Hochwasserschutzdeich an der Elbe in Dresden-Kaditz wird erhöht - Elberadweg muss weiträumig umgeleitet werden
02.10.2026, 15:09 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen hat in dieser Woche mit bauvorbereitenden Maßnahmen im Bereich des Hochwasserschutzdeiches in Dresden-Kaditz begonnen. Ab 12. Oktober 2026 starten dann die eigentlichen Bauarbeiten. Der Hochwasserschutzdeich wird verstärkt und erhöht. Zusätzlich erhält die Anlage einen Deichverteidigungsweg. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2027 und kosten 4,1 Millionen Euro, finanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Sachsen.
Mit dem Bauprojekt sollen Teile der Dresdner Stadtteile Kaditz und Mickten vor einem Hochwasser geschützt werden, wie es statistisch gesehen einmal in 100 Jahren auftritt (HQ100= 4.37 m³/s). Auch für die angrenzende Kläranlage ist ein höherer Schutz vor Hochwasser nötig. Dieser wird in Kooperation mit der Stadtentwässerung Dresden gleichzeitig umgesetzt.
Der vorhandene Deich zwischen der Flügelwegbrücke und dem Einlauf der Kaditzer Flutrinne in die Elbe erhält auf einer Länge von 1,3 Kilometern eine Innendichtung und teilweise eine aufgesetzte Mauer. Außerdem wird ein Deichverteidigungsweg angelegt, der künftig auch als Radweg nutzbar und somit Teil des Elberadweges sein wird. Der vorhandene Elberadweg wird während der Bauphase weiträumig umgeleitet. Die Landestalsperrenverwaltung bittet um Verständnis.
Die Bauarbeiten sind mit der Stadtentwässerung Dresden GmbH, der SachsenEnergie, die im Bereich des Deiches technische Infrastruktur für das geplante Flusswasserwerk errichten wird und mit dem Straßen- und Tiefbauamt der Stadt Dresden abgestimmt und werden von einer ökologischen Baubegleitung betreut.
In Vorbereitung auf das Projekt wurden bereits in der vegetationsarmen Zeit 12 Bäume gefällt. Die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff in die Natur erfolgen in Kooperation und nach Abstimmung mit der Stadt Dresden.
Hintergrund
Vor allem während der Hochwasser im August 2002 und im April 2006 entstanden am Deich in Dresden-Kaditz erhebliche Schäden. Im Ergebnis einer Zustandsanalyse wurde festgestellt, dass dringender Sanierungsbedarf für große Abschnitte des Deiches insbesondere in Bezug auf die Standsicherheit und den fehlenden Deichverteidigungsweg besteht. Außerdem wurde empfohlen, den Deich so zu erhöhen, dass das anzustrebende Schutzziel (HQ100) des Hochwasserschutzkonzeptes erreicht wird.
Von August 2010 bis Juli 2014 hat die Landestalsperrenverwaltung Sachsen bereits eine neue Hochwasserschutzlinie zwischen dem Ballhaus Watzke und der Autobahnbrücke A4 in Altkaditz gebaut. Sie ist mehr als vier Kilometer lang und besteht aus drei Abschnitten.
Hinweis an die Redaktionen:
Die beigefügten Bilder können lizenzfrei unter folgender Quellenangabe veröffentlicht werden:
Bild1: Elbe_Erhoehung_Deich_Dresden-Kaditz_LTV
Bildnachweis: Landestalsperrenverwaltung Sachsen
Bildunterschrift: Blick Richtung Flügelwegbrücke
Bild2: Elbe_Erhoehung_Deich_Dresden-Kaditz_Blick_Richtung_BAB_A4_LTV_Elisabeth_Ludwig
Bildnachweis: Landestalsperrenverwaltung Sachsen/Elisabeth Ludwig
Bildunterschrift: Blick Richtung BAB A4