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10.04.2017, 16:25 Uhr

Tag 6: Mosambik - Sachsen treffen auf "Sachsen" im Bergbausektor

Nach fünf intensiven Tagen mit zahlreichen Terminen in Johannesburg, Pretoria und Durban, ist die sächsische Delegation unter Leitung von Wirtschaftsminister Martin Dulig am Sonntag nach Maputo, in die Hauptstadt von Mosambik, weitergereist. Aufgrund der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage, bietet das Land kurzfristig weniger Absatzchancen für deutsche Unternehmen als Südafrika. Über Kohle und Gas hinaus ist Mosambik jedoch reich an Bodenschätzen. Aufgrund des großen Rohstoffvorkommens ist, falls sich die politische Lage im Land stabilisiert, in den nächsten Jahren mit einem überdurchschnittlich hohen Wirtschaftswachstum zu rechnen. In der rund 1,2 Millionen-Einwohner-Stadt standen heute insgesamt sechs Programmpunkte auf der Tagesordnung.

Nach einem Briefing durch den deutschen Botschafter Detlev Wolter und Vertretern der Außenhandelskammer zur politischen und wirtschaftlichen Lage, traf sich Wirtschaftsminister Martin Dulig mit dem mosambikanischen Außenminister Oldemiro Baloi: "Ich freue mich, dass unsere beiden Länder so lange schon zusammenarbeiten, vor allem im Bereich Bergbau und Bildung. Wir schätzen die Hilfen sehr.“ So kooperieren bereits heute die TU Bergakademie Freiberg und die Universität Leipzig mit mosambikanischen Hochschulen. Dulig: "Wir wollen das Land weiter unterstützen. Unsere Zusammenarbeit reicht weit in die Zeit der DDR zurück, daran wollen wir anknüpfen und unsere Freundschaft weiter ausbauen." Baloi warb für deutsche Investitionen in Mosambik und freut sich auf einen baldigen Besuch im Freistaat Sachsen.

Anschließend gab es ein Treffen mit der Ministerin für Energie und Rohstoffe, Letícia Deusina da Silva Klemens. Denn Sachsen und Mosambik verbindet ebenfalls seit DDR-Zeiten eine lange Zusammenarbeit im Bergbau. Der im Aufbau und Wachsen befindliche Bergbausektor bietet Chancen, das sächsische Know-how in der Rohstoffgewinnung dort zu vermarkten. Der Freistaat unterstützt Mosambik beim Aufbau und Betrieb eines Zentrums für Bergbausicherheit und Grubenrettungs- und Gasschutzwesen (ZBGG). Minister Dulig konnte heute einen von sächsischen Experten erarbeiteten Entwurf eines Gesetzes für den Aufbau eines landesweiten Konzeptes für den Aufbau des ZBGG übergeben. Zusätzlich hatte Minister Dulig eine Überraschung im Gepäck: Einsatzausrüstung für 16 Bergleute der im Aufbau befindlichen Grubenwehr. Symbolisch wurden zwei Helme übergeben - die übrige Ausrüstung wird in den nächsten Tagen vor Ort eintreffen.

Dulig: „Wir leisten sowohl mit diesem Geschenk, als auch mit unserer Expertise einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit für den Bergbau in Mosambik und die hier Beschäftigten. Die Ministerin warb für noch stärkere Hilfen bei der Ausbildung - im Hochschulbereich, aber vor allem auch im Bereich des Dualen Systems." Ministerin da Silva Klemens: "Unser Ziel ist, dass wir 0 Grubenunfälle haben. Dafür brauchen wir qualifizierte und gute Mitarbeiter und benötigen Hilfe aus Sachsen, von unseren langjährigen Freunden."

Vor 1990 waren tausende Mosambikaner in der DDR, speziell auch in Sachsen, ausgebildet worden bzw. als Gastarbeiter beschäftigt. Diese arbeiten heute in entscheidenden Positionen in Verwaltung, Wissenschaft und Unternehmen. Aus dem Besuch der damaligen Bergbauministerin Mosambiks, Frau Bias in Sachsen im Jahr 2013 hat sich eine weitergehende, sehr intensive Zusammenarbeit des Freistaates Sachsen mit Mosambik entwickelt. Seit 2014 haben 17 Studenten in Freiberg mit dem Studium begonnen.

Anlass genug, ein Treffen mit den Alumni der TU Freiberg in den Räumlichkeiten des deutsch-mosambikanischen Kulturzentrums CCMA zu veranlassen. In diesem Rahmen wurde heute auch eine Absichtserklärung zwischen der Universität Eduardo Mondlane und der TU Freiberg unterzeichnet, um die weitere Zusammenarbeit beider Hochschulen voranzutreiben.

"Deutschland hat nur einen Botschafter in Mosambik, Sachsen hat mit den einstigen Studenten der Bergakademie Freiberg allein 30 sogenannte Botschafter hier in Mosambik. Sie gehören zu den besten Absolventen und Bergleuten der Welt. Ich freue mich, dass bis heute die Verbindungen bestehen und noch weiter ausgebaut werden können", so Wirtschaftsminister Martin Dulig, auch zuständig für den Bergbau im Freistaat. Professor Carsten Drebenstedt, unterzeichnete für die TU Bergakademie Freiberg die Absichtserklärung zur engeren Zusammenarbeit.

Am Abend folgt die Delegation der Einladung des deutschen Botschafters Detlev Wolter zu einem Empfang in seine Residenz.

Hintergrund:
Vom 5. – 12. April reist Wirtschaftsminister Martin Dulig mit einer Delegation aus Politik- und Unternehmensvertretern nach Südafrika und Mosambik. Schwerpunkt der Reise ist die Förderung von Absatz- und Kooperationsaktivitäten sächsischer Unternehmen und die Vertiefung bereits bestehender Kontakte in Mosambik und Südafrika in den Bereichen Bergbau, Rohstoffgewinnung und -verarbeitung sowie Energie- und Umwelttechnik und Maschinenbau. Stationen sind die Städte Johannesburg, Durban und Pretoria in Südafrika sowie Maputo in Mosambik. Neben Firmenbesuchen sind auch Gespräche mit offiziellen Vertretern, Netzwerkpartnern und Partneruniversitäten geplant.

Über die Reise berichten wir kontinuierlich auf unserer Website (http://www.smwa.sachsen.de/delegationsreise.htm). Medienvertreter können Fotos für Veröffentlichungen über die SMWA-Pressestelle kostenfrei erhalten. Fotos und Informationen finden Sie auch auf unserer Facebook-Seite (https://www.facebook.com/smwa.sachsen) und unserem Twitter-Account (http://www.twitter.com/SMWA_SN).

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