Grundvoraussetzung für erfolgreiche Arbeit. Gerade auch für einen leistungsfähigen Staat ist das Personal unabdingbar“, betont Oliver Schenk, Chef der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten. „Die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt um die besten Fachkräfte ist jetzt schon spürbar. Deshalb investieren wir viel stärker in die Ausbildung junger Menschen. Wir werden die aktuellen Ausbildungskapazitäten ab kommendem Jahr mehr als verdoppeln.“

Der Öffentliche Dienst in Sachsen steht vor einem erheblichen Generationenwechsel. Bis 2030 werden mehr als die Hälfte der Beschäftigten aus dem Dienst ausscheiden. Der Freistaat Sachsen trägt mit der Ausbildungsoffensive nicht nur diesem Generationenwechsel Rechnung, sondern folgt auch den Trends der fortschreitenden Digitalisierung oder den Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an die Arbeit der Verwaltung.

Im ersten Schritt stellt der Freistaat an den staatseigenen Ausbildungseinrichtungen – dem Ausbildungszentrum in Bobritzsch, der Fachhochschule Meißen, der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschule in Nardt und dem Staatsbetrieb Sachsenforst – ab dem Ausbildungsjahr 2019 jährlich insgesamt 550 Anwärter bzw. Auszubildende neu ein (Vergleich 2018: 221). Diese verteilen sich wie folgt:

• Ausbildungszentrum Bobritzsch: 354
• In der Hochschule Meißen und Fortbildungszentrum: 178
• Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Sachsen: 1
• Staatsbetrieb Sachsenforst: 17

Weitere rund 300 Ausbildungsplätze pro Jahr haben die sächsischen Kommunen und die Mitteldeutsche Rentenversicherung an Bedarf für die staatlichen Ausbildungsstätten gemeldet.

Dafür müssen die Ausbildungsstätten erheblich ausgebaut und modernisiert sowie das Lehrpersonal vor Ort verstärkt werden. Die Grundlagen dazu werden mit dem Doppelhaushalt 2019/2020 geschaffen. Schenk: „Mit einer modernen, praxisnahen Ausbildung und sehr guten Perspektiven im Beruf wollen wir junge Menschen begeistern, als Mitarbeiter einer Umweltbehörde, eines Gerichts oder auch beim Finanzamt Teil einer modernen und bürgernahen Verwaltung zu sein, die insgesamt dazu beiträgt, gute Voraussetzungen für die Entwicklung unseres Freistaates zu schaffen. Deshalb erhalten gute Absolventen eine Übernahmegarantie.“

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