11 Unternehmen aus Chemnitz und Südwestsachsen für den Sächsischen Meilenstein 2026 nominiert – Wettbewerb prämiert erfolgreiche Unternehmensnachfolgen
23.09.2026, 09:03 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Pressemitteilung des SMWA und der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH
- Bürgschaftsbank Sachsen würdigt Unternehmen in den Kategorien familieninterne, unternehmensinterne und unternehmensexterne Nachfolge
- Insgesamt 76 Unternehmen aus ganz Sachsen hatten sich 2026 für den Sächsischen Meilenstein beworben
- Auswahl der Nominierten erfolgte durch überregionales Fachgremium mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaftskammern, des Wirtschaftsministeriums und der Bürgschaftsbank Sachsen
- Preisverleihung findet Anfang November 2026 im Beisein von Dirk Panter, sächsischer Wirtschaftsminister und Schirmherr des Wettbewerbs, statt
Die Nominierten für den Sächsischen Meilenstein, den Preis für erfolgreiche Unternehmensnachfolge, stehen fest. Gestern Abend verkündete die Bürgschaftsbank Sachsen (BBS) die ersten Finalisten im Oberdeck Chemnitz. Insgesamt 11 Unternehmen aus der Region Chemnitz und Südwestsachsen schafften es in die Endauswahl. Sie haben weiterhin die Chance auf Preisgelder in Summe von 17.000 Euro, ein filmisches Unternehmensportrait und breite öffentliche Aufmerksamkeit.
Als regionale Partner begleiten die Industrie- und Handelskammer Chemnitz sowie die Handwerkskammer Chemnitz den Sächsischen Meilenstein. Schirmherr des Wettbewerbs ist Dirk Panter, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz. Er wird auch zur feierlichen Preisverleihung am 3. November auf Schloss Albrechtsberg in Dresden erwartet.
Folgende Unternehmen aus Chemnitz und Südwestsachsen erreichten dieses Jahr die finale Wertungsrunde und können weiterhin auf eine der begehrten Trophäen hoffen:
Kategorie familieninterne Nachfolge
- Bäckerei Ketterl aus Fraureuth (Übernehmerin: Melanie Ketterl | Übergeber: Ralf Ketterl)
- Ernst Nestler & Söhne GmbH aus Glauchau (Übernehmer: Maximilian Mann | Übergeberin: Margret Mann)
- Haarpflegehaus Schubert aus Aue-Bad Schlema (Übernehmerin: Lara Tabea Beck | Übergeberin: Gisela Beck)
- Malermeisterbetrieb Mocker aus Zwickau (Übernehmerin: Katrin Mocker-Pluszczyk | Übergeberin: Gabriele Mocker)
- SAV Schaltanlagen- und Verteilerbau GmbH aus Lichtentanne (Übernehmer: Nick Walther, Robert Weber, Sebastian Weber | Übergeber: Christian Weber, Wolfgang Fischer)
Kategorie unternehmensinterne Nachfolge
- Dr. Matzat & Co. GmbH aus Auerbach (Übernehmer: Philipp Jacob | Übergeber: Hendric Matzat, Ulrich Wagner)
- Salon Landrock aus Chemnitz (Übernehmer: Moritz Schreiter | Übergeberin: Kathrin Landrock)
Kategorie unternehmensexterne Nachfolge
- Elektro Burkert GmbH aus Scheibenberg (Übernehmer: Mark Dietze | Übergeber: Ralph Burkert, Ursula Burkert)
- MB Kältesysteme GmbH aus Oederan (Übernehmer: Mike Schuhknecht | Übergeber: Matthias Börner)
- Schaltwerk Erzgebirge GmbH aus Marienberg (Übernehmer: René Escher, Björn Hochwald | Übergeber: Stefan Weinhold)
- Schlosscafé Sweet Sophie aus Waldenburg (Übernehmerin: Isabell Briese | Übergeber: Nico Nüßner)
Dirk Panter, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz sowie Schirmherr des Sächsischen Meilensteins 2026:
»Jede Nominierung ist bereits ein Gewinn! Erfolgreiche Übernahmegeschichten aus der Region Chemnitz/Südwestsachsen werden sichtbar und inspirieren potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger aus dem gesamten Freistaat, selbst den Schritt in die Unternehmensübernahme zu wagen. Wird ein Unternehmen erfolgreich an die nächste Generation übergeben, bleiben Arbeitsplätze, Erfahrung und Innovationskraft in Sachsen. Ich wünsche allen Teilnehmenden viel Erfolg und freue mich schon auf die Preisverleihung im Herbst.«
