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10.11.2016, 22:19 Uhr

Neues Institut des DLR kommt nach Sachsen: „Ein zentraler Meilenstein für die Softwareforschung!“

Es ist geschafft! Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in Berlin hat in seiner Bereinigungssitzung am Abend die Ansiedlung beziehungsweise den Aufbau eines Institutes für angewandte Softwareforschung in der Luftfahrt in Sachsen beschlossen. Für den Freistaat ist damit ein zentrales Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag in die Umsetzungsphase getreten. Wirtschaftsminister Martin Dulig: „Ich freue mich, dass wir nach Monaten der harten Arbeit heute diesen Erfolg vermelden können. Wir haben auf vielen Ebenen und an vielen Stellen für das Institut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt geworben. Daher Danke an alle Beteiligten. Besonders an unseren SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Jurk, der die Entscheidung im Bundestag maßgeblich unterstützt und vorangetrieben hat. Ohne ihn hätten wir für die heutige Abstimmung im Bundestag keine Mehrheit organisieren können. Aber Dank geht auch an den Ersten Bürgermeister von Hamburg, Olaf Scholz, der uns stets unterstützt hat.“
Minister Dulig hatte sich u.a. bereits Anfang 2015 mit der Bitte um Unterstützung bei der Einrichtung eines Softwareinstitutes an das Bundeswirtschaftsministerium gewandt. Es gab diverse Gespräche mit dem DLR, Silicon Saxony und anderen Partnern aus der Wirtschaft.

Ziel des Software-Institutes ist ein anwendungsnahes, außeruniversitäres Institut mit überregionaler Strahlkraft und hoher Attraktivität für Wissenschaft und Wirtschaft. Im aktuell zu beschließenden sächsischen Haushalt 2017/18 sind dafür fünf Millionen Euro pro Jahr vorgesehen. Im Rahmen der Haushaltsverhandlungen des Bundes hat der Haushaltsausschuss heute Abend beschlossen, zusätzliche Mittel in Höhe von 42 Mio. Euro für sechs neue Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bereit zu stellen.  Auf Sachsen entfallen 7,5 Millionen Euro. Dazu Wirtschaftsminister Martin Dulig: „Mit dem Institut erhält die Softwareforschung nicht nur in Sachsen einen ganz wesentlichen Impuls.“ Der Haushalt muss nun noch vom Bundestag bestätigt werden, um Gesetzeskraft zu erlangen.

„Software wird im Zuge der Digitalisierung immer mehr zu einem Kernelement. Die wachsende sächsische Softwareindustrie hat das Potenzial, hier eine Treiberfunktion zu übernehmen. Zusammen mit dem in Sachsen starken Hardware-Sektor und der hier ansässigen Chipindustrie verfügen wir über beste Voraussetzungen um die Herausforderungen der Digitalisierung mitzugestalten“, so Dulig weiter.

Als strategisch besonders interessante Trägerorganisation ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) der bevorzugte Partner für den Freistaat. Die Entscheidung für einen Standort liegt bei der Trägerorganisation und wird voraussichtlich am 24. November vom Senat des DLR in seiner Sitzung beschlossen.

„Die Entwicklung der Hard- und Software-Technologien einschließlich zugehöriger Standards und Zertifizierungen für das Internet der Dinge ist weltweit in vollem Gange. Forschungsfelder und Inhalte kristallisieren sich jetzt heraus und bestimmen jene Entwicklungsrichtungen und -trends, die entscheidenden Einfluss auf die Digitalisierungstechnologien der Zukunft haben. Wir wollen diese Entwicklung mitgestalten, um Sachsen und Deutschland insgesamt als Software-Standort zu stärken und von den Megatrends Industrie 4.0, Cybersecurity, Internet der Dinge profitieren“, so Wirtschaftsminister Martin Dulig.

Wesentliche Impulse für die Ansiedlung beziehungsweise den Aufbau eines Software-Institutes kamen aus der Softwarebranche selbst. Minister Dulig: „Das Besondere an einem DLR-Institut ist, dass es anwendungsnah für unsere Wirtschaft ist. Es ist kein wissenschaftliches Institut, was von oben nach unten funktioniert, wo rein wissenschaftlich gearbeitet wird. Unser Konzept ist von Anfang an mit Hilfe der Unternehmen aus Sachsen mitentwickelt worden, was ein großer Vorteil ist. Denn die zu schaffenden Anwendungen werden tatsächlich direkt aus unserer Wirtschaft heraus nachgefragt und später angewendet.“

Mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten in der Beschäftigung liegt der Bereich Software und Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) in Sachsen seit 2010 im Dienstleistungssektor und im Industrievergleich unangefochten an der Spitze. Insgesamt sind in Sachsen im Bereich Software/IKT in ca. 1.900 Unternehmen über 31.000 Mitarbeiter beschäftigt, die einen jährlichen Umsatz von über sieben Milliarden Euro erwirtschaften.

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