Neustadt in Sachsen: Das nächste Gewerbegebiet kann kommen!
28.10.2026, 14:34 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Freistaat und Bund stellen 9,4 Millionen Euro für die Umwandlung einer Industriebrache bereit
Der Freistaat Sachsen und der Bund fördern die Revitalisierung einer zehn Hektar großen Industriebrache in Neustadt in Sachsen. Die Landesdirektion Sachsen hat der städtischen Gesellschaft Industrie-Center Neustadt GmbH (ICN GmbH) Fördermittel in Höhe von 9,4 Millionen Euro bewilligt. Die Gelder stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur« (GRW-Infra). Es werden 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten finanziert.
Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen: »Die Stadt Neustadt in Sachsen kann beeindruckende Erfolge bei der Sanierung früherer Industriestandorte vorzeigen. Mit bisher ausgereichten 12,4 Millionen Euro aus dem Programm GRW-Infra wurden der »Industrie- und Gewerbepark Neustadt/Langburkersdorf« sowie die Gewerbegebiete »Kirschallee 1« und »Kirschallee 2« entwickelt und erfolgreich vermarktet. Das aktuelle Projekt am Karrenberg stellt mit einem Gesamtaufwand von knapp 10,5 Millionen Euro die bisher größte Einzelmaßnahme dar.«
Alexander Sachse, Bürgermeister Neustadt in Sachsen: »Seit über zwei Jahrzehnten verfolgt die Stadt Neustadt in Sachsen das Ziel, aus der ehemaligen Milchviehanlage ein neues Gewerbegebiet zu entwickeln. Ich freue mich sehr, dass wir mit den nun bereitgestellten Fördermitteln einen entscheiden Schritt vorangekommen sind und die Umsetzung dieses langjährigen Vorhabens endlich in greifbare Nähe rückt. Unsere Stadt profitiert dabei gleich doppelt: Zum einen beseitigen wir mit der Revitalisierung einen seit Jahrzehnten bestehenden städtebaulichen Missstand vor den Toren unserer Stadt. Zum anderen schaffen wir neue Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen und stärken damit nachhaltig den Wirtschaftsstandort Neustadt in Sachsen.«
Neustadt in Sachsen gestaltet eine ehemalige Milchviehanlage am Karrenberg in ein modernes Gewerbegebiet um. Dafür wird das mit Siedlungsmüll belastete Areal zunächst beräumt. Danach werden das 9.000 Quadratmeter große Stallgebäude sowie 15 Hochsilos aus Beton abgerissen. Anschließend sind Bodenregulierungsarbeiten sowie der Bau einer Erschließungsstraße vorgesehen. Zudem werden neue Wasser- und Abwasserleitungen gelegt.
Die Arbeiten sollen bis September 2028 abgeschlossen werden. Ab diesem Zeitpunkt sind die ersten Ansiedlungen möglich. Bereits heute liegen Interessenbekundungen von Unternehmen vor.
Der Planungsraum mit der Bezeichnung »Am Karrenberg – Teilgebiet C« befindet sich an der Straße »Am Karrenberg«, unmittelbar nördlich der Staatsstraße S 159. In Richtung Norden schließen die bereits ertüchtigten Teile A und B an.
Das Areal liegt seit den 1990er-Jahren brach. Die ICN GmbH hat die letzten Grundstücke Mitte 2026 erworben, um dort wieder eine gewerbliche Nutzung zu etablieren. Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort Neustadt in Sachsen nachhaltig zu stärken, neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Region für Investoren sowie wachsende Unternehmen noch attraktiver zu gestalten.