European Energy Award für elf Kommunen

07.11.2016, 14:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Auszeichnung für Einsparung von Energie

Umweltminister Thomas Schmidt hat auf der 9. Jahrestagung des „Kommunalen Energie-Dialog Sachsen“ heute elf sächsische Städte, Gemeinden und Landkreise mit dem European Energy Award (eea) ausgezeichnet. „Der European Energy Award ist ein sehr gutes Instrument, mit dem Kommunen systematisch Reserven bei ihrer Energieeffizienz erkennen und nutzen können. Der Freistaat unterstützt sie daher gern bei der Teilnahme“, sagte der Minister bei der Jahrestagung in Dresden. Neu unter den Ausgezeichneten sind Limbach-Oberfrohna, Oelsnitz im Erzgebirge, Riesa, Weißwasser sowie die Landkreise Bautzen und Nordsachsen. Großpösna und der Vogtlandkreis erhalten die Auszeichnung bereits zum zweiten, Niesky und Zittau zum dritten Mal. Spitzenreiter ist die Stadt Görlitz. Sie erhält die Auszeichnung bereits zum fünften Mal.

Minister Schmidt dankte den Kommunen und ihren Mitarbeitern für ihr Engagement beim eea: „Kommunen sind wichtige Akteure und Vorbilder bei der Umsetzung von Klimaschutzzielen. Ihr Einsatz beim kommunalen Klimaschutz ist zwar eine freiwillige und zusätzliche Aufgabe. Sie leisten damit aber einen wichtigen Beitrag, um die Zukunftsaufgaben Klimawandel und Klimaschutz zu bewältigen“.

„Investition in Energieeffizienz ist gut angelegtes Geld. Sie rechnet sich in den meisten Fällen sehr schnell. Die Einsparung von Energie ist der beste Weg, das Klima und unsere natürlichen Ressourcen zu schützen“, so Minister Schmidt. „Die Maßnahmen der ausgezeichneten Kommunen sind nachahmenswert.“

So wird in Großpösna auf den Garagen eines Neubaus der Gemeindeverwaltung eine Solaranlage errichtet, die jährlich 18 500 Kilowattstunden Strom erzeugt. Durch eine sinnvolle Eigennutzung des so gewonnenen Stroms wird der Stromverbrauch des Neubaus zu 40 Prozent gedeckt werden.

Limbach-Oberfrohna hat eine umfassende Bestandserfassung seiner Straßenbeleuchtung vorgenommen und setzt bei neuen Anlagen auf energieeffiziente LED-Technik. Auch bei bestehenden Anlagen wurden Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt. So konnten die Energiekosten allein von 2014 bis 2015 um 19 Prozent gesenkt werden.

Im Vogtlandkreis nutzen Mitarbeiter des Landratsamtes bei Außenterminen Elektrofahrzeuge. Neben diesem Test engagiert sich der Landkreis gemeinsam mit Kommunen für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur. Die derzeit 17 öffentlich zugänglichen Ladestationen sind auf der Internetseite des Landkreises zu finden und als handliche Steckbriefe zum Mitnehmen verfügbar. Eine der 17 Stationen ist ein Energie-Carport, das Photovoltaik und Windnutzung direkt mit einer Elektroladesäule vereint.

Hintergrund:

Der eea ist ein europäisches Zertifizierungs- und Qualitätsmanagementsystem, das Kommunen dabei unterstützt, ihren Energieverbrauch zu erfassen und zu bewerten. Im Rahmen der Zertifizierung werden Stärken und Schwächen analysiert sowie Potenziale zur Energieeinsparung, der Energieeffizienz und des Einsatzes erneuerbarer Energien in kommunalen Einrichtungen identifiziert.

Das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft unterstützt die Teilnahme und trägt 80 Prozent der Kosten. Noch in diesem Jahr wird auch der Einsatz einer Energiemanagement-Software gefördert, die eine Aus- und Bewertung des Energieverbrauchs kommunaler Gebäude erlaubt. Im Freistaat Sachsen nehmen derzeit 33 Städte und Gemeinden sowie drei Landkreise am eea teil.

„Damit sich Wissen und Know-how noch schneller verbreitet, hat unser Ministerium die Zukunftsinitiative simul+ gestartet“, so der Minister. „Mit ihr wollen wir Wissenschaft und Praxis vernetzen und innovative Projekte aus den Bereichen Umwelt, Land- und Ernährungswirtschaft vorstellen. Erfahrungsaustausch, Kontakte, neue Ideen und Projekte sind dabei unser Ziel. Auch der European Energy Award ist dafür ein wichtiges Instrument.“

European Energy Award:
www.saena.de/themen/european-energy-award.html

Zukunftsinitiative simul+:
www.simulplus.sachsen.de


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft

Pressesprecher Robert Schimke
Telefon: +49 351 564 20040
Telefax: +49 351 564 20007
E-Mail: robert.schimke@smekul.sachsen.de
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