Panter begrüßt Bewegung beim Verbrenner-Aus: Pragmatismus sichert den Weg zur Elektromobilität
20.10.2026, 16:55 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Sachsens Wirtschaftsminister: Klimaziele und industrielle Arbeitsplätze müssen zusammen gedacht werden
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter begrüßt den von den Unterhändlern der Fraktionen im EU-Parlament ausgehandelten Kompromiss zu künftigen CO₂-Grenzwerten für Neuwagen. Eine Zustimmung des Parlamentes steht noch aus. Die geplante Anpassung eröffnet aus seiner Sicht die Chance, Klimaschutz und die wirtschaftliche Realität der Automobilindustrie stärker miteinander in Einklang zu bringen.
Staatsminister Panter: »Ich habe immer für Pragmatismus und Augenmaß geworben. Der eingeschlagene Weg hin zur Elektromobilität ist richtig und wichtig. Er muss aber so gestaltet werden, dass unsere Automobilindustrie wettbewerbsfähig bleibt und Arbeitsplätze nicht gefährdet werden. Gerade für Sachsen mit seinen Automobilstandorten und zahlreichen Zulieferern brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen, die den Unternehmen Spielraum und Luft für Investitionen lassen.«
Dem Kompromiss zufolge sollen die CO₂-Emissionen neuer Fahrzeuge bis 2035 um 95 Prozent gegenüber 2021 sinken. Durch den Einsatz klimafreundlich produzierten Stahls soll eine Reduzierung um 87,5 Prozent ausreichen können. Damit bliebe der Verkauf neuer Verbrenner und Hybridfahrzeuge auch nach 2035 möglich. Die bisherige Regelung sah vor, dass Neuwagen ab 2035 keine CO₂-Emissionen mehr im Fahrbetrieb verursachen dürfen.
Panter: »Unabhängig vom jetzigen Kompromiss ist entscheidend, dass die Elektromobilität weiter vorankommt und zugleich die industrielle Wertschöpfung in Europa gesichert wird. Dafür brauchen wir wettbewerbsfähige Produktionsbedingungen, eine gute Ladeinfrastruktur und bezahlbare Fahrzeuge. Jetzt kommt es darauf an, Klimaschutz und industrielle Stärke auch in den weiteren EU-Beratungen zusammenzudenken.«