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20.06.2017, 10:00 Uhr

Hochwasserrückhaltebecken Neuwürschnitz feierlich eingeweiht

„Das neue Hochwasserrückhaltebecken Neuwürschnitz ist nach nur drei Jahren Bauzeit fertiggestellt und einsatzbereit.“ Das verkündete der Geschäftsführer der Landestalsperrenveraltung, Heinz Gräfe, heute (Dienstag, 20. Juni 2017) bei der feierlichen Einweihung des Beckens. „Für die Anlieger an der Würschnitz ist dies ein freudiges Ereignis. Für sie hat sich der Hochwasserschutz zum Teil erheblich verbessert“, so Gräfe. Die Wirkung sei bis in die Chemnitzer Ortsteile Klaffenbach und Harthau zu spüren.

Grundlage für den Bau waren die Hochwasserschutzkonzepte, die nach dem Hochwasser 2002 von der sächsischen Staatsregierung erstellt wurden. Darin wurde auch nach möglichen Standorten für Hochwasserrückhaltebecken gesucht. Untersuchungen zeigten, dass das Becken bei Neuwürschnitz der einzige wirksame und realisierbare Standort für eine Stauanlage ist. Zusätzlich werden für die Kommunen entlang der Würschnitz örtliche Hochwasserschutzmaßnahmen geplant.

Die Planungen begannen im Jahr 2008. Nur zwei Jahre später konnten die Pläne zur Genehmigung eingereicht werden. Offizieller Baubeginn war im März 2014, wobei bereits seit 2012 vorbereitende Arbeiten liefen. So musste beispielsweise eine Trinkwasserfernleitung umverlegt werden.

Die Hochwasserschutzanlage besteht aus einem Steinschüttdamm mit innenliegender Asphaltbetondichtung. In den Damm wurde ein Auslaufbauwerk mit einer Stauwand integriert. Dort befindet sich auch die Ökoschlucht – ein nach oben offener Durchlass, der Landtieren und Wasserlebewesen die Möglichkeit gibt, das Bauwerk zu durchqueren. Die Ökoschlucht wurde naturnah gestaltet. So wurde mit Hilfe von Steinriegeln ein mäandrierender Flusslauf geschaffen, den Fische auch bei Niedrigwasser durchschwimmen können.

Eingestaut wird das Becken nur bei Hochwasser. Sind die Zuflüsse größer als fünf Kubikmeter Wasser pro Sekunde, schließen sich die Schütze. An den Unterlauf abgegeben werden dann nur noch 1,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. So können Hochwasserspitzen im Becken zwischengespeichert werden. Auch Treibgut und Geschiebe werden zurückgehalten und können so flussabwärts keine Schäden verursachen.

Die Kosten für das Hochwasserrückhaltebecken Neuwürschnitz liegen bei rund 21,8 Millionen Euro, die durch Bundesmittel finanziert wurden.

Technische Daten
Lage: Neuwürschnitz, Landkreis Erzgebirge/Zwickau
Bauzeit: 03/2014-05/2017
Hydrologie / Nutzung
Gestautes Gewässer: Beuthenbach
Gesamteinzugsgebiet: 12 km²
Abgabekapazität der 2 Betriebsauslässe bei Vollstau: 32,4 m³/s
Leistungsfähigkeit der Hochwasserentlastungsanlage: 41,6 m³/s
Staubecken
Gesamtstauraum: 1.029.000 m³
davon gewöhnlicher Hochwasserrückhalteraum: 923.000 m³
außergewöhnlicher Hochwasserrückhalteraum: 106.000 m³
Stauseefläche bei Vollstau: 25,53 ha
Vollstauhöhe über Talsohle: 10,50 m
Absperrbauwerk
Höhenlage der Dammkrone: 439,50 m ü. NHN
Kronenlänge: 535 m
Kronenbreite: 5,0 m
max. Dammhöhe: 12,50 m
Dammaufstandsfläche: 29.600 m²
Bauwerksvolumen: 157.200 m³

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