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19.05.2014, 17:00 Uhr

Tillich überreicht Sächsischen Verdienstorden

Dresden (19. Mai 2014) - Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat heute in Dresden 14 Bürgerinnen und Bürgern den Sächsischen Verdienstorden verliehen. Mit dieser Auszeichnung ehrt der Freistaat Sachsen Menschen, die sich im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen, gesellschaftlichen oder ehrenamtlichen Bereich in herausragendem Maße engagiert haben.

Bei den Ausgezeichneten handelt es sich um:

Dieter Blaßkiewitz, Leipzig
Für Dieter Blaßkiewitz stand stets der Patient im Mittelpunkt: seine Behandlung, seine Genesung und sein Wohlergehen. Das galt schon zu DDR-Zeiten, als er für das St. Elisabeth-Krankenhaus in Leipzig Medizintechnik aus Westdeutschland beschaffte. Das galt in der Gründungszeit des Freistaates, als er seine Erfahrung am „Runden Tisch Gesundheit“ in Leipzig bei der schwierigen Umstellung der sächsischen Krankenhäuser von gelenkter Planwirtschaft zu eigenverantwortlicher Betriebswirtschaft einbrachte. Eine ganz wichtige Rolle spielte dabei die Gründung des Trägerverbandes Sächsischer Krankenhäuser. Der Patient im Mittelpunkt – dieses Motto gilt auch für seine Tätigkeit als Vorsitzender der Sächsischen Krankenhausgesellschaft. Die christliche Tradition von Hilfe und Zuwendung für Notleidende und Kranke ist für Dieter Blaßkiewitz Verpflichtung und Auftrag zugleich. Das gilt in besonderer Weise für sein Engagement beim Aufbau des Hospizes „Villa Auguste“ und für die Gründung des ambulanten Hospizdienstes in Leipzig.

Henny Brenner, Weiden
Jedes Jahr am 13. Februar gedenken die Dresdner der Bombardierung ihrer Stadt im Jahr 1945 – und all jene, die aufrichtig gedenken, erinnern zugleich an die nationalsozialistischen Verbrechen seit 1933. Frau Brenner hat dieses Terrorregime als Jüdin erlebt, erlitten und durch die Bombardierung Dresdens, die ihre Deportation ins Todeslager verhinderte, auch überlebt. Trotz ihres Schicksals liebt sie ihre Heimatstadt und ist immer wieder gern hier. Ihre Erlebnisse hat sie in einem Buch festgehalten, aus dem sie bei vielen Veranstaltungen vorträgt. Bei Veranstaltungen in Schulen und an anderen öffentlichen Orten hält sie als Zeitzeugin die Erinnerung wach. Sie hat ihr Wissen über die verfolgten Dresdner Juden in Fernsehdokumentationen öffentlich gemacht und mitgeholfen, jüdische Opfer zu identifizieren. Persönliche Dokumente aus jener Zeit wie den Deportationsbefehl hat sie dem Stadtmuseum Dresden und dem Militärhistorischen Museum Dresden zur Verfügung gestellt. Mit ihren vielfältigen Aktivitäten als Zeitzeugin trägt Frau Brenner dazu bei, uns alle immer wieder daran zu erinnern, welche Gefahren unserer Demokratie von verblendeten und verbrecherischen Ideologen drohen.

Jürgen Cieslak, Seifhennersdorf
Der Ofensetzer Jürgen Cieslak engagiert sich seit mehr als drei Jahrzehnten ehrenamtlich gegen den Abriss und für die Erhaltung von Umgebindehäusern. Um seinem Anliegen Nachdruck zu verleihen, gründete er innerhalb der Gesellschaft für Denkmalpflege in der DDR einen Bezirksfachausschuss „Volksbauweise“. Ende der 80er Jahre organisierte er auch eine Reihe von Wanderausstellungen zu diesem Thema. Nach der Friedlichen Revolution gründete er den „Sächsischen Verein für Volksbauweise“ mit dem Ziel, die traditionelle Bauweise in Sachsen zu pflegen. Dabei rettete er mit eigenen Mitteln zwei vom Abriss bedrohte Umgebindehäuser. Als der Landkreis Löbau-Zittau sich als Umgebindehausland positionierte, beriet ihn Herr Cieslak bei der Ausgestaltung des Konzepts. Besonders die Einbeziehung der polnischen und tschechischen Nachbarregionen geht auf ihn zurück. Darüber hinaus hat sich Jürgen Cieslak in seiner politischen und kirchlichen Gemeinde Seifhennersdorf in zahlreichen Ehrenämtern herausragend engagiert.

