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Sachsen treibt Radverkehr voran

14.12.2017, 15:14 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Um den Ausbau des sächsischen Radwegenetzes zu beschleunigen, tritt das sächsische Verkehrsministerium auch 2018 kräftig in die Pedale. Bis Mitte 2018 sollen alle 543 Kilometer Radwegemaßnahmen an Bundes- und Staatsstraßen der höchsten Priorität beauftragt sein. „Es ist unser erklärtes Ziel, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr landesweit nennenswert zu erhöhen und dazu das Netz für den Alltags- und touristischen Radverkehr weiter auszubauen. Dabei sind wir auf einem guten Weg, denn wir haben bereits einiges erreicht“, sagt Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig.

Für den Netzausbau und die Verbesserung der Qualität im Alltagsradverkehr wurden die folgenden Maßnahmen umgesetzt oder eingeleitet:

  • Die Förderung des kommunalen Radwegebaus ist vereinheitlicht und auf 90 Prozent der Kosten erhöht worden. Die Rahmenbedingungen sollen weiter vereinfacht werden.
  • Verknüpfungsstellen mit dem ÖPNV (z. B. Fahrradparkhäuser) werden mit 75 Prozent der Kosten gefördert. Grundlage ist die Richtlinie über die Gewährung von Fördermitteln im öffentlichen Personennahverkehr (RL-ÖPNV).
  • Das touristische Landesradwegenetz „SachsenNetz Rad“ wird fortgeschrieben und sachsenweit mit einer aktuellen durchgängigen Wegweisung ausgestattet. Leipzig dient dafür als Pilotregion.
  • Um geeignete Korridore für Radschnellverbindungen zu ermitteln, wurde eine landesweite Potenzialanalyse auf den Weg gebracht.
  • Der Aufbau einer Radwegedatenbank mit einer systematischen Erfassung von rund 6.000 Kilometern Radwegen (SachsenNetz Rad, Bundes- und Staatsstraßen) unterstützt die Radwegeplanung und -erhaltung, die touristische Vermarktung und die Routenführung.
  • Eine Landesarbeitsgemeinschaft Radverkehr und fünf regionale Arbeitsgemeinschaften wurden etabliert, um die Radverkehrsaktivitäten in Sachsen zu unterstützen und zu koordinieren. Darüber hinaus ist die Gründung einer eigenständigen "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden" vorgesehen, wozu interessierte regionale Vertreter in Kürze angesprochen werden. Dieses neue Gremium wird den gemeinsamen Erfahrungs- und Informationsaustausch erleichtern.
  • Ein neues Gutachten trägt dazu bei, die Planungen zu vereinfachen und stillgelegte Bahntrassen – hinsichtlich der Eingriffe in den Naturschutz – leichter nutzen zu können.
  • Der Umsetzungsstand und die Inhalte der Radverkehrskonzeption des Freistaates Sachsen sollen evaluiert und aktualisiert werden. Kernpunkt ist die Fortschreibung des Radwegebedarfs an Bundes- und Staatsstraßen.

„Den Radverkehr zu stärken bleibt auch zukünftig ein vordringliches Ziel der Staatsregierung. Die Radverkehrskonzeption bildet dabei eine gute Grundlage“, erklärt Martin Dulig. Gleichzeitig bremst der sächsische Verkehrsminister überzogene Erwartungen: „Der jährliche Fortschritt der fertiggestellten Radwege vollzieht sich ungleichmäßig. Der Planungs- und Genehmigungsprozess für ein Radwegebauvorhaben ist oft ähnlich aufwendig wie im Straßenbau.“ Gründe dafür seien erforderliche Planfeststellungsverfahren, Umweltverträglichkeitsprüfungen, die europäische Umweltgesetzgebung und die bisweilen schwierige Beschaffung von Ausgleichsflächen.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Pressesprecher Jens Jungmann

Telefon: +49 351 564 80600

Telefax: +49 351 564 80680

E-Mail: presse@smwa.sachsen.de

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