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Wettbewerb „wissen.schafft.arbeit“

24.11.2014, 15:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Sächsisches Wissenschaftsministerium würdigte mit Sonderpreis erfolgreichen Technologietransfer im Freistaat

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und die SolarSpring GmbH, beide aus Freiburg, sind die Sieger des diesjährigen Wettbewerbes „wissen.schafft.arbeit“, den die Technische Universität Chemnitz zum sechsten Mal ausgelobt hat. Der durch die Sachsen Bank und die Niles-Simmons-Hegenscheidt Gruppe vergebene Hauptpreis, der mit 20.000 Euro dotiert ist, wurde bei einer Festveranstaltung heute in Chemnitz für die Ausgründung der Solarspring GmbH und das Projekt der solarbetriebenen Wasseraufbereitung überreicht. Der Wettbewerb zeichnet einmal jährlich besonders gelungene und nachhaltige Transferprojekte aus.

Den mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst erhielt das Projekt „SepSelsa – Verfahren zum vollständigen Seltenerd-Recycling aus Leuchtstoffrückständen“, eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der TU Bergakademie Freiberg und der FNE Entsorgungsdienste GmbH aus Freiberg. Mit diesem Sonderpreis, den das Wissenschaftsministerium zum vierten Mal verleiht, wird ein Projekt ausgezeichnet, das Technologie mit besonderem Entwicklungspotenzial durch einen erfolgreichen Technologietransferprozess in Sachsen zur Anwendung bringt.

Die IAV GmbH stiftete außerdem den mit 2.500 Euro dotierten Sonderpreis Wachstum. Dieser zeichnet kleine Unternehmen mit besonders positiver Entwicklung bzw. Unternehmen in Gründung aus. Die Entscheidung der Jury fiel auf das erfolgreiche Transferprojekt der Professur Systems Engineering der TU Dresden und CLOUD & HEAT Technologies GmbH Dresden. Die Innovation ist hierbei die Nutzung der Abwärme von Servern von verteilten dezentralen Rechenzentren für die Gebäudeheizung und zur Warmwasseraufbereitung in Passivhäusern.

Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, gratulierte: „Mein Glückwunsch gilt allen Siegern des Wettbewerbes für ihr gelungenes kreatives, gemeinsames Arbeiten. Der TU Chemnitz danke ich sehr für die großen Bemühungen, das so wichtige Thema Technologietransfer zu intensivieren und in die Öffentlichkeit zu bringen. Für die TU Chemnitz und für die Unternehmen der Region Südwest- und Mittelsachsen gilt beim Technologietransfer eine besondere Anwendungsnähe von Forschung und Entwicklung, die beispielgebend ist.“

Wettbewerb „wissen.schafft.arbeit“
Mit dem deutschlandweiten Wettbewerb „wissen.schafft.arbeit“ wird die erfolgreichste Kooperation zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, denen eine nachhaltige Überführung von Wissen in die Wirtschaft gelungen ist, prämiert. Der Wettbewerb richtet sich an kleine oder mittelständische Unternehmen und Wissenschaftsunternehmen, die erfolgreich beim Wissens- und Technologietransfer zusammengearbeitet haben.

Vor allem innovative und nachhaltige Kooperationsformen mit Modellwirkung sind preiswürdig. Bewertungskriterien für eine aus sieben Mitgliedern bestehende Jury sind die Umsetzung der Transferidee, die Gestaltung des Transferprozesses, der wirtschaftliche Erfolg und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Nicht das innovative Produkt als solches steht im Vordergrund, sondern die Gestaltung von Transfer und Kooperation. Wegen der erforderlichen Beteiligung eines sächsischen Unternehmens standen 2014 für den Sonderpreis des SMWK 14 der insgesamt 31 Bewerbungen zur Auswahl.

Im vergangenen Jahr ging der vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst ausgelobte Sonderpreis an das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und seine Tochterfirma - die HZDR Innovation GmbH.

Hintergrund zum Projekt SepSelsa
In dem ausgezeichneten Projekt hat die TU Bergakademie Freiberg ausgehend von eigenen Entwicklungsergebnissen eine Potenzialanalyse durchgeführt und Verwertungsoptionen geprüft. Ergebnisse des Transferprojekts waren die gemeinsame Verfahrensentwicklung sowie der Bau einer Pilotanlage bei der FNE Entsorgungsdienste GmbH. Entwicklungsarbeiten am Institut für Technische Chemie der Universität zum Seltenerd-Recycling führten zu einem umweltfreundlichen und zugleich wirtschaftlichen Verfahren zur Aufbereitung von Leuchtstoffabfällen. Die Deponierung des Sonderabfalls kann somit künftig entfallen. Auf diese Weise ist die Rückführung der recycelten Rohstoffe in den Stoffkreislauf möglich. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Versorgung der Wirtschaft mit Industriemetallen und reduziert zugleich den Energie- und Ressourcenverbrauch.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Pressesprecher Falk Lange
Telefon: +49 351 564 60200
E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de
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