Prof. Dr. Uwe-Frithjof Haustein, Markkleeberg
Hautkrankheiten zu erforschen und zu heilen – das war jahrzehntelang das Anliegen des Dermatologen Prof. Uwe-Frithjof Haustein. Als Arzt, Forscher und Hochschullehrer hat er die Leipziger Universitätshautklinik zu einem weltweit anerkannten Zentrum der Immundermatologie gemacht. Für ihn standen dabei immer die Patienten im Mittelpunkt. Besonders wichtig war es ihm, neueste Forschungsergebnisse und Behandlungsmethoden schnellstmöglich in die Praxis zu bringen und allen Patienten zugänglich zu machen. Er hat sich dabei weit über Deutschland hinaus einen exzellenten Ruf erarbeitet. Er war und ist international ein gefragter Gastdozent, Kongressredner, Autor und Mitglied in zahlreichen Beiräten von Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Gesellschaften. Herr Prof. Haustein verkörpert damit in seiner Person die für das universitäre Leben so notwendige Einheit von klinischer Arbeit, Forschung und studentischer Ausbildung. Seit seiner Emeritierung engagiert er sich in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften ehrenamtlich für die Forschung in Sachsen. Als Vorsitzender des Fördervereins der Akademie setzte er sich insbesondere für die Förderung von Langzeit-Forschungsprojekten ein. Herr Prof. Haustein hat sich damit in vielfältiger Weise um Gesundheitsversorgung und Wissenschaft in Sachsen verdient gemacht.

Michael Kanig, Dresden
Herr Michael Kanig war 37 Jahre ― von 1964 bis 2001 ― Pfarrer der evangelisch-lutherischen Zionsgemeinde in Dresden. Er hat in seiner Zeit als Seelsorger nicht nur die Gemeinde aufgebaut, sondern hat den Wiederaufbau der im zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche zu seinem Anliegen gemacht. Die neue Kirche war ein Geschenk der evangelisch-lutherischen Kirche Schwedens und wurde 1982 fertiggestellt und geweiht. Seither stand und steht der Gemeinde nicht nur Raum für den Gottesdienst zur Verfügung, sondern auch für soziale Zwecke ― zum Beispiel für Obdachlose, und dies insbesondere im Winter. Daraus entstand die Idee einer Obdachlosenzeitung in Dresden. Pfarrer Kanig war lange Jahre Vorsitzender des 1997 gegründeten Vereins „Drobs e.V.“, der jeden Monat für die Erstellung und Herausgabe sowie Finanzierung und Vertrieb der Dresdner Obdachlosenzeitung sorgt. Aber auch hier ist der Wiederaufbau die eigentliche Herausforderung ― und das in einer ganz besonderen Form, nämlich dem Wiederaufbau von Selbstwertgefühl bei den Wohnungslosen. Das Gefühl, gebraucht zu werden und eine Aufgabe zu erfüllen, die die eigene Situation lindern hilft, ist dabei für die Betroffenen das Entscheidende.

