Deich zwischen Moritz und Promnitz instand gesetzt

28.10.2015, 11:50 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Freistaat hat 15 Millionen Euro für Deichsanierungen im Raum Riesa ausgegeben

Der Elbedeich zwischen den Zeithainer Ortsteilen Moritz und Promnitz (Landkreis Meißen) ist komplett instand gesetzt und kann die Region im Raum Riesa nun wieder bei einem Hochwasser der Elbe schützen. „Der Freistaat investiert nicht nur in den Neubau von Hochwasserschutzanlagen, sondern setzt viel Kraft und Geld bei der Sicherung und Instandsetzung der vorhandenen Deiche an der Elbe und in ganz Sachsen ein“, sagt Umweltminister Thomas Schmidt anlässlich der heutigen Einweihung des erneuerten Deichabschnittes. „Allein für die Schadensbeseitigung und Sicherung der vorhandenen Elbedeiche im Raum Riesa haben wir seit Mitte 2013 ca. 15 Millionen Euro investiert.“

Beim Hochwasser im Juni 2013 waren die Deiche auf beiden Seiten der Elbe im Raum Riesa starken Belastungen ausgesetzt. An vier Stellen kam es damals infolge von Überströmungen und Ausspülungen zu Deichbrüchen. Der Deich zwischen Moritz und Promnitz brach auf einer Länge von 150 Metern.

Bei der Schadensbeseitigung im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung (LTV) wurden nicht nur die Deichbrüche wieder geschlossen, sondern in bestimmten Bereichen auch die Oberfläche der Deiche massiv befestigt und auf der Landseite abgeflacht. Diese sogenannten „Überströmstrecken“ verhindern, dass der Deich bei Hochwasser im Falle einer erneuten Überströmung wieder ausgespült wird und bricht. Außerdem haben die Fachleute der LTV in vielen Deichabschnitten sogenannte Dichtwände einbauen lassen, um die Durchsickerung der Deiche zu verhindern. Die Deiche im Raum Riesa haben schließlich neue Deichverteidigungswege erhalten, um diese bei Hochwasser besser erreichen, kontrollieren und mit Sandsäcken stabilisieren zu können. Das wird die Einsatzkräfte bei künftigen Hochwassern bei der Deichverteidigung deutlich entlasten.

Parallel arbeitet der Freistaat in der Region an der weiteren Verbesserung des Hochwasserschutzes durch neue Anlagen. So soll der neue Hochwasserschutz für Riesa-Gröba (derzeit im Bau) bis Ende 2016 fertiggestellt werden. Für Nünchritz sowie Röderau befinden sich die Planungen derzeit im Planfeststellungsverfahren.

Hintergrund:

Der Freistaat Sachsen hat seit dem Jahr 2002 2,1 Milliarden Euro in die nachhaltige Schadensbeseitigung an Fließgewässern und in den präventiven Hochwasserschutz investiert, darunter 15 Millionen Euro in die Deiche im Raum Riesa. Bis zum Jahr 2020 sind in Sachsen weitere Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro vorgesehen.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Pressesprecher Oliver Rittweger
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Telefax: +49 351 564 20007
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