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07.02.2015, 13:15 Uhr

Auszeichnung für leidenschaftliche Naturtäter

SMUL, NABU und LaNU beenden Projekt zur Nachwuchsgewinnung

Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), der Naturschutzbund Deutschland (NABU), Landesverband Sachsen e. V., und die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) haben heute (7. Februar 2015) in Leipzig die aktivsten Helfer des Projektes „Naturtäter – Für Kröten tu’ ich alles!“ (www.naturtaeter.de) und die Preisträger der ausgelobten Wettbewerbe ausgezeichnet. Ziel des im Februar 2014 gestarteten Projektes war es, junge Menschen mittels neuer Medien (soziale Netzwerke Facebook und Twitter) für ein Engagement im Naturschutz in Sachsen zu begeistern und ein in den Regionen Dresden, Leipzig und Freiberg laufendes Amphibienschutzprojekt aktiv über die neuen Medien zu steuern.

„Ich danke allen beteiligten Naturtätern für ihren engagierten Einsatz im vergangenen Jahr und hoffe, dass sie dem Naturschutz auch weiterhin die Treue halten“, sagt Umweltminister Thomas Schmidt. „Wir haben bei der Arbeit an dem Projekt in den vergangenen Monaten viel gelernt. Heute soll gemeinsam gefeiert werden und ab morgen wird das Projekt evaluiert, um erfolgversprechende Ansätze für vergleichbare Kampagnen zu identifizieren.“ Die Ergebnisse sollen dann auch anderen Trägern des ehrenamtlichen Naturschutzes sowie des Naturschutzdienstes zur Verfügung gestellt werden.

„Wir freuen uns über die gelungenen Amphibien- und Biotopschutzaktionen der Naturtäter. Durch das Projekt ist es gelungen, die öffentliche Wahrnehmung der Naturschutzthemen zu verbessern“, versichert Bernd Heinitz, Landesvorsitzender des NABU Sachsen. „Die beteiligten Gruppen, der NABU-Landesverband und weitere Beteiligte konnten wertvolle Erfahrungen im Umgang mit modernen Medien und sozialen Netzwerken sammeln. Unter anderem hat nun auch der NABU Sachsen einen Facebook-Auftritt. Das Wichtigste aber: Zahlreiche Helfer konnten motiviert werden, sich an den Aktionen vor Ort zu beteiligen. Viele werden ihr Engagement für den Naturschutz fortsetzen, so dass der Artenschutz von dem Pilotprojekt weiterhin profitieren kann.“

LaNU-Stiftungsdirektor Dietmar Kammerschen freut sich über das große Interesse an dem Projekt und wünscht sich von den jungen Leuten: „Nehmt die Sache in die Hand und sorgt dafür, dass noch mehr darüber gesprochen wird.“

Bei einer Fachexkursion von Dresden über Freiberg nach Leipzig haben sich die Teilnehmer seit dem Vormittag über die Arbeit der Naturtäter informiert und ihre praktischen Erfahrungen im Amphibienschutz der letzten Monate ausgetauscht. Am Abend trafen sich ca. 150 Naturtäter zur Preisverleihung im Gondwanaland des Leipziger Zoos. Hier wurden die Preisträger in den Kategorien „Foto“, „Film“ und „Krötenwarnschild“ bekanntgegeben und die Preise überreicht. Auch der aktivste Naturtäter wurde ausgezeichnet.

Für weitere Informationen zur Veranstaltung und zu den ausgezeichneten Personen wenden Sie sich bitte an Ina Ebert, NABU Landesverband Sachsen e. V., 0157 82 33 31 36.

Hintergrund:

In den derzeit sieben nach Sächsischem Naturschutzgesetz anerkannten Naturschutzvereinigungen sind insgesamt 44 000 Mitglieder organisiert. Die Arbeit der anerkannten Naturschutzvereinigungen ist sehr wichtig für den Biotop- und Artenschutz und spielt eine große Rolle in der Umweltbildung. Im NABU Sachsen sind fast 100 Gruppen sachsenweit aktiv.

Die zurzeit 1 136 Mitglieder des ehrenamtlichen (staatlichen) Naturschutzdienstes sind im Durchschnitt 60 Jahre alt, und fast die Hälfte hat das Rentenalter bereits erreicht. Durchschnittlich engagieren sie sich seit 26 Jahren als Naturschutzhelfer – so die Ergebnisse der Ehrenamtsstudie (www.natur.sachsen.de) aus dem Jahr 2012. Die Zahl junger Naturschutzhelfer unter 30 Jahren hat erheblich abgenommen. Dadurch sind auf Dauer wesentliche Funktionen des Ehrenamtes im Naturschutz (zum Beispiel im Monitoring und fachliche Stellungnahmen), die für den Naturschutz in Sachsen essentiell sind, in Frage gestellt.

Das SMUL unterstützt die seit einem Jahr laufende Kampagne des NABU mit Zuschüssen für notwendige Personal- und Sachaufwendungen für die Begleitung des Amphibienschutzprojektes in den sozialen Medien sowie für die Nutzung moderner Informationstechnologien bei der Projektdurchführung.

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Telefon +49 351 564 2053
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