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Aktuelles zum Feuerbakterium Xylella fastidiosa

03.11.2017, 11:01 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Leichtes Aufatmen: Kontrollen in der sächsischen Pufferzone blieben ohne Befund

Mit dem Abschluss der Vegetationsperiode sind für dieses Jahr auch die Sichtkontrollen nach befallsverdächtigen Pflanzen in der 10-Kilometer-Pufferzone rund um den Ort Pausa im sächsischen Vogtlandkreis abgeschlossen worden. Dort war 2016 in einer Gärtnerei erstmalig in Deutschland das für Pflanzen gefährliche Bakterium Xylella fastidiosa an einer zur Überwinterung untergestellten Oleanderpflanze entdeckt worden.

Wie das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Freitag (3. November 2017) in Dresden mitteilte, liegen jetzt alle Untersuchungsergebnisse vor. Danach hätte weder bei den kontrollierten Pflanzen noch bei den untersuchten Zikadenproben ein Befall mit dem Bakterium Xylella fastidiosa festgestellt werden können.

Das LfULG machte jedoch darauf aufmerksam, dass es trotz des negativen Befundes weiterhin verboten sei, bestimmte Pflanzen aus der Pufferzone zu verbringen. Dieses Verbot gilt sowohl für gewerbliche als auch private Zwecke und betrifft alle spezifizierten Pflanzen, die zum Anpflanzen geeignet sind. Händler innerhalb der Pufferzone sind verpflichtet, die Käufer in geeigneter Art und Weise darauf hinzuweisen.
Das Verbringungsverbot gilt nicht für Schnittblumen, Obst und Gemüse sowie für Holz, Heu und pflanzliche Abfälle.

Von Juni bis Anfang Oktober 2017 hatte das LfULG gemeinsam mit der Firma FORESTRIS AG insgesamt 496 Pflanzenproben von 29 verschiedenen Pflanzengattungen genommen und untersucht. Um eine mögliche Ausbreitung des Bakteriums ins Freiland ausschließen zu können, wurden die Pflanzen im Umkreis von einem Kilometer um die Befallszone durch das Landesamt besonders intensiv und auch ohne Befallsverdacht beprobt. Ebenso wurden in diesem Bereich potentielle Lebensräume von Zikaden untersucht. Sie gelten als Hauptüberträger des Bakteriums. Dabei wurden mit Hilfe von Keschern auch 284 Zikaden aus sieben verschiedenen, in Sachsen vorkommenden Arten gefangen und untersucht.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Internetseiten.

In eigener Sache:

Das LfULG bedankt sich an dieser Stelle bei allen Bürgern und Gewerbetreibenden der Region für ihr Verständnis und ihr überaus kooperatives und freundliches Verhalten gegenüber seinen Mitarbeitern während der diesjährigen Sichtkontrollen.


Kontakt

Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Pressesprecherin Karin Bernhardt

Telefon: +49 351 2612 9002

Telefax: +49 351 4511 9283 43

E-Mail: karin.bernhardt@smul.sachsen.de

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