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08.06.2017, 14:05 Uhr

Barockgarten Großsedlitz erstrahlt in frischem Glanz – Übergabe der umfangreich sanierten Gartenbereiche

Heute übergab der Referatsleiter im Finanzministerium, Prof. Dr. Rainer Storch, symbolisch den Schlüssel für die sanierten Gartenbereiche im Barockgarten Großsedlitz an den Geschäftsführer der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (Schlösserland Sachsen), Dr. Christian Striefler. Dieser reichte den Schlüssel weiter an die Schlossleiterin des Barockgartens Großsedlitz, Dr. Andrea Dietrich.

Die im April 2013 begonnene und jetzt abgeschlossene Baumaßnahme umfasste zahlreiche Einzelmaßnahmen.

So wurden u.a. die Wasserspiele im Oberen und Unteren Orangerieparterre einer umfassenden Sanierung unterzogen, bei der die gesamte Wassertechnik erneuert und Sandsteinplastiken und Becken restauriert und saniert wurden. Dabei wurde im Becken des Wasserspiels „Stille Musik“ unter 3 Schichten Beckenboden neueren Datums der originale Beckenboden wiederentdeckt. Der originale Beckenboden wurde bei der Sanierung aufgearbeitet und sichtbar wiederverwendet. Weiterhin wurden die gesamten Treppenanlagen im Unteren Orangerieparterre saniert und restauriert.

In den Freianlagen wurden ca. 7700 m² Wegeflächen wiederhergestellt, wobei das für den Barockgarten Großsedlitz typische, gelbe Material aus der Kiesgrube Ottendorf-Okrilla verwendet wurde. Weiterhin wurden zur Erneuerung des historischen Lindenbestandes und zum Ersatz gefällter Bäume 163 speziell aus Stecklingen vorgezogene Linden gepflanzt.

Die Baukosten betrugen ca. 3,8 Millionen Euro.

Die Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Hintergrund:
Der südlich von Heidenau gelegene Barockgarten Großsedlitz besitzt als hervorragend erhaltene barocke Gartenanlage eine besondere Bedeutung in Sachsen. Die im 18. Jahrhundert entstandene Anlage blieb unvollendet, erfuhr in späteren Epochen aber auch keine Überprägung und kaum Veränderung.
Der etwa 18 Hektar große Garten gilt als überragendes Beispiel für französische Gartenbaukunst in Sachsen; er ist eine der authentischsten Barockanlagen Deutschlands.

Der Barockgarten im Heidenauer Stadtteil Großsedlitz wurde 1719 bis 1723 vom Reichsgrafen August Christoph von Wackerbarth als Landsitz mit Orangerie erbaut. Dieser hatte ihn bereits 1715 erworben. Der Schöpfer der Konzeption des geplanten dreiflügeligen Schlosses nach französischem Barockstil ist unbekannt. Entwürfe von Pöppelmann, Longuelune und Knöffel für die Anlage sind bekannt. Bis 1720 errichtete man den Rohbau.
Bereits 1723 kam das Anwesen in den Besitz von Kurfürst August dem Starken, der es gartenbaulich und architektonisch bis 1727 unter anderem durch Longuelune vergrößern und umgestalten ließ.
Als Lustgarten wurde die Anlage bis 1763 für Festlichkeiten des Dresdner Hofes genutzt.

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