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Kreative(s) Sachsen unter einem Dach

27.06.2017, 14:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Gemeinsame Pressemitteilung des SMWK und SMWA

Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat sich längst zu einem bedeutsamen Wirtschaftssektor entwickelt und hat im Jahr 2015 mit 65,5 Milliarden Euro rund 2,2 Prozent zur gesamten Bruttowertschöpfung Deutschlands beigetragen. Hochburgen der Kreativwirtschaft in Sachsen sind Dresden, Chemnitz und vor allem Leipzig, das sich zu einem Magneten für kreative Köpfe entwickelt hat. Unter dem Dach des Sächsischen Zentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft „Kreatives Sachsen“ bündelt der Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e.V. seit März dieses Jahres die Interessen der Kultur- und Kreativschaffenden und bietet Unterstützungsmaßnahmen für die Branche an.

Zur heutigen Auftaktveranstaltung im Kraftwerk Mitte in Dresden informierte Kreatives Sachsen über die geplanten Aktivitäten. Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig und Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange hoben in ihren Grußworten die Bedeutung des Zentrums für den Freistaat Sachsen hervor und wünschten den Akteuren viel Erfolg und gutes Gelingen.

„Am Innovationsstandort Sachsen hat sich in den vergangenen Jahren eine lebendige Kultur- und Kreativwirtschaft entwickelt. Dabei ist insbesondere die Kreativwirtschaft wertvoller Ideengeber für die Industrie und trägt somit unmittelbar zu deren Innovations- und damit Wettbewerbsfähigkeit bei. Ich wünsche mir, dass das Zentrum mit seinen Beratungs- und Netzwerkangeboten zum branchenübergreifenden Austausch auf das Interesse der sächsischen Industrie und Unternehmen anderer Branchen stößt. Nur so werden wir durch die Förderung einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der Innovationsinfrastruktur für nichttechnische Innovationen leisten und wesentliche Wertschöpfungsimpulse setzen“, so Minister Martin Dulig.

„Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine der wichtigsten Branchen im Freistaat Sachsen. Deshalb ist es folgerichtig, dass sich mit dem neuen Kreativwirtschaftszentrum eine Instanz entwickelt, die viele Freiberufler und Kleinunternehmer berät, vernetzt und ihnen die nötigen Hilfen bietet. Ich bin sehr froh, dass die Kunst- und Musikhochschulen künftig mit ihrem Lehrangebot auf die Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft eingehen. Denn viele Künstler müssen und wollen nach ihrer Ausbildung auf eigenen Füßen stehen. Wichtig ist auch, dass das neue Kompetenzzentrum alle Akteure dieser jungen, aber stark wachsenden Branchen in ganz Sachsen im Blick hat, in der sächsischen Kulturlandschaft gut vernetzt ist und in alle Kulturräume, urbane wie ländliche, ausstrahlt“, betont Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange.

Kreatives Sachsen wird aus den Haushaltsmitteln des SMWA mit einer Gesamtsumme von ca. 2,5 Mio. Euro über die nächsten fünf Jahre anschubfinanziert. Getragen wird das Zentrum vom Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e.V., der sich mit einem Eigenanteil beteiligt. Damit ist Kreatives Sachsen deutschlandweit die erste Fördereinrichtung für Kultur- und Kreativschaffende, die von den Verbänden der hiesigen Akteure selbst getragen wird. Das Zentrum wird mit seinem Hauptsitz in Chemnitz und Bürostandorten in Dresden und Leipzig sowie an 10 weiteren Orten Beratungs- und Vernetzungsangebote in den urbanen Zentren und im ländlichen Raum anbieten.

In der Sächsischen Staatsregierung berührt das komplexe Vorhaben verschiedene Aufgabengebiete: Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst werden das Projekt in einem Förderbeirat begleiten. Bei Fragestellungen, die die Kreativwirtschaft im ländlichen Raum betreffen, ist zudem das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft beteiligt. Gemäß dem Kulturwirtschaftsbericht 2008 für den Freistaat Sachsen umfasst die Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen die zwölf Teilmärkte Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Darstellende Kunst, Designwirtschaft, Architekturmarkt, Pressemarkt, Werbemarkt, Software/Games-Industrie und Kunsthandwerk.

Das Sächsische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft wird mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Pressesprecher Jens Jungmann

Telefon: +49 351 564 80600

Telefax: +49 351 564 80680

E-Mail: presse@smwa.sachsen.de

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