Hochwasserschutz durch sächsische Talsperren
03.06.2013, 16:12 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Aktueller Stand Montag, 03.06.2013, 16:00 Uhr
Seit vergangenem Freitag konnten in den sächsischen Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken bisher rund 60 Millionen Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden. Dadurch konnten die Scheitel in den Abflüssen deutlich reduziert werden. So konnte an der Talsperre Eibenstock beispielsweise der Spitzenwert von 220 Kubikmeter pro Sekunde im Zufluss auf 80 Kubikmeter pro Sekunde im Abfluss reduziert werden. Die Zwickauer Mulde unterhalb der Talsperre wurde dadurch enorm entlastet. Außerdem trugen die Talsperren zu einer erheblichen Verzögerung der Hochwasserwelle bei. Den Einsatzkräften vor Ort stand so mehr Zeit zur Organisation der Hochwasserabwehr zur Verfügung.
Einige Talsperren haben inzwischen ihre Kapazitätsgrenze erreicht und können kein zusätzliches Wasser mehr aufnehmen. Auch durch die Talsperren, die derzeit überlaufen, gibt es keine Verschärfung der Hochwassersituation. Der Überlauf der Talsperren erfolgt über die Hochwasserentlastungsanlagen. Diese geben das Wasser so ab, dass an den Talsperren selbst keine Schäden entstehen und diese sicher sind. An folgenden Talsperren ist der Hochwasserrückhalteraum komplett in Anspruch genommen, so dass sie überlaufen:
Talsperre Eibenstock – seit Sonntagmittag
Talsperre Pirk – seit Samstagnacht
Talsperre Sosa – seit Sonntagmittag
Talsperre Werda – seit Montagvormittag
Speicher Altenberg – seit Sonntagfrüh
Talsperre Muldenberg – seit Montagfrüh
Talsperre Koberbach – seit Sonntagmittag
Talsperre Stollberg – seit Sonntagvormittag
Talsperre Wallroda – seit Montagfrüh
Talsperre Malter – seit Montagmittag
Das Wasser aus dem Speicher Radeburg I wird seit Samstagnacht in den Speicher Radeburg II geleitet. Im Laufe des Tages wird außerdem der Überlauf der Talsperre Bautzen erwartet.
Eine weitere Benachrichtigung erfolgt bei einer Veränderung der Lage.