Anke-Maria Kops-Horn, Leipzig
Integration braucht offene Arme. Das hat Anke-Maria Kops-Horn bei einem längeren Auslandsaufenthalt selbst erfahren. Diese Erkenntnis hat sie sich zu eigen gemacht, und zwar in einer ganz besonderen Art und Weise. Sie hat im Jahr 2000 den Verein „Brückenschlag e.V.“ mitbegründet, dessen 1. Vorsitzende sie noch immer ist. Die dreifache Mutter hatte Kinder aus dem Heim für Asylbewerber in Leipzig-Mölkau kennengelernt und den Entschluss gefasst, den dort lebenden Familien zu helfen, sich in der für sie völlig fremden Stadt zurechtzufinden. Aus dem „Zurechtfinden“ ist schnell mehr geworden. Dabei spielte die Entdeckung, dass vor allem viele der ausländischen Frauen eine besondere Naturverbundenheit teilen, eine entscheidende Rolle. Als gelernte Gärtnerin machte Frau Kops-Horn diese Gemeinsamkeit zum Ausgangspunkt ihres Projektes der „Bunten Gärten Leipzig“: Flüchtlinge aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern lernen sich hier kennen, arbeiten zusammen und erfahren, dass unterschiedliche Sprache, Glaube und Herkunft keine unüberwindbaren Barrieren sind. Zusammen mit deutschen Ehrenamtlichen bewirtschaften sie eine ehemalige Gärtnerei. Diese Arbeit schafft nicht nur Vertrauen und ermöglicht Kontakte. Sie ist auch Anknüpfungspunkt für Sprachförderung, Qualifizierung und Bildungsangebote, die mit den Erlösen aus dem Verkauf von Kräutern, Blumen, Obst und Gemüse finanziert werden können.

Dr. Peter Krüger, Bad Honnef
Dr. Krüger war über zwanzig Jahre lang als Rechtsanwalt in Leipzig tätig – und neben dem Beruf ehrenamtlich engagiert. Unermüdlich setzte er sich dafür ein, das musikalische Erbe von Felix Mendelssohn Bartholdy zu erhalten und ihm regional, überregional und international Aufmerksamkeit zu verschaffen. Dr. Krüger war langjähriger 1. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Mendelssohn-Hauses e.V. sowie Vorstandsmitglied der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung. Ausgangspunkt für zahlreiche Aktivitäten der Stiftung ist das Mendelssohn-Haus in Leipzig, das unter Dr. Krügers maßgeblicher Mitwirkung erworben und saniert werden konnte. Es ist heute fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt Leipzig. Die Stiftung soll aber nicht nur das Erbe Mendelssohn Bartholdys bewahren, erforschen und pflegen, sondern auch junge Talente fördern. Dazu vergibt sie Stipendien an besonders begabte Künstler.
Im Rahmen der Internationalen Mendelssohn-Akademie Leipzig lädt die Stiftung junge Musiker zu Kursen ins Mendelssohn-Haus, u.a. mit Maestro Kurt Masur oder Kammersänger Peter Schreier. An der Gründung der Akademie war Dr. Krüger aktiv beteiligt. Die Stiftung erfährt vor allem durch den seit 2007 verliehenen Internationalen Mendelssohn-Preis zu Leipzig und die geehrten Persönlichkeiten große Aufmerksamkeit. Auch um die Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ hat Dr. Krüger sich als ehrenamtlicher Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule verdient gemacht.

Wolf-Eike Kuntsche, Radebeul
Wolf-Eike Kuntsche reicht es nicht, seine Kunstwerke zu schaffen und mit seinen Kunstwerken zu gestalten. Denn als langjähriges Mitglied im Beirat Bildende Kunst der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen setzte er sich auch engagiert für die Förderung der bildenden Kunst und die Belange der Künstlerinnen und Künstler ein. Er gibt damit etwas an andere weiter, was er selbst zu Zeiten des DDR-Regimes nicht erfahren hat: Unterstützung und Zuspruch für das künstlerische Schaffen. Wolf-Eike Kuntsche ist gegen den kultur-ideologischen Strom der DDR angeschwommen. Deshalb blieb ihm eine Karriere an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden verwehrt. Er ist dennoch seinen eigenen künstlerischen Weg gegangen und hat mit seinem Gesamtwerk die Tradition der Dresdner Kunst auf subjektive und intensive Weise bewahrt und fortentwickelt. Seine Werke prägen und gestalten den öffentlichen Raum, geben Plätzen in unseren Städten ein individuelles Gepräge. Mit seiner politischen Standhaftigkeit als Kritiker des DDR-Regimes, mit seiner Kunst und mit seinem ehrenamtlichen Engagement zeigt Wolf-Eike Kuntsche, wie Gesellschaft im besten Sinne des Wortes „gestaltet“ werden kann.

