Alte Substanz mit neuer Technologie: Leipzig hat weltweit ältestes Passivhaus

10.04.2003, 11:08 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

In Leipzig steht das weltweit älteste Passivhaus. Das bereits 1888 gebaute Bürgerhaus wird derzeit saniert und im Hinblick auf den jährlichen Heizwärmebedarf erfüllen die oberen Stockwerke nach Fertigstellung die Kriterien für ein qualitätsgeprüftes Passivhaus. Pro Qudratmeter werden künftig nicht mehr als 15 Kilowattstunden Heizenergie im Jahr verbraucht. "Solch engagiertes Handeln von Bauherren, Planern und Architekten brauchen wir noch mehr", so Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath, "denn Passivhäuser leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz". Derzeit gäbe es in Sachsen lediglich etwa 25 Passivhäuser.

Damit die Akzeptanz von Passivhäusern steigt und sich mehr Bauherren als bisher für diese Bauweise entscheiden, gibt es in Sachsen den "Innovations- und Praxisverbund Passivhäuser". "Die Vorzüge von Passivhäusern müssen noch bekannter werden", sag-te Flath. So werden im Rahmen eines Pilotvorhabens in den nächsten zwei Jahren et-wa 15 Sanierungs- bzw. Neubauprojekte in Sachsen unterstützt. Die Bauherren erhalten die Mehrkosten für die Passivbauweise mit 50 % (privat) bzw. 80 % (gemeinnützig) bezuschusst. Während der verschiedenen Baustadien gibt es am Objekt selbst öffentliche Informationsveranstaltungen. Das Leipziger Mehrfamilienhaus ist nach einem Einfamilienhaus in Mittelherwigsdorf bei Zittau das zweite geförderte Objekt.

Terminhinweis:

Am Freitag, 11. April, 14 Uhr, findet für Baufachleute eine Informationsveranstaltung auf der Windorfer Str. 106-108 in 04229 Leipzig statt. Am Samstag, 12. April, ab 10 Uhr gibt es für interessierte Bürger ebenfalls Informationen sowie die Möglichkeit, sich vor Ort von den Vorteilen eines Passivhauses zu überzeugen.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Pressesprecherin Corinna Saring
Telefon: +49 351 564 20040
Telefax: +49 351 564 20007
E-Mail: presse@smul.sachsen.de
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