Max Jankowsky, Präsident der Industrie- und Handelskammer Chemnitz und Mitglied des Verwaltungsrats der Bürgschaftsbank Sachsen:
»Die Sicherung von Unternehmensnachfolgen gehört zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben für die Wirtschaft. Umso erfreulicher ist es, dass Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region Chemnitz und Südwestsachsen tragfähige Übergabelösungen gefunden haben. Die Nominierten des Sächsischen Meilensteins stehen beispielhaft für wirtschaftliche Kontinuität, Innovationskraft und den Willen, Unternehmen nachhaltig in die Zukunft zu führen. Diese Erfolgsgeschichten verdienen öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung.«
Frank Wagner, Präsident der Handwerkskammer Chemnitz und Mitglied des Verwaltungsrats der Bürgschaftsbank Sachsen:
»Unternehmensnachfolge hat viele Gesichter: Sie kann innerhalb der Familie gelingen, durch engagierte Mitarbeiter aus dem eigenen Unternehmen erfolgen oder durch einen externen Nachfolger. Entscheidend für den Erfolg einer solchen Übergabe ist immer, dass rechtzeitig die richtigen Weichen gestellt werden und der Übergang mit Verantwortung und Weitblick gestaltet wird. Jede erfolgreiche Nachfolge steht beispielhaft für den Mut, Verantwortung zu übernehmen, Bewährtes und im Handwerk vor allem auch oftmals jahrhundertealte Traditionen weiterzuführen und zugleich neue Impulse für die Zukunft zu setzen.«
Markus H. Michalow, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen:
»Vom Handwerksbetrieb über Gastronomie- und Handelsunternehmen bis hin zum Ingenieursbetrieb und Maschinenbauer; vom Vogtland über das Erzgebirge bis nach Chemnitz – die Nominierten für den Sächsischen Meilenstein zeigen die gesamte Bandbreite der regionalen Wirtschaftslandschaft. Eine der größten Herausforderungen haben die prämierten Unternehmerinnen und Unternehmer schon jetzt gemeistert: Sie haben eine Nachfolge mutig angetreten und dabei auch das ein oder andere Hindernis überwunden, das sich ihnen in den Weg gestellt hat. Mögen sie kommenden Generationen ein Vorbild sein.«
Die Nominierten für den Sächsischen Meilenstein 2026 waren von Vertreterinnen und Vertretern der sächsischen Wirtschaftskammern, des Wirtschaftsministeriums sowie der BBS ausgewählt worden. Zuvor hatte ein wissenschaftliches Projektteam der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden unter Leitung von Prof. Dr. Torsten Gonschorek alle eingegangenen Bewerbungen ausgewertet. Dabei wurden Kriterien wie die Entwicklung der Mitarbeitenden- und Umsatzzahl nach der Übernahme oder die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells herangezogen.
Mehr Informationen zum Sächsischen Meilenstein unter https://saechsischer-meilenstein.de/
Bildmaterial: Gruppenbild
Bildquelle: Franziska Werner für Bürgschaftsbank Sachsen
Über die BBS
Die Bürgschaftsbank Sachsen GmbH (BBS) ist ein öffentlich gefördertes Spezialkreditinstitut. Aufgabe der BBS ist es, als Selbsthilfeeinrichtung der gewerblichen Wirtschaft gemeinsam mit den Hausbanken die Finanzierung erfolgversprechender Vorhaben von kleinen und mittleren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der Freien Berufe in Sachsen mit Bürgschaften zu sichern. Die BBS wurde 1990 gegründet und ist Mitglied im Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e.V. Die BBS übernimmt Bürgschaften bis zu 80 Prozent des jeweiligen Kreditbetrages und bis zu einem Bürgschaftsbetrag von 2,5 Mio. Euro.
Die BBS unterstützt die Finanzierung von Unternehmensübernahmen, indem sie Zugang zu Fremdkapital erleichtert. Allein 2025 hatte die BBS mit ihren Ausfallbürgschaften in 82 Fällen dazu beigetragen, dass Nachfolgerinnen und Nachfolger ein Übernahmedarlehen erhalten und den Firmenkauf finanziell stemmen konnten. Demnach ermöglichte die BBS im vergangenen Jahr durchschnittlich 1,5 Nachfolgen pro Woche.
Kontakt
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