Prof. Dr. Harald Marx, Dresden
Der Glanz der Gemälde in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wäre weniger hell, wenn es nicht die außerordentliche Arbeit von Prof. Marx gegeben hätte. Denn er hat eine außergewöhnliche Gabe, Bilder in fesselnde Erzählungen zu verwandeln So hat er den Besuchern der SKD die Kunstschätze der Galerie auf unverwechselbare Art nahegebracht. Nicht nur durch diese Gabe, sondern auch aufgrund seiner profunden Kennerschaft und jahrzehntelangen Forschungen zu den Beständen der Gemäldegalerie erlangte Prof. Marx schon frühzeitig eine große Reputation in internationalen Forscherkreisen. Sein Verdienst um das Wiederaufleben der Gemäldegalerie und die Erforschung ihrer Sammlung ist nicht hoch genug einzuschätzen. Es ist Harald Marx in hohem Maße zuzurechnen, dass Dresden auf der Weltkarte der Museen heute ganz groß platziert ist.

Prof. Dr. h. c. Kurt Masur, Leipzig
Was Worte und die stille Kraft der Kultur bewirken können, zeigt uns die Lebensgeschichte von Maestro Kurt Masur. Wer weiß, wie die Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig verlaufen wäre, hätte er nicht mit anderen bekannten Leipzigern seine Stimme erhoben? Wer weiß, ob das Gewandhausorchester ohne sein beharrliches Wirken wieder eine feste, eigene Spielstätte bekommen hätte? Darüber hinaus ist das lebenslange künstlerische Schaffen von Prof. Masur ohne Gleichen. Als international hoch anerkannter Kapellmeister und Dirigent und als großer Demokrat in der Zeit der Friedlichen Revolution ist Kurt Masur ein herausragender Botschafter des Kulturlandes Sachsen. So wie er sich bis heute mit Sachsen identifiziert, so stolz sind die Leipziger und alle Sachsen auf „ihren“ Maestro.

Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, Meerane
Als 2011 Prof. Matthes‘ Amtszeit als Rektor endete, feierte die TU Chemnitz gerade ihr 175-jähriges Bestehen. Die letzten vier Jahrzehnte davon wurden maßgeblich auch durch Prof. Matthes‘ Wirken als Hochschullehrer, Forscher, Hochschulmanager und Wissenschaftsorganisator geprägt. Mit seinen Forschungen zur Fügetechnik hat er sich nicht nur Weltruf erarbeitet, sondern insbesondere dem Automobilbau in Südwestsachsen wichtige innovative Impulse gegeben. Diese Nähe zur Industrie charakterisiert aber nicht nur Prof. Matthes‘ Forschung. Vielmehr ist die gesamte TU Chemnitz in der Region mit allen relevanten Bildungs- und Wirtschaftseinrichtungen hervorragend vernetzt. Das ist eine entscheidende Voraussetzung für die gute Entwicklung der Region und ihre Attraktivität für Investoren. Heute kooperieren Weltkonzerne wie Volkswagen oder Siemens mit der TU Chemnitz, ebenso wie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus der ganzen Welt. An dieser internationalen Profilierung und Positionierung der TU Chemnitz hat Prof. Matthes einen herausragenden Anteil. Darüber hinaus hat er sich als Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz um die Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandorts Sachsen verdient gemacht.

