Erster Spatenstich für Hochwasserschutz in Rochlitz

23.05.2011, 10:07 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Freistaat, Bund und EU investieren rund drei Millionen Euro

Mit einem Spatenstich wurden heute (Montag, 23. Mai 2011) in Rochlitz (Lkr. Mittelsachsen) die Bauarbeiten zum Hochwasserschutz begonnen. Die Stadt soll künftig vor Hochwasser geschützt sein, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt (HQ100). Das Augusthochwasser 2002 hatte in Rochlitz erhebliche Schäden angerichtet. Betroffen waren neben vielen Häusern in der Nähe der Zwickauer Mulde zahlreiche öffentliche Einrichtungen und Gewerbe- und Verkehrsflächen. In der Stadt Rochlitz existierten bisher keine Hochwasserschutzeinrichtungen.

Startschuss für die Bauarbeiten ist am Mühlplatz. Dort wird eine vorhandene Grundstücksmauer als Hochwasserschutzwand ertüchtigt. Zwischen dieser Wand und der Schlossmühle ist eine Schutzwand mit mobilen Aufsatzelementen vorgesehen. An der Durchfahrt zwischen der Schlossmühle und der Hohen Gasse ist ein mobiler Verschluss geplant, um den Mühlplatz vor Überflutung zu schützen. Die Schlossmühle selbst erhält auf der Wasserseite Hochwasserschutzfenster. Der Abschnitt ist 132 Meter lang und soll Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

Anfang Juni beginnen außerdem die Arbeiten zwischen der Kleingartenanlage „Am Klinkborn“ und dem Deich „An der Bleiche“. Dieser Abschnitt ist etwa 1,27 Kilometer lang und soll Ende 2012 fertig sein. Die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen an der Kleingartenanlage „Am Klinkborn“ sind nötig, um die Innenstadt vor Überflutung zu schützen. Entlang der Sternstraße wird dafür eine massive Hochwasserschutzwand gebaut. Die Zugänge zur Kleingartenanlage bleiben erhalten und werden bei Hochwasser mit mobilen Elementen verschlossen.

Im Bereich der ehemaligen Industriebrache „Stern-Radio“ wird ein neuer Deich gebaut. Bereits im Jahr 2007 waren dort die leerstehenden Gebäude abgerissen worden. Das Gelände auf der Luftseite des neuen Deiches wird durch naturschutzfachliche Ausgleichsmaßnahmen aufgewertet. Entlang des Freibades und des Sportplatzes entsteht ebenfalls eine Hochwasserschutzwand. An der Bleiche soll ein neuer Hochwasserschutzdeich gebaut werden.

Die Hochwasserschutzanlagen in Rochlitz werden hauptsächlich auf Grundstücksgrenzen geführt. Dadurch ist eine gute optische Einbindung in das Stadtbild gegeben. Das Projekt wird aus Mitteln des Freistaates Sachsen, des Bundes und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert und kostet insgesamt etwa drei Millionen Euro.


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