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02.10.2014, 14:00 Uhr

Mauerkrone der Talsperre Eibenstock ab sofort offen!

Landestalsperrenverwaltung unterstützt sanften Tourismus

Der Fußweg über die Mauerkrone der Talsperre Eibenstock ist seit heute (Donnerstag, 2. Oktober 2014) 15 Uhr für jedermann frei zugänglich. „Das ist ein weiterer Meilenstein für die Entwicklung eines sanften Tourismus in der Region“, sagte der Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung, Dr. Hans-Ulrich Sieber. Der Staatsbetrieb hat in der Vergangenheit schon mehrere Mauerkronen seiner Talsperren als Fußwege für die Öffentlichkeit freigegeben. Eine gesetzliche Verpflichtung dazu besteht nicht. „Wir bringen uns jedoch gern ein und helfen damit, die touristischen Möglichkeiten in der Region zu verbessern“, so Sieber.

Die Talsperre Eibenstock als größte Trinkwassertalsperre Sachsens prägt maßgebend das Landschaftsbild der Auersbergregion. Baden und Wassersport sind in der Talsperre verboten. Trotzdem ist sie ein Anziehungspunkt für zahlreiche Touristen. Die Öffnung der Mauerkrone ist nicht die erste Aktion für die Öffentlichkeit an der Talsperre Eibenstock. So ermöglichte die Landestalsperrenverwaltung beispielsweise am Tag des Wassers im März 2012 Besichtigungen im Inneren der Staumauer.

Im August 2012 verschönerte Künstler Klaus Dauven die Staumauer mit einer Reinigungszeichnung. Dabei entfernte er gezielt Schmutzflächen. Zum Vorschein kamen zwei Forellen, die sich im Wasser tummeln. Seitdem hat sich das Interesse an einem Besuch der Talsperre Eibenstock noch einmal um ein Vielfaches gesteigert.

Zu Veranstaltungen wie dem Drei-Talsperren-Marathon oder Sternwanderungen wurde die Mauerkrone auch in der Vergangenheit geöffnet. Die Mauerkrone der Vorsperre Schönheiderhammer wurde bereits im Jahr 2006 freigegeben. Seit 2009 gibt es an der Vorsperre einen Wassererlebnispfad, den die Landestalsperrenverwaltung in Kooperation mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst und dem Zweckverband Naturpark Erzgebirge/Vogtland anlegte. Auf der Mauerkrone der Talsperre Eibenstock gibt es Informationstafeln zur Geschichte der Talsperre und zur Bedeutung des Schutzgebietes für die Trinkwasserversorgung des Großraumes Chemnitz-Zwickau.

Aus Anlass der Mauerkronenöffnung gibt die Landestalsperrenverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen eine neue Wanderkarte mit Wegen rund um die Talsperre Eibenstock heraus. Auf der Rückseite befinden sich Informationen zur Anlage sowie eine historische Landkarte des Muldetales vor dem Bau der Talsperre aus dem Jahr 1937. Die Wanderkarte kann von der Internetseite der Talsperrenverwaltung www.talsperren-sachsen.de heruntergeladen werden.

Hintergrundinformationen:
Die Talsperre Eibenstock ging 1982 in Betrieb. Sie ist die größte Trinkwassertalsperre in Sachsen. Mit ihrem Inhalt von rund 64 Millionen Kubikmetern Wasser versorgt die Talsperre den Großraum Chemnitz-Zwickau mit Trinkwasser. Weitere Aufgaben der Talsperre sind Hochwasserschutz, Niedrigwasseraufhöhung und Energiegewinnung.

Die mächtige Staumauer der Talsperre Eibenstock ist rund 300 Meter lang und 57 Meter hoch. Als Hochwasserentlastungsanlage dient ein fester Überfall in der Mitte der Staumauer. Er besteht aus drei Feldern, die in einer Sprungschanze enden. Unter der Schanze befindet sich das Schieberhaus mit den Betriebseinrichtungen der Talsperre.

Technische Daten – Talsperre Eibenstock
Lage: Eibenstock, Erzgebirge
Gesamtbauzeit: 1974 – 1987, Inbetriebnahme 1982
Gestautes Gewässer: Zwickauer Mulde
Gesamteinzugsgebiet: ca. 200 km²
Rohwasserabgabe zur Trinkwasseraufbereitung: ca. 42 Mio. m³/Jahr
Gesamtstauraum: ca. 84 Mio. m³
davon Betriebs- und Reserveraum: ca. 64 Mio. m³
Gewöhnlicher Hochwasserrückhalteraum: bis zu 15 Mio. m³
max. Beckentiefe / Stauhöhe: ca. 54 m
Absperrbauwerk Kronenlänge: 307,50 m
max. Höhe über Talsohle: 57 m
Bauwerksvolumen: ca. 273.000 m³

Weitere Informationen zur Talsperre Eibenstock finden Sie auf der angehängten Wanderkarte sowie auf unserer Webseite unter www.talsperren-sachsen.de.

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