Ingrid Mössinger, Chemnitz
Chemnitz als Kunst- und Museumsstadt einen Weltruf zu verschaffen, hat Ingrid Mössinger viel Arbeit gemacht. Doch sie hat diese Mission seit 1996 mit großer Freude und vielen kreativen Einfällen erfüllt. Heute sind die Kunstsammlungen Chemnitz nicht nur wenigen Fachleuten und Liebhabern moderner Kunst weltweit ein Begriff, sondern einem großen Publikum. Mit originellen Ausstellungsideen und neuartigen Konzepten macht sie Lust auf das Erlebnis Museum und die Auseinandersetzung mit Kunst. Das hat den Münchner Galeristen und Kunstsammler Alfred Gunzenhauser bewogen, seine bedeutende Privatsammlung dauerhaft in Chemnitz öffentlich auszustellen, so dass Chemnitz heute über die weltweit größte museale Sammlung der Bilder von Otto Dix verfügt. Frau Mössinger hat so dazu beigetragen, Chemnitz‘ Ruf als „Stadt der Moderne“ zu festigen, den Ruf unseres Kulturlandes Sachsen zu mehren und nicht zuletzt den Chemnitzern Stolz auf ihre Heimatstadt zu vermitteln.

Dr. Günter Schmidt, Leipzig
Um die demokratische Bürger-Gesellschaft lebendig zu halten, muss unsere Geschichte in lebendiger Erinnerung bleiben. Dazu bedarf es Menschen, die sich über das reine „Aufschreiben“ von Geschehnissen dafür einsetzen, die ideellen Lehren aus der Geschichte ins Bewusstsein zu bringen. Dr. Günter Schmidt hat das auf vorbildliche und beeindruckende Weise getan. Lange Zeit setzte er sich für die Gedenkstätte zur Erinnerung an das Unrecht der NS-Zwangsarbeit in Leipzig ein, die es ohne sein Engagement heute vermutlich nicht gäbe. Er ergriff bereits Partei für die ehemaligen NS-Zwangsarbeiter, vor allem aus Osteuropa, als diese noch zu den vergessenen Opfern des Nationalsozialismus gehörten. Unermüdlich arbeitete er federführend am Gedenk- und Totenbuch der Leipziger Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Verdienstvoll war auch seine Beteiligung am Konsultationsverfahren zum neuen Sächsischen Gedenkstättenstiftungsgesetz. Dr. Schmidt hat damit maßgeblich dazu beigetragen, den sogenannten „Sächsischen Gedenkstättenstreit“ beizulegen. Nicht zuletzt nimmt er sich immer wieder Zeit, sein Wissen und seine Anliegen an die junge Generation weiterzugeben.

Rolf Steinbronn, Radeberg
Gesundheit ist ein Menschenrecht. Dieses Recht zu verwirklichen ist in Deutschland auch eine Aufgabe der Gesetzlichen Krankenversicherung. Daran hat Rolf Steinbronn in Sachsen mitgewirkt, seit er 1999 Vorstandsvorsitzender der AOK Sachsen wurde. Er hat sie erfolgreich in die Fusion mit der AOK Thüringen geführt und die neue AOK PLUS zur bedeutendsten Ortskrankenkasse in Deutschland gemacht. Sie sichert derzeit für fast die Hälfte aller Krankenversicherten in Sachsen und Thüringen den Zugang zu hochwertiger medizinischer Versorgung. Damit ist die AOK ein besonders wichtiger Partner für die sächsische Gesundheitspolitik. Dass Sachsen heute ein modernes, flexibles und qualitativ hochwertiges Gesundheitswesen hat, ist maßgeblich dem Einsatz von Herrn Steinbronn zu verdanken. Dass ihm Sachsen nicht nur im Beruf am Herzen liegt, beweist der gebürtige Schwabe darüber hinaus durch sein ehrenamtliches Engagement als Kurator der Kulturstiftung Radeberg und der Helene-Maier-Stiftung in Kreischa, die sich um Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen kümmert.

Hintergrundinformationen:
Der Sächsische Verdienstorden wurde 1996 gestiftet und erstmals am 27. Oktober 1997 verliehen. Ihn können in- und ausländische Persönlichkeiten erhalten, die sich um den Freistaat Sachsen und seine Bevölkerung besonders verdient gemacht haben. Außerordentliche Leistungen, insbesondere im politischen, sozialen, kulturellen oder wirtschaftlichen Bereich sowie auf dem Gebiet der Umwelt sind Kriterien für eine Verleihung. Insgesamt darf die Zahl der lebenden Ordensträger 500 nicht überschreiten. Bisher wurde der Sächsische Verdienstorden 245 Mal verliehen.

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